booklet02.jpg
Seit Monatg ist die neue Coldplay auf dem Markt. Wer kann mir helfen, das Cover und die Innenseite zu entziffern? Es geht irgendwie um Pictogramme welche mit Buchstaben und Zahlen in Zusammenhang stehen. Aber die tiefere Bedeutung habe ich nicht verstanden. Und Bedeutung muss es geben, bei einer Band die so hungrig auf Weltverbesserung ist! (Im Booklet ist eine Link-Liste mit Organisationen wie annesty, greenpeace,planetsave, worldvision etc.).

Jürgen Siebert

Es soll sich um einen Binärcode handeln, der 1870 von einem Franzosen namens Emile Baudot entwickelt wurde.

Details: http://www.stereoboard.com/artistnews/news-1023.html

J

HD Schellnack

A very Saville idea ... :-D

kai

würde mich gerne damit ausseinandersetzten, wenn ich coldplay nicht so absolut unhörenswert finden würde...

ich weiss nicht warum, aber die musik geht kein stück an mich....ich fand u2 und die simple minds schon immer zum kotzen mit ihrer selbstgerechten art und ihrem sirenenhaften gesang.....ja, ich glaube daran liegts!

....ist mir irgendwie alles zu glatt!

kai

und dieses bedeutungsschwangere cover passt ja dann auch perfekt zur musik....

CHR15

exakt, HD! isser's?

CHR15

bei allem was man derzeit von jobs/gates so hört, dachte ich spontan an den neuesten microsoft-bug, der das apple-logo schändet...

bernd

CHR15, der war gut ;)

Lars

> jürgen. danke für den link!!!
> kai: geschmacksache
> chr15: sehr gut

mir gefällt an einem cover wenn es nicht platt die band/musiker abbildet. das motiv ist oft ein viel stärkeres icon als ein gruppen-foto. ich mag es, wenn grafik reibung erzeugt. das cover von coldplay ist radikal, rätselhaft, einfach und doch sehr komplex (in seinem mysterium).

Tumor

Die Singles Dazu:

Ich fand die alten Cover gestalterisch zwar nicht so spannend, aber in jedem Falle der Band und dem Image entsprechender. Das XY cover gehört für mich auf eine Vinyl, aber nicht zwischen Tausende Cds bei Karstadt ins Regal, denn Wer Coldplay kennt läuft an der Cd gnadenlos vorbei und denkt warscheinlich noch das da was aus der Elektro-Sparte durch Zufall reingerutscht ist.
Zu Breakbeats könnte ich mir das Cover, in Kantigkeit und Unterbrechung gut vorstellen, aber die Musik von Coldplay spiegelt das meiner Meinung nach nicht ein Stück wieder.

Beispiel Schiller:

Neue Wege gut und gerne, aber ob das wohl funktioniert...

kai

>> mir gefällt an einem cover wenn es nicht platt die band/musiker abbildet.

es gibt zwischen platt die band abbilden und rätselhafter, reibung erzeugender grafik noch so viel dazwischen....und dieses dazwischen gefällt mir....

natürlich ist es geschmacksache, lars...aber wenn wir jeden negativen kommentar damit kontern, könnt ihr bald das forum schliessen...

erzählt doch mal, was euch an coldplay gefällt und ob das cover zur musik passt...

gebe tumor vollkommen recht....auch wenn es wie gesagt in seiner überheblichkeit dann doch wieder passt...

also, ihr coldplay fans (also alle zwischen 5 und 99, musik für die ganze familie, aaahhh), sagt mir, warum die musik so hörenswert ist..interessiert mich wirklich...vielleicht kaufe ich mir die scheibe ja doch noch??!?!

Heinrich

hallo kai, wenn ich bier trinken würde hätte ich dich jetzt eingeladen :-)

ich habe früher zwar U2 gehört (als ich 16 war und die texte nicht verstehen konnte), heute finde ich musik dieser art auch zu platt. das cover von coldplay könnte optisch zu KRAFTWERK passen aber nicht für möchte gerne weltverbesserrocker.

zufällig habe ich gestern eine zeitschrift über instrumente in der hand gehabt und da war ein artikel über coldplay, ein zitatt ist mir im kopf geblieben
– wir wollen die beste rockmusik der welt machen.

tja, was soll man dazu noch sagen?

Lars

> kai: bei der diskussion um das cover ging es mir weniger um die musik als um die gestaltung. dein kommentar ist ok!

nun doch ein komment zur musik: coldplay ist nicht meine lieblingsband. aber hörenswert. ich höre alles...nur kein radio (ausser france-info und dlf).

(mein erstes live-konzert war status quo...vor 25 jahren...absolut geil!)

kai

ja, die sache mit dem radiohören ist schwierig....lasse mich gerne informieren während stupiden rechnersitzungen...das geht am besten mit radio...aber nur hr 1....da nehme ich auch gerne chris de burg, phil collins und supertramp in kauf....!

toller radiosender, interessante themen, schöne specials ab 20.00 Uhr!

noch kurz zum eigentlichen thema...ähem:

heinrich, schön, dass du das auch so siehst...bin sonst meist allein auf weiter flur mit meiner anti-coldplay haltung...!

habe gerade erfahren, dass die neue coldplay sehr von kraftwerk beeinflusst sein soll...na dann passt doch das cover wieder...nicht nur sound, sondern auch style geklaut..toll!

denise

pixel =elektro-mucke gilt nicht! hatten die white stripes nicht mal so´n video mit lauter pixelmännchen? und das hat trotzdem saugut gepasst!
find coldplay übrigens auch ziemlich gähn....

denise

ach und noch was bevor das mit dem code geklärt wark, saß ich doch echt minutenlang mit zusammengekniffenen augen und auf meinen stuhl vor und zurückrollend wie´n idiot vor´m rechner und war mir ganz sicher, dass ich jeden moment entziffern könnte was da steht... echt erbärmlich!

kai

coldplay solte eigentlich lauwarmplay heissen, oder?

übrigens denise: das white stripes video von michel gondry war aus legosteinen animiert...aber prinzipiell hast du schon recht..es gibt auch viele coverbeispiele im rockbereich, die rockuntypisch auftreten und auf gängige klischees verzichten...z.B. queens of the stone age, foo fighters usw...

egal wie, musik und auch die gestaltung muss von herzen kommen ..im falle coldplay vermute ich zuviel kalkül!

Noel

You motherfuckers - who the heck needs that coldplay-pain-in-the-ass bullshit (i'll give 'em a blow anytime soon) - you damn whiners.

Moi

Vielleicht isses der Code des Kopierschutzes. Steht Coldplay eigentlich für 'Vorspiel mit kalten Fingern'? Mmh.

Tumor

>Pixel nicht gleich Elektromusik
mag ja sein, dass es nun auch Rockbands gibt, die sich davon entfernen.
Vielleicht hätte ich das differenzierter erklären müssen. Bezogen war es vorallem auch auf Minimalismus in Grösse und Form im Bezug auf das Medium. Das kenne ich jetzt zumindest von keiner Rockband.
Aber zu aller anfang, wenn wir schon soetwas diskutieren müssten wir mal damit anfangen, auseinander zu pflücken was überhaupt noch ROCK ist. Coldplay wohl kaum und auch die Whitestripes leben nicht von Gitarrenriffen. Alternativ ist da besser gewählt, und erklärt vielleicht auch warum jene Gestaltung so und eine andere wiederum wieder so aussieht. Modest Mouse, Travis, Yo la Tengo, und vorallem auch Pearl Jam hatten nie Typische Cover, selbst die Jazzplatten (siehe Metheny von Sagmeister) haben sich weit von alten Stilen entfernt.
Typografie (das freut jetzt die Slanted-leser)ist und bleibt grösstenteils der letze Indikator auf Cd Covern, in einer Welt in der doch eh alles nur POP ist, oder nicht? Audioslave sind Pop, Marilyn Manson, in den Staaten sind es Rammstein und Slipknot,... usw usf...
Man kommt zu dem Schluss das letztendlich fast jedes Cover Poppig ist. XY ist es nicht. Das ist ja schon mal was, wenn etwas ohne auf trends ausgerichtet zu sein (Farbe und Typo, Anmutung der Fotografie) die Ladentheke erreicht...
aber gut.. das ganze führt sobeiso nur zu diskussionen über kapitalismus, massenpropaganda, manipulation von charts und und und denn warum die (Musik)Welt so aussieht hängt mal am wenigsten von unserem ach so freien Geist und Geschmack ab...
Sonst wüsste hier doch auch keiner wer Coldplay ist, weil es tausende Bands gibt, die ehrlichere und bessere Musik machen. (Coldplay kann ich mir schon anhören, finde auch etwas daran... und trotzdem...)

Matze

Coldplay galt es zu studieren und zu hören!

Idealerweise sollten Design und Musik verschmilzen, Ohr und Auge in der Selben sprache angesprochen werden. Nun bedarf es zur Analyse eines künstlerischen Erzeugnisses eine Auseinandersetzung mit demselbigen. Wenige Kunstwerke erklären sich von selbst. Sie verlangen ein aktives wahrnehmen. Ähnlich ist es wahrscheinlich auch mit dem cd cover der neuen coldplay X&Y. Das Design erschließt sich einem durch bewusstes hören. Kunst verlangt Aktivität im Geiste. Coldplay will bewusst gehört werden. Um über eine solche Band urteilen zu können, muss man Sie studieren, nicht einfach mal die gängigen Singelauskopplungen gehört haben und meinen man kennt Coldplay. Diese Band bewegt sich in musikalischen Ebenen, die noch keine andere Band zuvor betreten hat. Um dies zu erfahren lässt man sich ein auf die Musik, vergleicht die Alben, sichtet die Entwicklung und sucht nach wiedererkennbaren, vielleicht sogar gereiften Soundmustern. Die umsetzung des Designs passt exakt zu Coldplay. Auch das neue design der X&Y spricht im Namen von Coldplay. Dies erfährt man, wie die eigentliche Bedeutung eines Kunstwerkes durch das lesen der Darstellung. In unserem fall, durch das studieren der Musik. Also bitte, liebe Kritiker, macht es euch nicht ganz so einfach.

Und richtig, ich bin ein Coldplay fan!

Heinrich

matze, kunst ist nicht gleich design, gerade plattencover wollen doch kumunizieren und da hat kunst nichts verloren.
eine idee und die »passende« optik sind da gefragt.

da ich selbst sehr viel musik höre und sehr viel platten (vinyl) kaufe, bin ich was anderes gewöhnt als das was man beim sturn in der cd abteilung sieht, es gibt so viel interesante musik die man in keinem cd laden findet und die haben oft sehr gutes design von leuten gemacht die auch die musik lieben und verstehen, was man auch oft dem design ansieht, es hat jetzt nicht wirklich was mit coldplay zu tun, ich wollte nur sagen, dass es noch eine wahnsinig gute cover gibt die der »durschnitliche musikkonsument« nicht zu sehen bekommt, geht mal in einen dj-record-shop und schaut euch die sachen dort an.

Matze

Richtig Heinrich,

Kunst ist nicht gleich Design. Musik jedoch ist eine Kunstform. Und das Plattencover das visuelle Handout der Musik. Muss also genauso gelesen werden.
Aber du hast recht. Es gibt eine Menge spitzenmäßig gestalteter Plattencover. Im Elektronischen Bereich fällt mir da auf Anhieb das design von der englischen Band »unkle« ein. Und auf jeden Fall hat dein geschriebenes was mit Colplay zu tun.

Anderes Beispiel: Björk fotografiert sehr viel. Ihre Fotografien, so sagt sie, helfen den Höhrern Ihre Musik zu verstehen. Übrigens haben Coldplay bei der Gestaltung Ihrer Cover immer die Artdirection selbst übernommen.

Matze

Und Heinrich,

poste doch mal ausgewählte designs deiner Plattensammlung, interresiet mich voll. Ich stell auch mal was rein. Ich habe kürzlich eine CD von José Gonzáles gekauft, einem schwedischen Songwriter. Ich kann nur sagen, design! Mann, mann die schweden, da geht richtig was!

Heinrich

>poste doch mal ausgewählte designs deiner Plattensammlung, interresiet mich voll.

das macht zu viel arbeit, und ich bin eher faul.

aber man kann bei manchen online shops sich was anschauen, leider ziemlich klein und nicht alle sind sehenswert ;-)

http://www.dustygroove.com/
http://www.juno.co.uk/

kai

...matze: wie kommst du drauf, dass ich es mir einfach mache mit meiner kritik....??? keineswegs...deine kunsttheoretische abhandlung über wahrnehmung ist doch auf musik generell anzuzwenden (ist doch logisch, dass man seine lieblingsband über die alben hinweg verfolgt, songs und alben vergleicht...mehr entdeckt)...verstehe nicht, was das direkt mit coldplay zu tun hat???? du hast zwar viel geschrieben, aber nix geäussert, das SPEZIELL coldplay ausmacht!

>>Diese Band bewegt sich in musikalischen Ebenen, die noch keine andere Band zuvor betreten hat.

...sorry Matze, aber bei diesem satz musste ich gerade laut aufschreien und lache immer noch....!!!

ciao..ich bin raus!

Matze

IT WAS AL YELLOW.

kai

musik ist zum hören da, texte zum lesen und bilder zum anschauen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

kai

hier diskutiert man ebenfalls über das cover von coldplay.....:

http://www.designobserver.com/archives/003459.html#20

HD Schellnack

Im Design gibt es ein paar Bereiche, die auf der Rasiermesserspitze zwischen Dienstleistung und Kunst balancieren. Magazin, Plakat, Buchcover... und vor allem und seit jeher das Plattencover. Dabei kann ein Cover den Stil der Band oder Musik, die es darbietet, widerspiegeln, muß es aber wirklich nicht. Manchmal prägt auch der Look die Wahrnehmung der Musik. Savilles Cover sind seit langem der einzige Grund, New-Order-Platten zu kaufen.
Das Cover, obwohl das Booklet innen die Kraft nicht durchhält, ist schlicht, simpel, idea-driven und sieht einfach gut aus. Und fertig. Mehr muß doch nicht. Das Coldplay bekennende Kraftwerk-Fans sind, macht dann eben zusätzlich etwas Sinn. Das es an sich auch schön ist, eine so elegische Musik so gegen den Strich sachlich zu verpacken, daß die Platte auch eine kommerzielle Verweigerungshaltung à la Joy Divisoion /New Order darstellt (wenn sie auch wahrscheinlich einfach nur deren Ideen appropiiert) finde ich auch gar nicht so daneben.
Die Platte an sich ist vorhersehbar und die Coldplay-Epigonen wie Doves sindirgendwie längst besser zu hören, aber sie ist beileibe auch nicht so tragisch wie ich erwartet habe, sehr angenehmer Wohlfühl-Pop.

CHR15

> design kann keine kunst sein > design kann keine kunst sein

CHR15

?

CHR15

und matze: wo ist AL YELLOW?

Matze

Verzeiht den Blöden Tippfehler Leute! Sollte natürlich …all yellow heißen. »Yellow« ist übrigens der erste große Coldplay durchbruch.
Textauszug:
-----------------------------------------------------------
I drew a Line, I drew a line for you, oh what a thing to do, and it was all yellow.
-----------------------------------------------------------
In der DVD »Coldplay Live 2003« gibt es einen kleinen Film anzuschauen, so eine Art Tour Diary. In diesem Film fährt der Basser mit dem Auto durch die Stadt. Der Film ist schwarz/ weiß. Manchmal fährt er jedoch an Objekten vorbei, die in diesem Film gelb eingefärbt sind. Vielleicht abstrahiert die Band die Essenz Ihrer Musik auf die Farbe gelb. So wie ich finde ist gelb auch ein gute Beschreibung für die Music von Coldplay. Wenn man mal von der zwiespältigen, symbolischen Bedeutung absieht.

CHR15

weeeß ick doch, matze.
'parachutes' find ick doch ooch juut.

Steffen

Hallo,

ich bin der größte Coldplay-Fan unter der Sonne. Chris Martin ist ein absoluter Übermensch zu dem ich von ganz unten aufschauen muss. Er ist wohl nicht von dieser Welt.

Ich stimme Matze absolut zu. Diese Musik hat es noch nicht gegeben. Ich fand die ersten beiden Alben schon herausragend. Aber das dritte jetzt ist noch um längen besser. Habe mich anfangs nicht herangetraut es zu hören. Weil ich Angst hatte enttäuscht zu werden. Aber jetzt wo ich durch bin damit (ich höre seid 3 Tagen das Album rauf und runter) kann ich nur sagen, meine (nicht unbedingt niedrigen) Erwartungen wurden um längen übertroffen!

Dieses Album hat mich angeregt, ein Gedicht zu schreiben. Für alle, die in der Schule nicht aufgepasst haben, es ist übrigens ein Sonett:

Ich schwimme durch ein Meer voller warmer Klangfarben.
Es sind Töne von hellem gelb und hellem grün.
Ich scheine durch das mollig warme Wasser hindurch zu schweben.
Die Wellen weisen mir den mit Watte gepolsterten Weg.

Mein Herz glüht voller Trauer und Lebensfreude.
Das warme Etwas durchdringt meine Poren und flutet mich von innen.
Ich gebe mich dieser alles einnehmenden Übermacht hin,
und denke fragend: "Bin ich verliebt?"

Plötzlich geht alles ganz schnell!
Die Töne scheinen zu schwinden!
Mein Herz rast vor Angst!

Mein Körper versucht sich gegen Etwas zu wehren,
auf das er keinen Einfluss hat:
Coldplay ist aus.

Naja, eigentlich wollte ich nur einen Text schreiben und plötzlich stand wie von Geisterhand diese Gedicht da. Es ist übrigens mein Erstes. Und alles nur wegen dieser Musik.

Ich bin selber auch musikalisch veranlagt (spiele Gitarre und singe dazu) und habe mir erstmal die Akkorde von "Fix You" und "Swallowed In The Sea" rausgesucht. Man, sind die geil die Lieder!

@Kai: Versuch mal Dich drauf einzulassen und nicht gleich abzublocken, weil Du im Hinterklopf denkst: "Ach diese scheiß Mainstream-Kacke. Da mach ich nicht mit!" Wenn Du es wirklich wissen willst, dann versuche mal den wahren Einstieg mit "Fix You". Ich habe es mittlerweile ca. 200mal gehört. Und es ist immer noch geil. Danach empfehle ich die "Swallowed In The Sea". Das geht auch ziemlich schnell ins Ohr.

Gut, jetzt könnt Ihr mich fertig machen ;)

bla

dfs

Heinrich

wer bahauptet, dass seine leiblingsmusik oder band das beste ist und es vorher so was nicht gab und blabla, der tut mir echt leid.
ich liebe musik und kann ohne nicht leben aber ich würde mir nie wagen es zu behautpten, dass ich die beste musik der welt höre, ich mag keine überzeugte fanatiker die blind durch leben gehen.

>>Versuch mal Dich drauf einzulassen und nicht gleich abzublocken

das ist echt billig, denk mal dran – es gibt leute die vielleicht viel komplexere musik hören und so was wie z.b. coldplay nach eine minute durchschauen und nichts für sich finden – warum sollten sie sich damit quellen?

Steffen

@Heinrich: Es ist doch so: Jeder hat seinen eigenen Geschmack. Und wenn Dir Coldplay nicht gefällt, habe ich gar nix dagegen. Mir gefällt ja auch "YMCA" nicht.

Aber Kai meinte doch, er wolle von so Leuten wie mir überzeugt werden. Und das habe ich damit versucht.

Und richtig. Ich bin total überzeugt von der Musik. Es kann auch sein, und wird auch so sein, dass es irgendwo noch was Besseres gibt. Ich habs aber noch nicht gehört.

Ich hatte da bei Kai eine innere Blockade rausgehört (so zwischen den Zeilen). Naja, muss ja nicht richtig sein. Aber ich dachte, ich probiers mal... :)

Steffen

@Heinrich: Und Du hast recht. Die Coldplay-Mucke ist alles andere als komplex. Das sind ganz einfache Akkorde. Und das fasziniert mich auch so an der Musik.

Heinrich

Steffen, der matze schreibt
>>> Coldplay will bewusst gehört werden. Um über eine solche Band urteilen zu können, muss man Sie studieren...

du sagst
>>> Die Coldplay-Mucke ist alles andere als komplex. Das sind ganz einfache Akkorde

da gebe ich dir auch recht.

musik die man »studieren« sollte braucht die welt nicht, musik ist zum genissen da.

Steffen

Heinrich (der Große ;) ) schreibt:
>>> musik die man »studieren« sollte braucht die welt nicht, musik ist zum genissen da.

Dann wird das wohl auch so sein! Oder nicht? Also, mir ging es wie gesagt auch so. Das neue Album geht nicht so leicht ins Ohr. Aber wenn man sich da erstmal reingehört hat, dann läuft's.

Ich probiers mal mit nem Vergleich. Es ist wie ein großer Berg, den man überwinden muss. Man steht davor, schaut hoch und sieht das Ende nicht und denkt, dass man das nie schaffen wird. Dann beginnt der Aufstieg. Es fallen einem Feldbrocken ins Gesicht (es werden einem regelrecht Steine in den Weg gelegt :)) ). Aber dann hat man es geschafft. Man ist über den Berg. Oben steht ein Drachenflieger. Den schnappt man sich und stürzt sich den steilen Abhang hinunter. Unten im Tal blühen die Blumen und weiter oben liegt Schnee. Der warme Sommerwind in Verbindung mit dem blauen Himmel gibt einem das Gefühl im Paradies zu sein. Dort drüber fliegt ein Adler vorbei und scheint Dich zu beobachten. Die willst nicht mehr runter auf die Erde, weil es so schön ist ;) Irgendwann musst Du zwangsweise Landen und stellst fest, dass es eine andere Welt ist, in der Du Dich jetzt befindest. Überall blühen die Blumen und alle Menschen sind freundlich. Die Kinder spielen am Fluss mit den Tieren, und eine Frau bringt ihnen Limonade - einfach so.

So war das Gefühl bei mir...

Matze

Heinrich,

mit Musik studieren meine ich: Beim bewussten Hören die Klangelemente und Betonungen wahr zu nehmen. Wie betont der Gesang die Instrumente, schraubt sich gar beides gegenseitig in die Höhe, Singt der Gesang bewusst an den Instrumenten vorbei… . Dies alles geschieht bei mir während ich bewusst Musik genieße. Wahrscheinlich gibt es einen allgemeinen Unterschied zwischen Musik hören, und Musik hören. Die Tätigkeit die man während des Musik hörens ausübt prägt die Erlebnisstruktur. Oft höre ich einfach nur Musik. Sitze da tue gar nichts als Musik hören. Da kann man sich konzentrieren und genießen. Bewusst auf die Reaktionen der Musiker innerhalb eines Liedes achten, tut man etwas der Gleichen, transportieren Tempowechsel Emotionsschübe, Gitarrenklänge verlassen Ihren Uhrzustand als Gitarrenklang und stützen das Gerüsst des Ganzen etc..
Mein Mitbewohner spielt Schlagzeug. Als er neulich bei so einem Schlagzeugguru an einem Workshop teilnahm, wies ihn der Guru darauf hin: Spiel lieber weniger kompliziert, dafür einfach und tight. Dies Beschreibt die Herangehensweise von Coldplay sehr gut.
Fakt ist, dass die Erlebnisstruktur eines jeden einzelnen beim Musikhören eine völlig andere ist. Ich habe Coldplay live gesehen, was mich natürlich besonders geprägt hat.

Steffen

@Matze: Ich mache das nicht unbedingt, so bewusst wie Du. Am Anfang habe ich das neue Album einfach nebenbei laufen lassen, und plötzlich fäll einem bei eine Lied auf: ups... ist das geil. Dann habe ich es nochmal gehört. Diesmal, wie Du sagst "bewusster". Habe übrigens auch während der heutigen Nacht mehrmals als ich aufgewacht bin, die CD einfach nochmal laufen lassen und bin dann dabei eingeschlafen. Dabei habe ich es sogar unbewusst kennengelernt.

Mir ist auch eher weniger wichtig, wie die Musiker aussehen, oder ob sie eingebildet sind usw. Es geht mir schlicht um die Musik als ganzes. Der Text interessiert mich zwar, aber ist eher weniger ausschlaggebend für einen guten Song für mich.

Das mit dem "spiel lieber weniger kompliziert" sehe ich ganz genauso, wie Du! Ich habe Coldplay schon zweimal live gesehen und habe fast geheult, so geil war das. Die Akkustik war richtig gut. Bin auch am überlegen, ob ich mir noch Karten für das Berlin-Konzert am kommenden Sonntag holen soll. Wird aber wahrscheinlich nix, da es sonst zu viel Stress für mich wird.

Heinrich

so langsam wird es lästig, es ist ein typoblog!

Matze

OK, Tschüss!

Heinrich

ach so, eins habe ich doch vergessen, falls die überzeugten coldplay fans mal was anderes hören wollen dann würde ich die wöchentliche sendung von DIRK RUMPFF empehlen (mit einem mp3 archiv)
www.offtrack.org

Steffen

@Heinrich: Was ist ein "typoblog"?

CHR15

typoblogs haben sich erstmals gegen ende der 60er jahre formiert und riefen bundesweit zu mehr toleranz gegenüber ungelegten eiern auf.

Heinrich

der chris läuft schon am montag zu höchstform an.

Boris

"typoblog" ist ein 500 Jahre alter Begriff aus dem Bleisatz, vgl. "Kegel".

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