Über Bayern / ein Buch von Ingrid Wenger

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„Gestalterische und inhaltliche Annäherung an Bayern
als identitätsbildendes Ideal und geliebtes Feindbild."

war laut Ingrid Wenger die Ausgangssituation und Inspiraton für Ihre Arbeit.

Sie hat das Buch 2007 als Diplomarbeit an der Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg eingereicht und damit ihr Studium in Kommunikationsdesign abgeschlossen. Das Buch wurde bereits mit dem ADC Nachwuchswettbewerb 2007 und dem DDC 2008 ausgezeichnet.

Weiter sagt sie:
„Bayern ist weltweit jedem ein Begriff, es steht für Werte und Tradition, für Technik und Fortschritt. Bayern wird einerseits belächelt, andererseits bewundert, gibt sich weltoffen und abgrenzend. Alles was über Bayern gesagt wird, stimmt. Und das Gegenteil stimmt auch. Bayern polarisiert. Das Buch greift Bayern als eben dieses widersprüchliche und vielschichtige Gebilde in Form eines „Theaterstücks" auf."

„Dann mach’ ma’ hoit a Revolution, damit a’ Ruah is!“ (Oskar Maria Graf)

ÜBER BAYERN beschäftigt sich in drei Akten mit Eigenarten, Klischees, Heldenfiguren, dem Alltag, sowie skurrile Geschichten rund um den Mythos Bayern. Das Buch wird durch eine Webseite erweitert und Bayern sinnlich erfahrbar: Gibt man bestimmte Begriffe aus dem Buch auf der interaktiven Website ( www.ueber-bayern.com ) ein, entfaltet sich dort das bayerische Gefühl: Es wird frohlockt, gesungen, geflucht und vieles mehr. Eine erfrischend selbstironische und herrlich widersprüchliche kulturelle Wilderei durch den Freistaat.














ÜBER BAYERN kostet 29,80 € und ist über www.ingridwenger.de zu beziehen.
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Herausgeber: Ingrid Wenger
Verlag: BILDER SALON Verlag
ISBN: 978-3-9812171-0-0
Umfang: 116 Seiten
Format: 22 x 26 cm
Verarbeitung: vollfarbig, Hardcover mit Fadenbindung
Druckveredelung: Goldfolienprägedruck auf Cover und Buchrücken
Papier: Design-Naturpapier, Munken Lynx, 150 g/qm
Preis: 29,80 Euro

Gast

Ja, die Bayern sind ein komisches Volk und nicht überall in der Republick ausreichend beliebt. Wo im Buch allerdings die Ironie steckt, kann man leider auf den Bildern nicht erkennen. Gibt es denn irgendwo etwas Aussagekräftiges zu politischen Irrwitzigkeiten im Freistaat? Oder sind es einfach nur nette Bildchen? Sieht doch eher nach Selbstbeweihräucherung einer bayerischen Studentin fürs bayerische Wohlfühlklientel aus. Wolln wir morgen Schuhplattln gehn? Und übermorgen verprügeln wir ein paar Randgruppen, weil Sie nicht in unser Weltbild passen. Ein Buch über Bayern sollte etwas kritischer sein!

Bettina

Wieso muß ein Buch über Bayern um alles in der Welt kritisch sein? Die Gestalterin schreibt doch ganz deutlich, was das Buch sein soll: »Über Bayern beschäftigt sich in drei Akten mit Eigenarten, Klischees, Heldenfiguren, dem Alltag, sowie skurrile Geschichten rund um den Mythos Bayern.« Hätte die Gestalterin ein Buch über bayerische Atomkraftwerke gestaltet, sähe es sicherlich anders aus.
Ganz generell: Muß eigentlich jede Designarbeit einen kritischen Aspekt haben (... vielleicht ist dieser Anspruch vielleicht krisenbedingt?) oder darf es zur Abwechslung auch einmal einfach nur nett anzusehen, humorvoll und stimmig sein?
Und um dem Bayern-Klischee gerecht zu werden, wage ich zu vermuten, daß mein Vorkommentator sicherlich "a Preiß" ist ;-))

Gast

Hmm Bettina, habe nochmal über meinen Kommentar vom 18. September nachgedacht und ich weiß inzwischen, dass ich ein ziemlicher Pfosten war (und bin). Seit meinem bösen Sturz, damals, beim 4. Bochumer Schuhplattl-Wettbewerb. Allerdings muss ich zu meiner Entschuldigung sagen, dass ich in der Republick nicht ausreichend beliebt bin und mich daher ganz gern mal zusammen mit anderen Randgruppen verprügeln lasse. Vielleicht übermorgen? Inzwischen mag ich das Buch gern, ich bin nämlich auch wieder regelmäßig am Trinken. Gibt’s das Buch irgendwo im Raum Bochum zu kaufen? Internet hab ich keins. Dancke.

M. W.Reichert

Griaß Ehna und nix fia unguad. Hab mich gefreut bei der Suche nach einem Zitat das vermutlich fälschlicherweise immer Oskar Maria Graf zugesprochen wird auf Ihre Seite zu stoßen. Schön was sie da gemacht haben. Aber zurück zu dem Zitat: " Na machma hoid in Gotts Nahm...." Dieses Zitat stammt ,so habe ich es einer anderen Quelle (Der Grant,Blues des Südend von Thomas Grasberger) entnommen von einem Dreher der von Oskar Maria Graf zitiert wird. (http://books.google.de/books?id=GVYDAWHZZy4C&pg=PT66&lpg=PT66&dq=oskar+m...
Beste Grüße, M. W. Reichert

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