Adel - Zwischen Anmaßung & Höflichkeit / Diplomarbeit von Dennis Wellbrock

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Das Buch "Adel - Zwischen Anmaßung & Höflichkeit" beschäftigt sich in drei Teilen mit der Kommunikation, Definition und dem Ursprung des Adels.

Ziel war es, ein möglichst grosses Spektrum der Adelswelt darzustellen. Und neben den historischen Aspekten auch den psychologischen nicht zu vernachlässigen. Themen des Buches sind u.a Rituale, Heraldik, Symbolik, Adel als Selbstbild, Familie als Instrument, Entwicklung von Europa aber auch Sachen wie z.B. der Tagesablauf von Ludwig XIV. Viele verschiedene Teile, die das Gesamtbild Adel zeigen sollen, werden hier informativ dargestellt. Neben den historischen Fakten, soll auch ein Gefühl vermittelt werden, wie sich der Adel selbst gesehen hat. Und womit Sie versucht haben, dieses Selbstbild darzustellen.

Das Buch hat 152 Seiten und ein Format von 24 x 29 cm, gedruckt auf Munken Pure 130g. Bei verschiedenen Themen arbeitet es noch zusätzlich mit einer dritten Seite, die aufgeklappt werden kann.

Dennis im slanted-Interview:

slanted_Gib uns bitte ein paar Informationen über Dich und/oder die Firma, für die Du arbeitest.

Ich heisse Dennis Wellbrock und habe im Sommersemester 08 mit dieser Arbeit meinen Abschluss an der Design Factory International in Hamburg gemacht. Nach verschiedenen Praktikas und Tätigkeiten für u.a. Mutabor, FischerAppelt oder Mädcheundjongens bin ich nun auf Jobsuche.

slanted_Was ist Deine Grafikdesign Richtung? Wie würdest Du Deinen Stil bezeichnen? Wo liegen Deine Stärken?

Ich bin ein Liebhaber der Print-Medien. Dadurch liegt mir dann auch die Typografie besonders am Herzen. Diese Vorlieben setze ich dann am liebsten im Corporate und Editorial Design ein. Allgemein kann man wohl sagen, das ich eher die reduzierte Gestaltung bevorzuge, die durch Details glänzt. Ich liebe es, die kleinen "Nebensächlichkeiten" zu gestalten und zu entdecken.

slanted_Wo arbeitest Du am liebsten?

Das ist unterschiedlich. Ich kann sehr gut allein zuhause rumwerkeln aber auch in einem vollen Büro. Mal braucht man halt seine Ruhe und mal ist es von Vorteil, wenn einem das Leben die volle Breitseite gibt.

slanted_Was inspiriert Dich?

Alles, meistens. Ich glaube jeder Designer geht mit offenen Augen durch die Welt und versucht interessantes einzufangen. Und das kann überall passieren und ich versuche, so oft es geht etwas genauer hinzuschauen.

slanted_Welche Bedeutung hat für Dich Design?

Design ist mein Job und meine Leidenschaft. Eine Kombination, bei der ich sehr glücklich bin, dass ich sie gefunden habe. Generell sollte Design Informationen transportieren, Dinge interessant machen und begeistern.

slanted_Kannst Du uns eine kleine Beschreibung Deiner Arbeit geben?

Meine Arbeit setzt sich in drei Teilen mit der Definition, Kommunikation und Ursprung des Adels auseinander. Das Buch möchte einen möglichst grossen Bereich der Adelswelt vermitteln und unterhaltsam darlegen. Wichtig war es mir dabei, nicht nur die historischen Ereignisse darzustellen, sondern auch zu versuchen ein bisschen hinter die Fassade des Adels zu schauen. Was hat den Adel ausgemacht? Wie hat er sich selbst gesehen und wie wurde er von anderen gesehen? Wie hat er seine Werte transportiert? Das waren Fragen die ich mir gestellt hatte.

slanted_Warum hast Du diese Arbeit gemacht? Wie bist Du auf die Idee gekommen? Was steckt dahinter?

Ziel war es eigentlich immer, am Ende ein Buch in den Händen zu halten. Und ich wollte gerne ein Thema behandeln, das mir viele Möglichkeiten bietet und wo ich viel recherchieren muss. Ich wollte mich einmal so richtig in etwas vertiefen können. Und dann kam ich irgendwann auf den Adel. Der Einstieg war die Heraldik, also die Wappenkunst. Mich hat dieses systematische darstellen gereizt und es ist auch ein sehr grosses Thema in meinem Buch. Und ich fand es interessant, das hier eine Gesellschaftsschicht war, die sozusagen sehr viel Wert auf Image gelegt hat. Das ganze Leben war ja stark ritualisiert, durch viele Handlungen sollte eine Aussage getroffen werden, ein zur Schau stellen des Status und der eigenen Fähigkeiten. Ob die nun vorhanden waren oder nicht. Mich hat einfach diese ständige Kommunikation auf verschiedenen Ebenen gereizt, die der Adel an den Tag legte.

slanted_Was möchtest Du mit Deiner Arbeit erreichen/aussagen?

Ich wollte einfach versuchen, das Thema interessant darzustellen. Es gab da sehr viele Informationen, die es verdient hatten mal grafisch aufbereitet zu werden. Man kann sehr sehr viel über den Adel lesen, ich habe nun versucht auch die visuelle Ebene nicht zu vernachlässigen.

slanted_Wie/Wo wäre die ideale Anwendungsweise?

Auf der Nummer 1 der Bestseller-Liste. Nein, ich denke das Ziel eines Buches sollte immer sein von möglichst vielen gelesen zu werden. Aber jetzt irgendwie einen Verleger zu finden, war da nicht unbedingt meine Ambition.

slanted_Arbeitest Du eher darauf los oder gibt es lange Konzeptionsphasen?

Ich denke das kommt auf das Projekt an. Bei dieser Arbeit musste natürlich schon eine längere Konzeption erfolgen. Was für Inhalte möchte ich darstellen? Wie passt es zum Thema? Komme ich an diese Inhalte überhaupt ran? Ein gutes Konzept ist natürlich wichtig, ganz klar.

slanted_Wie lange hast Du an Deinem Werk gearbeitet?

Wir hatten ein Semester dafür Zeit, also 6 Monate. Also sagen wir mal, ich habe 4,5 Monate daran gearbeitet.

slanted_Wer hat Dich betreut und wie hast Du davon profitiert?

Hauptsächlich wurde ich von Tom Leifer, einem unserer Coaches und Dozenten betreut. Ich glaube so eine Begleitperson ist immer wichtig, um einfach Meinungen zu erhalten zu verschiedenen Wegen und professionellen Input zu erhalten.

slanted_Hast Du Deine Arbeit handgemacht (gedruckt, veredelt etc.)?

Das Buch wurde extern gedruckt und von einem Buchbinder gebunden.

slanted_Hast Du Vorbilder? Was interessiert Dich an dieser/n Person/en? Welche Arbeiten gefallen Dir?

Ich glaube, bestimmte Vorbilder habe ich nicht wirklich. Klar gibt es viele Agenturen oder Personen die man schätzt, halt weil sie einfach gute Arbeit machen.

slanted_Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Erstmal würde ich jetzt gerne eine nette Agentur in Hamburg finden, wo ich mich weiter entwickeln kann. Vielleicht findet sich ja auch durch diese Geschichte hier was. Wer sich angesprochen fühlt, darf sich gerne bei mir melden unter dennis.wellbrock(at)gmail.com / www.denniswellbrock.de.

slanted_Danke für das Interview und viel Glück!

Und hier ein paar Bilder!










Gast500

Der „Flattersatz” ist furchtbar.

Gast

Sehr schöne Gestaltung! Themenbezogener Grafik-Stil, aber trotzdem modern!

Das erste Kommentar mit dem Satz "Der Flattersatz ist furchtbar" zu beginnen
ist absolut unverschähmt. Da ist wohl jemand unfähig konstruktiv
zu kritisieren...

DennisW.

Na, hier tut sich ja schon was.

Ich muss schon zugeben, das ich teilweise den Flattersatz nicht mit der letzten Sorgfalt behandelt habe. Natürlich sind längere Kommentare aber trotzdem immer lieber gesehen.

Konstruktiv

Stimmt. Eine Kritik mit "Der Flattersatz ist furchtbar" zu beginnen zeugt nicht von "Höflichkeit", aber leider IST der Flattersatz eine "Anmassung". Und eine kritik mit "Sehr schöne Gestaltung!" zu beginnen IST aber auch nicht gerade konstruktiv sondern vielmehr subjektiv. Konstruktiv wäre vielleicht, wenn man sagen würde: "Lieber Dennis, achte doch beim Flattersatz darauf, dass die zweite Zeile eines Textabschnitts länger ist, als die Erste und dann immer schön abwechselnd: kurze Zeile/Lange Zeile. Was auf gar keinen Fall im Satzbild entstehen darf sind "Treppen", "Bögen" oder "Kerben", wie man auf dem letzten Bild sehr gut erkennen kann...

Gast500

Soll ich jetzt ernsthaft bei einer DIPLOMarbeit konstruktiv erklären, wie ein guter Flattersatz auszusehen hat?

Gast

Der Flattersatz ist leider ehrlich sehr schwach! Getsaltung und Thema totlangweilig!!!

Julia

Bitte meldet euch an, damit sich nicht immer nur "Gäste unterhalten". Dass der Flattersatz furchtbar sei, ist vielleicht nicht besonders nett ausgedrückt - aber hey, ein Flattersatz sollte nun einmal flattern und nicht mit dicken Bäuchen auf dem Papier stehen. Das ist immer mit viel Arbeit verbunden, Zeile für Zeile durchzugehen, sollte aber bei einer Abschlussarbeit drin sein...vielleicht ist es auf den anderen Seiten ja besser.

DennisW.

Ach Leute, bis jetzt sind für mich alle Kommentare im Rahmen. Ich finde auch den ersten ok. Der Flattersatz ist und war mir auch vorher schon bewußt, den Schuh muss ich mir anziehen. Ich seh das sportlich, steh wieder auf und werde den nächsten Wettkampf gegen Herrn Flatter in Angriff nehmen.

till

das thema find ich zwar nicht so spannend, aber die gestaltung passt schon gut. die ornamentalen elemente bei pauly harmonieren nicht so richtig, scheint mir.
welche schriften sind das? die kursive sieht mir nach der Hoefler Text aus ...

DennisW.

Die Kursive ist Farnham Display Swash, für den Fliesstext wird Farnham Text eingesetzt.
Für die Headlines dann die Absara.

Gast

90er jahre design - gähn! Hat keinerlei kraft!

Gast

neidisch? meine güte.

Gast

Und was zeichnet dann das Design des 21. Jahrhunderts deiner Meinung nach aus?

JackieTreehorn

Das ist ja wieder mal wieder ein echtes Paradebeispiel für die mittlerweile schon fast legendäre destruktive Gesprächskultur in der deutschen "Typo-Szene". Man fühlt sich ja schon fast (na gut, nicht ganz) an Moimel erinnert, falls das jemandem hier noch was sagt ... ;)

Soweit sich die Gestaltung beurteilen läßt, finde ich Deine Arbeit sehr ansprechend. Und zum Flattersatz wurde ja schon genug Senf gegeben. Aber damit stehst Du wahrlich nicht allein.
Was mir mißfällt: Absara atmet einen ganz anderen Geist als der Rest Deiner Gestaltung und wirkt somit fehl am Platz. Farnham, fettfeine Linien und Spitzfeder-Schnörkel, die leider auch von keiner guten Qualität (Bickham anschauen!) sind, harmonieren grundsätzlich viel besser und passen auch zum Thema.
1850 - 1914 müßte 1850–1914 heißen, und bei Höflichkeit dürfte keine fl-Ligatur stehen.
Typefacts is gonna come ...

Ich hoffe, das war konstruktiv! ;)
Viele Grüße,

Christoph

Christian

Mir ist dieses solide "90er-Jahre-Design" tausend mal lieber als die 10.000ste pseudozeitgeistige Gestaltung... Da wird sich doch eh nur noch selber kopiert:
Schwarz-Weiß, viel Weißraum, strenges Raster, eine eigentlich aus der Zeit gekommene Antiqua oder Grotesk.... Gähn.

CHris S

Ich finde es immer extrem schwierig, ein Buch aufgrund von einigen Fotos zu beurteilen und eine fundierte Kritik abzugeben. Eigentlich müsste man es in der Hand halten, das Gefühl beim aufschlagen, das Papier und Gewicht in den Händen spüren ..
Die Gestaltung finde ich solide und bis auf den bereits ausreichend erwähnten Flattersatz handwerklich gut umgesetzt. Das Cover gefällt mir,es wirkt selbst ein wenig wie ein Wappen, allerdings finde ich das die Ornamente bei den Innenseiten ruhig mehr Gewichtung verdient hätten (Möglicherweise als tragendes/verbindendes Element) Das ist aufgrund der Fotos schwer zu beurteilen. Das Thema "Adel", im ersten Moment verstaubt und steif - ein Thema das uns heute höchstens in der Boulevardpresse begegnet - ist tricky gewählt, da man viel daraus machen kann. Was du daraus gemacht hast ist (aufgrund der wenigen Bilder) leider echt schwer zu beurteilen. Du schreibst, du hast den Einstieg über die Logos (Wappen,Heraldik) des Adels gefunden und dich fasziniert diese "Gesellschaftsschicht (...), die sozusagen sehr viel Wert auf Image gelegt hat". Also die Corporate Identity des Adels. Oder zumindest das Corporate Design. Aus der Aussage auf die Frage, was die Arbeit bewirken soll, entnehme ich, dass das Thema im großen und ganzen visuell Aufgezeigt werden soll. Hast du auch über die Recherche hinaus Parallelen zu anderen gesellschaftlichen Bereichen mit visuellen Strategien (zB Politik, Wirtschaft ...) gezogen? Was ist der Kern des Buches?
Konkret: Wenn ich dieses Buch lese, was habe ich davon?

Richard

Was mir schleierhaft ist, ist wie eine einzelne Abschlußarbeit von so geringer Substanz hier gepostet wird. Von anderen Schulen werden die Diplomausstellungsposter gezeigt..
Die Arbeit ist so oberflächlich, dass bereits die wenigen Fotos ausreichen um die Gehaltlosigkeit zu erkennen.
SUPER BEWERBUNG ALS JUNIOR-AD. (Ich kann schnell was zusammenschustern was so aussieht als ob ...)
Lieber Dennis Wellerbrock, wenn Sie sich wirklich für Typografie interessieren, rate ich Ihnen weiter zu Studieren, am besten an der HGB Leipzig oder einer ähnlichen Schule. Die Grundlagen sind dafür ja vorhanden.

DennisW.

Ja sehr fein. Eine anregende Diskussion. Erstmal danke ich allen, die hier mal etwas genauer ihre Meinung kundgetan haben. Sowas hätte ich mal während des arbeitens daran gebraucht.

Und das ich 1850–1914 verpennt habe, hatte mich auch aufgeregt ;)
Unter Zeitdruck habe ich bei manchen Details leider ein wenig Schludrigkeit walten lassen, das kein anderer Korrektur gelesen hat, hat da sein übriges getan.

CHris S, einerseits spielt die "Corporate Identity" des Adels hier natürlich eine Rolle, die aber zu einem grossen Teil auch einer geistigen Haltung entspricht. Mir war es wichtig so etwas wie einen Rundumschlag zu dem Thema zu machen, den Adel von allen Seiten zu betrachten. Historie aber auch Psychologie des Themas, was oft vernachlässigt wird. Und Sachen wie die starke Ritualisierung des Alltags oder z.B. des Krieges ensteht halt aus dieser besonderen geistigen Haltung des Adels. Ziel war es, die Zusammenhänge zu verdeutlichen und nicht die einzelnen Verhältnisse zu betrachten. Wenn man das Buch wirklich lesen sollte (was keiner wirklich tut, verdammt) wird man halt ein bisschen von der Geschichte, hin zur Definition und dann zur Kommunikation weitergeleitet. Zusammenhänge, ist wohl so das Kernwort.

till

Richard: Ein Grund könnte sein, dass Slanted schlecht Arbeiten vorstellen kann, die sie nicht zugeschickt bekommen ...

Judith

Lieber Richard,

hier werden Arbeiten jeglicher Art gezeigt, zu verschiedensten Themen und in einer großen Vielfalt, um Inspiration zu sein... wir wollen nur in begrenztem Maße eine Auswahl treffen (da wir nicht alles posten können), denn wir wollen den Blog-Interessierten so viele Werke wie möglich zeigen.

(Die Ausstellungsplakate sollen übrigens auf die jeweiligen Präsentationen aufmerksam machen, so dass sich interessierte Leute die ansehen können.. natürlich erschließt das einzelne Plakat an sich nicht immer das Gesamtkonzept der Ausstellung und wirkt auf dich wahrscheinlich deshalb oberflächlich.)

Inspiriert es dich nicht, regt es dich nicht an, macht es dich nicht neugierig,... wenn du verschiedene Gedanken und Gestaltungsansätze von anderen Leuten ansehen kannst?
Natürlich bleiben aus Zeitgründen oder Gründen des Übersehens oder auch mal der Unaufmerksamkeit manche Fehler oder Unwissenheiten offen, aber hey... das macht doch nichts!

Dass Dennis sowie alle anderen hier konstruktive Kritik bekommen, ist doch super.. das bringt einen persönlich weiter.... sowohl den aufmerksamen Leser als auch den Gestalter des jeweiligen Projekts selbst. Aber die Kritik sollte konstruktiv bleiben und auch entsprechend rübergebracht werden. Deinen Hinweis bzgl. weiterem Studium finde ich eindeutig fehl am Platz und möchte dich darauf aufmerksam machen, dass du anhand dieser Bilder keinen Gesamtüberblick über das Diplom hast und noch weniger auf Dennis`gesamte gestalterische Fähigkeiten. Deshalb – danke dass du nächstes Mal bei konstruktiver Kritik bleibst.

Dennis kenne ich nicht und dieses Posting richtet sich nicht nur an dich, Richard, sondern an alle Leute hier, insbesondere der "Gäste", welche scharf kommentieren. Kritisch ist völlig in Ordnung, ich bin auch oft kritisch und hinterfrage. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen kritisch und unfreundlich.

Ich fände es sehr schade, würden hier immer weniger Arbeiten vorgestellt werden, weil sich die Leute die unfreundlichen (nicht: kritischen) Kommentare nicht antun wollen.

Dennis, ich finde fantastisch, wie du auf die Kommentare antwortest.. so kann sich doch eine anständige "Unterhaltung" entwickeln, welche Erfahrungen austauscht, zu Tipps verhilft und Inspirationsquelle sein können.... und die damit eventuell die Chance beinhaltet, die jeweils eigene Persönlichkeit, die eigenen Fähigkeiten oder Gedanken ein Stück (Pixelchen) weiterzubringen..

Ich jedenfalls habe daran große Freude, und wie man an dem Blog sieht: viele andere auch..
;)

CHris S

word up!

gggrafik

BIG up.

Richard

»Sowas hätte ich mal während des arbeitens daran gebraucht.«
Zitat Dennis W.

Ja verdammt. Dass es zu der Arbeit eine solche Kommentarfülle gibt, mit viel Kritik, zeigt, dass selbst bei der geringen Tiefe des Mediums [Internet] und der geringen Anzahl Beispielseiten [die vom Buch gezeigt werden] genug offene Flanken [in der Gestaltung desselben] sichtbar sind. Ich glaube nicht, dass 1 Mag/ 1 BLog dafür da sein können was 1 Designschule offenbar unterlassen hat.

Und nein, wenn ich viel mittelmäßiges, schnell zusammengeschustertes Grafikdesign zu sehen bekomme dann inspiriert mich das nicht, sondern ich zappe weg. Diese »Anmoderation« mit Formen&Gestaltungsfragmenten kann man in jedem (Mode-/Trend-/Lifestile-) Magazin besichtigen, wenn es darum geht mal schnell für 6 Seiten Modestrecke oder Prominenten-Interview einen Assoziationsraum zu schaffen, so wie 1 Burger schnell das Gefühl vermittelt etwas gegessen zu haben.

Kurz: ich hab schon wieder Hunger.

DennisW.

Richard, ich kann es nur noch einmal wiederholen. Ein leider grosses Problem, das ich hatte, war das ich mir nicht genügend Zeit zum korrigieren gegeben habe. Es musste in die Produktion, und ich hatte noch zu viele offene Stellen. Ich weiss sehr wohl, wie ein Flattersatz auszusehen hat, wann ein Halbgeviertstrich benutzt werden muss etc. Ob du mir das glaubst oder nicht.

Du kannst und musst mir auch vorwerfen, das ich die Übersicht verloren habe und mein Zeitmanagement beschissen war. Und das war ein grosses Problem. Bin ich selbst schuld dran. Kein Problem.

Aber ich habe schon in Agenturen gearbeitet und bin da gut klargekommen, deswegen kann ich dir versichern, das mir das auch weiterhin gelingen wird. Auch ohne weiteres Studium.

Bernie

Siehe Überschrift.

B.

Richard

Lieber Dennis,
dass du in Agenturen gut klar kommst stand für mich nie in Zweifel. Aber genau DAS sehe ich als Problem, es steht der Entwicklung eines bestimmten Qualitätsbewußtseins für Prnitmedien im Weg.
Alles Gute für dich!

till

ich wiederhole gern meinen vorschlag, dass künftige diplomandinnen und diplomanden lieber mal ihren besten textauszug zur arbeit dazustellen, mit sicherheit ist das interessanter als die (da sich ja jeder in der selben situation befindet, unumgänglich) sehr ähnlichen interview-antworten.

wenn man sich dennis webseite anguckt, glaube ich auch, dass wir uns keine sorgen machen müssen. schließlich ist man am ende des studiums erst am anfang seines lebens und man sollte seinen anspruch danach ruhig noch steigern. kunden blöde ideen auszureden und bessere vorzuschlagen, ist zwar mühsam, aber genau das ist unser job als qualifizierte designer.

nichtsdestotrotz, ich bin auch hungrig und würde mich über radikalere, bahnbrechende diplomarbeiten freuen. (und mit radikal meine ich nicht pseudo-rebellische, pseudo-innovative collagentechnik, sondern inhaltliche gedanken)

Linda

Die Wahl ein so vielschichtiges Thema wie dieses für seine Diplomarbeit zu treffen zeigt doch alleine schon, dass es Dennis nicht nur darum ging eine gute Gestaltung zu machen. Ich persönlich finde es sowieso sehr schade, dass viele Designstudenten sich bei solchen Arbeiten damit begnügen ein Corporte Design zu entwickeln welches bei viel Motivation noch eine Seite 2 des Briefbogens umfasst. Viel zu selten geht es doch wirklich um Inhalte und die tiefere Auseinandersetzung mit einem Thema (welches ich nebenbei bemerkt sehr spannend finde). Und gerade so komplexe Dinge zu behandeln wie Heraldik spricht doch für einen Grafik-Designer dem es nicht nur um ein oberflächlich-sauberes Layout geht sondern um den Transport von Inhalten.

Und wenn am Ende eines Projekts die Zeit davon läuft und das ein paar Schönheitsfehler nach sich zieht ist das noch lange keine schlechte Arbeit sondern eben eine durchdachte Sache mit ein paar Satzfehlern.

Nicole

Scheinbar zappt Richard doch nicht einfach nur weg. Schließlich kommt er ja immer wieder um neues zu schreiben. Jemand, den diese Arbeit hier kalt lässt, wäre ja nie wieder hier in diesem Bereich aufgetaucht.
Schön zu lesen, dass es so viele unterschiedliche Meinungen gibt.
Nicole

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