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Bloom

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Bloom ist ein Magazin der außergewöhnlichen Art. Es nähert sich dem Thema Lifestyle über die Blumen- und Pflanzenwelt. Trends werden durch die Flora interpretiert, die Gestaltungs-Möglichkeiten der Gewächse werden ausgetestet. Die Natur dient als Quelle der Inspiration für Bereiche wie Mode, Print und Design.

Damals wurden wir aus dem Paradies vertrieben. Hier finden wir es wieder. Back to nature, diese ist schließlich unser Ursprung.

Inhaltlich findet man in Bloom Themen wie: die Pflanzenapotheke der Schamanen, eine Liebeserklärung an die Palme, organische Keramik aus Afrika, von der Natur inspirierte Mode, Textauszüge von Shakespeare, u.v.m..
Bloom ist sehr stark bildorientiert. Die wunderschönen Fotos scheinen oft einem Zauberreich zu entspringen. Nur im Bezug auf die Typographie könnte man einiges verbessern. Denn diese kommt meist zu plump daher - gerade zu diesen schönen Bildern. Ob für das Finetuning keine Zeit mehr war oder die Typo so gewollt ist – man weiß es nicht.

Ein weiterer Kritikpunkt: Zwischendurch finden sich Doppelseiten mit computer-generierten Blumenmustern, die etwas fehl am Platze wirken und nicht einmal einem ästhetischen Anspruch gerecht werden. Mir persönlich gefallen sie jedenfalls nicht. Zweck und Absicht dieser "Einbrüche" ist nicht ersichtlich, vielmehr scheint es, als wäre einfach noch Raum gewesen, der irgendwie gefüllt werden musste.

Zugegeben, mit 46 Euro ist der Preis für das Magazin recht stattlich. Doch dafür findet man darin keinerlei Werbung. Zudem ist Bloom sehr erholsam anzusehen – wie ein Spaziergang im Grünen, ein Kurzurlaub in Magazinform, die Rückkehr ins Paradies.

Um nun mit den Worten eines alten Amazonas-Bewohners zu enden: "God is great, but the forest is greater.".

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