In der Vergangenheit waren es Materialien wie Ton und Holz, aus denen kreative Köpfe plastische Figuren und Gegenstände herstellten. Nun hält das Web auch in diese Domäne der Kreativen Einzug. Zukünftig braucht sich niemand mehr die Hände schmutzig zu machen. Ein 3D-Modell lässt sich jetzt spielend leicht durch einen 3D-Drucker produzieren. So können Designer, Innenarchitekten, Architekten oder Laien ein 3D-Modelle bis zu einer Größe von 40 x 35 x 40 Zentimetern anfertigen/ausdrucken lassen. Der Preis variiert je nach Größe und dem gewählten Material. Im Internet lassen sich hierfür mehrere Anbieter finden, zwei davon möchte ich hier kurz Vorstellen.

Bei Shapeways (http://www.shapeways.com) können gängige 3D-Formate (AWL, X3D oder Collada) über die Shapeways-Software 3D-printing, nach der Anmeldung auf deren Website, hochgeladen werden. Eine Software überprüft die Umsetzbarkeit des Objektes und bietet eine Kostenschätzung. Nach der Prüfung des 3D-Modelles kann die Datei der Shapeways-Community zur Verfügung gestellt werden. Ebenfalls ist es möglich Modelle aus der Shapeways-Bibliothek zu verwenden, welche individuell dem eigenen Geschmack angepasste werden können.

Wie zum Beispiel das Windlicht mit einer persönlichen Nachricht. Text eingeben, Schriftart angeben und schon ist das Modell im Vorschaufenster zu sehen. In vier verschieden Materialien können die Modelle innerhalb von 10 Arbeitstagen geliefert werden. Zukünftig sollen weitere Materialien und Farben folgen. Die Kosten für ein Objekt liegen im Durchschnitt bei 35 und 100 Euro.

Windlicht

Materialauswahl bei Shapeways

Ähnlich funktioniert es bei Rapidobject (http://www.rapidobject.com). Über die Webplattform können komfortabel 3D-Modelle angeschaut, gekauft, verkauft und verwaltet werden. Stellt man sein Model zur Nutzung zur Verfügung ist die Höhe der eigenen Provision selbst bestimmbar. Zudem bietet Rapidobject Druck-Modelle entweder aus einer vollfarbigen Gipsmischung oder Kunststoff an. Kunststoff ist das stabilere Material im Vergleich zum Polymergips. Es weist einen hohen Weißegrad auf. Jedoch kann das 3D-Objekt in diesem Material nur einfarbig (weiß, blau, grün, gelb, schwarz, rot and stahlgrau) gefertigt werden. Logos können bedingt, beispielsweise als Prägung, hinzugefügt werden. Der Grundpreis für den im 3D-Drucker gefertigten, gefestigten Kubikzentimeter beträgt am Anfang € 1,90. Ein Modell mit den Maßen 1 cm x 5 cm x 2 cm (also ein kleiner Monolith) hat ein Volumen von 10 cm³. Der Herstellerpreis beträgt somit € 19.

Wie das 3D-Druckverfahren funktioniert kann man unter http://www.rapidobject.com/19-0-Wie-funktioniert-der-3D-Druck.html nachlesen.
Sehr interessant ist auch der Informationsfilm http://www.rapidobject.com/61-0-Infomovie.html. Hier wird die Herstellung von der Datenübergabe bis zum Endprodukt Schritt für Schritt erklärt und gezeigt.

Eine schöne Sache, nicht nur für Produktdesigner.

Julia

Wir hatten in meiner Studienzeit bereits einen 3D-Drucker in der Industriedesign-Werkstatt. Ist natürlich ne tolle Sache, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass die "Prototypen" so teuer waren, dass man die Maschine kaum für größere Sachen nutzen konnte.

Ich finde es sehr praktisch, dass man "einfach so" sich sein Wunschobjekt drucken lassen kann. Rapidobjects scheint auch (wahrscheinolich aufgrund der Masse an Aufträgen) recht günstig zu sein. An der Maschine meines ehemaligen Fachbereichs, konnte man den Objekten beim Wachsen zusehen. Das war sehr spannend, wie das dann Schicht für Schicht größer wird!

Gast

Ich kann hier noch über meine Erfahrung mit www.makeyourproduct.com berichten. Der Ambieter hat sich wohl auf technisch anspruchsvollere Bauteile spezialisiert, funktioniert aber im Prinzip wie bei den oben beschriebenen Dienstleistern auch. Sie waren preislich wohl etwas teurer, ich hatte aber ein Industrieverfahren für mein Produkt benötigt, welches sie auch anbieten.

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