In almost every picture #10 / a Piglet

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In der neuesten Edition von “In almost every picture #10” von Erik Kessels dreht sich alles um ein Ferkel. Richtig. Ein Ferkel welches stets von Gästen gefüttert und das Ringelschwänzchen aufrecht gehalten wird. Eine amüsante schwarz-weiß Fotostrecke gedruckt auf rosafarbenem Papier.

Alles begann vor rund 40 Jahren – der Fotograf Michel Campeau fand zwischen der Foto- und Negativsammlung seiner Familie ein außergewöhnliches Bild von 1963. Eben mit diesem besagten Ferkel, geziert mit einer roten Schleife im Restaurant “Au Lutin Qui Bouffe”.

Vor gut 5 Jahren begann dann die ungewöhnliche Geschichte ins Rollen zu kommt, als er auf ein identisches Foto seines Freundes stößt. Damit war sein Interesse geweckt, es musste eine Reihe dieser Fotos geben. Mit einer Anzeige in einer Seniorenzeitschrift löst er eine Welle von Anrufen aus. Und seine Sammlung an identischen Abbildungen wächst – spannend zu sehen sind die zeitlichen Veränderung der Kleidungsstile und Einrichtungsstile auf den Fotoarbeiten, aber die Handlung bleibt die Selbe.

Der Gründer des Restaurants Joseph B. McAbbie begann mit den Ferkelschnappschüssen in seinem Lokal. Später schoss Jean-Paul Cuerrier abend für abend neue Fotos und hielt das Ritual auch nach McAbbie`s Tod aufrecht. 35 Jahre lang enstanden über 1000 Aufnahmen. Campeau's Sammlung mit rund 200 Fotografien ist schließlich nur ein kleiner Teil dessen. Das allabendliche Ritual im "Au Lutin Qui Bouffe" nahm unweigerlich sein Ende – das Restaurant wurde bei einem Feuer zerstört und somit auch das Archiv der Ferkelcollection.

Eine unscheinbare Sammlung mit einer spannenden Story dahinter. Der Grund für die Präsentation des Ferkels und die Fütterung von Restaurantbesuchern bleibt offen. Lasst Eurer Fantasie freien Lauf.

In almost every picture #10

Erik Kessels / Michel Campeau

Gestaltung: Erik Kessels

Verlag: KesselsKramer Publishing

Veröffentlichung: 2011

Umfang: 148 Seiten

Format: 15,5 x 20 cm

Sprache: Englisch

ISBN: 978-90-70478-35-3

Preis: 25 Euro






Oliver

Das ist doch ein alter Hut. Ob die konstruierte Geschichte dahinter wirklich stimmt? Da hat doch jemand auf dem Flohmarkt alte Fotos gefunden und daraus ein Buch gemacht. Wirklich sehr kreativ ... und dann noch das Schweinchen-Rosa ... ziemlich platt das Ganze.

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