Kürzlich und fast gleichzeitig erschienen sind drei Bücher die sich mit dem Thema der Fahrradkultur auseinandersetzen. Die Bücher die über die Verlage Ginko Press, Lars Müller Publishers und den Gestalten Verlag erschienen sind zeigen unterschiedliche und teils sehr umfassende Einblicke in die Welt der »Radverrückten«.
Das erste Buch »42x12 – the cult of fixed« beschäftigt sich zum Beispiel mit dem Kult der “Fixed Gear Bikes”. Auf 192 finden sich viele interessante Fotos begleitet von Texten über die Fahrer und die Hintergründe der Bewegung.
Pressetext
The fixed gear bicycle is the simplest of human powered machines, and legions of riders have discovered the joy of the “fixie.” To those in the know, 42 x 12 is a gear ratio, and a demanding one at that, but this isn’t a book about equipment, rather an attempt to get under the skin of riders risking life and limb in pursuit of their passion. 42 x12 - The Cult of Fixed examines the global repercussions of fixed-gear and single speed bicycle culture. Through contemporary observation and the collaboration of those on the inside from Taiwan to New York, London to Tokyo, 42 x12 gives a unique insight into what’s going on at ground level. Features within 42 x 12 include; The Tweed Run, as distinguished gents bring style and sophistication to the streets of London; messenger and alley cat racing, requiring the need for more than just speed in an urban environment; indoor and keirin racing, eyeballs out at 150 Revolutions per minute.
42x12 – the cult of fixed
Editors: Gary Shove, Patrick Potter
Herausgeber: Ginko Press
Sprache: Englisch
Umfang: 192 Seiten, 200 Abbildungen
Format: 22,2 x 22,9 cm, Hardcover
ISBN: 978-0-9559121-3-9











“Bespoke: The Handbuilt Bicycle” von Julie Lasky, herausgegeben von Lars Müller Publishers stellt auf 128 Seiten sechs Fahrradbauer vor. Der Schwerpunkt liegt hier auf den Abbildungen und Vorstellungen der einzelnen Räder. Gut fotografiert werden hier neben den Kompletträdern auch die Besonderheiten der Räder im Detail gezeigt.
Pressetext
Die Publikation präsentiert die Entwürfe von sechs international renommierten Fahrradbauern, die auf der Grundlage der traditionellen Arbeit mit Metall verblüffende Innovationen in ihr Handwerk einbringen. Indem sie Stahl, Aluminium und Titan auf neuartige Weise bearbeiten, fertigen die vorgestellten Konstrukteure Rennräder, Mountainbikes, Stadtfahrräder und Strassenfahrräder. In Porträts werden die Inspirationsquellen und Arbeitsmethoden der einzelnen Konstrukteure vorgestellt. Julie Lask y ist Design-Kritikerin und Redakteurin und lebt in New York.
Mit Beiträgen von Michael Maharam und Sacha White, Fotografien von D. James Dee.
Mit Fahrrädern der Hersteller Mike Flanigan (A.N.T), Jeff Jones, Dario Pegoretti, Richard Sachs, J. Peter Weigle, Sacha White (Vanilla Bicycles)
Bespoke: The Handbuilt Bicycle
Herausgeber: Lars Müller Publishers, Baden; Auflage: 1 (29. Juni 2010)
Sprache: Englisch
Umfang: 128 Seiten, ca. 150 Abbildungen
Format: 24 x 16,4 cm, Softcover
ISBN-13: 978-3037782040












“Velo – Bicycle Culture and Design”, erschienen im Gestalten Verlag ist ein sehr umfangreiches Buch, das die Radkultur aus mehreren Bereichen beleuchtet. Neben zahlreichen Abbildungen von außergewöhnlichen Rädern werden Werbekampagnen, Illustrationen, etc. gezeigt und verleihen dem Buch eine besondere Note. Mir gefällt persönlich der Einsatz des "Frank Pro-Fonts” von Anton Studer in dem Buch sehr gut. Schöne Schrift, die gut zum Thema passt.
Pressetext
Zeitgeist auf zwei Rädern. Einblicke in Haltung und Ästhetik, die die bunte Welt des derzeitigen Fahrradkults so faszinierend machen. Radfahren ist Zeitgeist. Mit steigenden Benzinpreisen und wachsendem Umweltbewusstsein steigen auch die Verkaufszahlen von Fahrrädern deutlich an. Aktivität wird zu Aktionismus wird zu Lebensgefühl. Sich so zu bewegen heißt Teil einer Bewegung sein.Velo ist eine visuelle Reise in die abwechslungsreiche Welt des Radfahrens. Das Buch zeigt die verschiedensten Gruppen innerhalb der Fahrradszene: extreme Zweirad-Globetrotter, Fahrradboten auf Fixed-Gear-Rädern mit einem festen Gang ohne Schaltung ohne Bremsen, Radler auf dem klassischen Hollandrad, modebewusste Velo-Fahrer auf historischen Rennrädern und Innovationshungrige auf den neuesten Hightech-Rennmaschinen und e-Bikes. Es bietet Einblicke in die Fertigungshallen der großen italienischen und französischen Fahrradmarken und in die Werkstätten einer neuen Generation leidenschaftlicher Rahmenbauer in den USA.
Velo zeigt das Design und die visuelle Ästhetik der aktuellen Fahrradkultur anhand von T-Shirts, Mützen, Taschen, Flyern und allerlei Sonderausstattungen, wie den sogenannten Spoke Cards Karten, die bei Fahrradkurierrennen als Startnummern in die Speichen gesteckt werden. Zudem untersucht das Buch den Einfluss, den die ganze Entwicklung oder Bewegung um den Drahtesel auf die zeitgenössische Kunst hat. Darüber hinaus dokumentiert Velo aber auch die Bedeutung des Fahrrads auf dem Land und in der Stadt. Es stellt innovative Konzepte der Stadtplanung vor, wie die neuen Radwege, die derzeit in New York und Kopenhagen entstehen. Velo ist die Schnellspur in die unterhaltsame und gesellschaftlich relevante Themenwelt des Radfahrens, offen für alle, die sich aus professionellem Interesse oder aus privater Leidenschaft für die Welt auf zwei Rädern interessieren.
Velo – Bicycle Culture and Design
Editors: R. Klanten, S. Ehmann
Herausgeber: Die Gestalten Verlag (April 2010)
Sprache: Englisch
Umfang: 240 Seiten, full color
Format: 21 x 26 cm, Softcover
ISBN: 978-3-89955-284-3












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Joshi
Gestalterische Langeweile, leider mal wieder. Auffällig ist, das dieses sogenannten Trendbücher immer langweiliger werden, weil die Verlage alles immer schnell und billig haben wollen und die Designer keine Ideen mehr haben. Man hat das Gefühl, das die Trendgeile Masse so Bücher, die aussehen, wie eine amateurhaft zusammengeschusterte Diplomarbeit, aber ganz toll finden, sonst würden die Bücher ja nicht so aussehen. Je schlechter desto besser. Die hier präsentierten Bücher werden nur aufgrund der Tatsache gerettet, dass sie auf einem unruhigen Hintergrund fotografiert wurden, so wirkt das Gesamtbild zumindest etwas lebendig, übrigens auch ein Trend der zu beobachten ist.
Julia
Ich kann mich deiner Meinung nicht anschließen. Klar, Fixed Gear ist ein Trend, aber das hat meiner Meinung nach wenig mit der Gestaltung der drei vorgestellten Bücher zu tun. Ich finde die Mischung aus gestalterisch reduziert eingesetzten Infos und teilweise sehr interessanten Fotos spannend - das hat nichts mit Ideenmangel zu tun.
Und die Bücher auf Asphalt zu fotografieren ist doch angesichts der Thematik sehr passend, finde ich ...
CLMNZ
beim vorletzten Bild auf der rechten Seite fehlt die Kettenspannung.
Als durch und durch Vorbelasteter würd gerne mal in den Büchern blättern.
Kurierräder und Räder von gscheit trainierenden Fahrern sollte man mal im Winter knipsen ...
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