Font + neues Corporate Design für die Josefsbrauerei / Diplomarbeit von Humberto Gregorio an der FH Düsseldorf

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"Zum Wohl" Humberto Gregorio hat es geschafft, im Rahmen seiner Diplomarbeit an der FH Düsseldorf, für die Josefsbrauerei in Bigge (Sauerland) nicht nur ein neues Corporate Design zu entwickeln, sondern auch eine neue Schrift "Libera". Die Josefsbrauerei in Bigge ist die erste Behindertengerechte Brauerei in Europa und wurde 2002 als Integrationsfirma gegründet. In Ihr arbeiten überwiegend Körperbehinderte Menschen.

Um dem Thema der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden, entwickelte Humberto Gregorio seine Schrift "Libera" als reine Headline-Unicasefont (Mischung von Versalien und Minuskeln, welche keine unterschiedlichen Höhen aufweisen).

Die Auswahl der Buchstaben ob Versalie oder Minuskel folgt folgender Regel: Alle Buchstaben mit Ober- und Unterlängen wie z.B. b, d, oder f werden in der Versalschreibweise, alle anderen werden als Minuskel gesetzt.

Die Schrift wurde als Corporate Font für Headlines und Etiketten konzipiert. Da Humberto Gregorio während seiner Diplomarbeit keine passende Unicase fand, wagte er sich neben der Markenentwicklung für die Josefsbrauerei auch noch an den Schriftentwurf.

Momentan bekommt "Libera" noch den letzten Feinschliff und wird daher erst im Frühjahr 2009 fertig sein. Geplant sind neben den bereits existierenden Schnitten heavy und heavy italic noch ein „normal“ und condensed-Schnitt.

Die Biermarke wird aller Voraussicht im Spätsommer gelaunched.

Mehr Infos könnt ihr auch demnächs unter humbertogregorio.com erhalten.

Lisa

Super Design! Prost ;)

Olaf

Da war schon viel Schönes bei ...
Die Gemeinen sind zu groß, ansonsten ziemlich 90er Jahre ...

Maik

90er? Finde den font ziemlich modern.
Sehr schön. Prosit aus München!

daniel perraudin

Um dem Thema der Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gerecht zu werden, entwickelte Humberto Gregorio seine Schrift "Libera" als reine Headline-Unicasefont

aha?! ob allerdings diese (und ja, generell) unicase-schriften legastenikern behilflich sind, wage ich mal sehr zu bezweifeln - oder hab ich die ironie darin nicht verstanden?

und das corporate design an sich, ja, das geht in ordnung - auch wenn ich es eher in die »bionade«-ecke gestellt hätte, nicht zuletzt wegen dem che-guevara-portrait. aber die schrift finde ich jetzt nicht besonders gelungen. in diesem fall macht die unicase innerhalb von wörtern teilweise eine ziemlich ungünstige figur (s. »malz«, »märzen«, der kopf des »p«)

Gast

ja die gemeinen springen einen förmlich an. der rest meiner meinung nach eher durchwachsen und langweilig, bzw. gesehen. und damit ein diplom zu füllen. an anderen hochschulen wäre das zu wenig.

Felix

Gut gemacht!

Gast

Bionade wäre wohl die erste Idee, die einem dazu einfallen würde. Bisschen flach oder?

Die Unicase als headlinefont zu nutzen ist ne gute Idee und müsste selbst Legastenikern nicht zu schwer fallen. Man denke mal an die gebrochenen, altdeutschen Schriften der anderen Biermarken.

Maik

Kann mir nicht vorstellen, dass du aus deinem Sessel beurteilen kannst, ob dies ein Diplom füllen kann. Das sind ja bloß paar Screenshots. Ball flach halten und zurück in die Provinz.
Sehr schöne Arbeit. Prosit!

Jo

ich lese Jose FS. Das liegt daran das o, s und e ebenso Minuskelcharakter haben. Das Versal-S bricht die Serie dann auf und irritiert. Den gesamten Zeichensatz empfinde ich als zu unruhig und unausgeglichen, was sich dann in der Schriftanwendung z.B. in der URL beim .de zeigt. Ist der Herr auf dem Logo verwandt mit Lenin und Tschichold? =)

Gast

...ganz ehrlich: die Schrift hat für mich eher Skizzen-Stadium. Die is einfach noch zu unsauber (Strichstärken, Neigungswinkel, Proportionen, besonders die Kursive rockt noch nicht). Den Bierspritzer find ich affig. Trotzdem für ne Studi-Arbeit feine Sache!

Gast

grandios dein werk!
finde ich manchmal schon recht amüsant wir bei slanted
kommentiert wird. ich nenne es "erudierte impertinenz".
man kennt das phänomen aus dem baumarkt. der kunde
fragt nach einem produkt und erklärt dann dem personal
rechthaberische, fachkundige begrifflichkeiten. zu schulzeiten
hat man dazu gesagt: "ey du klugscheisser/ besserwisser...".
naja dar man einfach nicht ernst nehmen diese kommentare!
in diesem sinne alles gute!

daniel perraudin

"ey du klugscheisser/ besserwisser...".
naja dar man einfach nicht ernst nehmen diese kommentare!

lieber gast,

wenn man sich im rahmen eines forums, wie slanted eines ist, der öffentlichkeit stellt, so setzt man sich auch der gefahr von kritik aus. genau das ist aber meines erachtens ja auch der grund sich und seine arbeit der öffentlichkeit zu präsentieren - und nicht das heischen nach widerspruchsloser beweihräucherung.

und konstruktive kritik hat noch niemandem geschadet, man muss das nur zu verwerten wissen. bei slanted sind sicher einige leute dabei, bei denen konstruktive kritik nicht nur besserwisserisches geplapper ist.. und deswegen sollte man jedem einigermaßen qualifizierten kommentar auch so begegnen (wozu eventuell auch die angabe deines namens gehört)

in diesem sinne...

Gast

sagenhaft ... an solchen "kritiken" merkt man, daß man in deutschland ist: einfach mal lässig abdissen und schlechtreden.

ich finde es anmaßend mir über ne gesamte diplomarbeit anhand einiger bilder eine meinung bilden zu wollen. hat irgendjemand en detail angeschaut aus welchem grund sich humberto für eine unicase-schrift entschieden hat? hat sich jemand die gesamte diplomarbeit angesehen?

ja, das erscheinungsbild hat was von fritzcola. ja, die schrift kann (und wird ja wohl auch) noch optimiert werden. ist alles berechtigte kritik, nur wo bleibt das konstruktive element darin?

ich finde die hier gezeigten ergebnisse klasse, mich spricht die optik an und die idee, einer gemeinützigen einrichtung ein modernes CI anhand zu geben, ebenso.

daniel perraudin

gut, dann wäre aber auch der sinn und zweck dieses ganzen posts ad absurdum geführt. warum stellt man seine diplomarbeit hier rein, wenn das »publikum« sich nicht anhand einiger bilder eine meinung bilden soll??? das ist doch jedem bewusst, kurze aufmerksamkeitsspanne, ein paar aussagekräftige, möglichst für die arbeit stellvertretende bilder - so ist das eben...

und nur um klar zu sein, es gibt hier immer wieder arbeiten, die genau das schaffen, bei dem man dann sagt »wow, tolle arbeit« und die haben auch nicht mehr bilder oder platz zur verfügung wie dieses bier-cd. über den inhalt kann man hier sicherlich nichts sagen, das behauptet aber auch niemand.

man kann also eh nur das beurteilen, was hier gezeigt wird, und das ist, in diesem fall, leider nicht berauschend. und einigermaßen konstruktiv waren einige anmerkungen (besonders zur schrift) hier ja doch schon, hoffe ich... (s.o.)

Bernie

Ich sag nur: Gute Arbeit. Die wesentlichen Änderungspunkte sind genannt, sind jedoch trivial. Das Bild stimmt.

Gruss und stets weiter so.

B.

sven schuermann

Ich fühl mich bei den Flaschen auch eher an eine Limonade, als an ein Bier erinnert. Weißglasflaschen und Bier finde ich außer bei Mischgetränken eher schwierig. Wobei ich mich frage, welche Zielgruppe für die Biere angestrebt worden ist
Der Plöppverschluss ist zumindest erhalten geblieben.
Der Vergleich mit FritzCola hinkt leider nicht...
Über die Diplomarbeit kann und will ich mich, aufgrund der wenigen Ausschnitte hier nicht äußern.
Zur Schrift ist einiges konstruktives gesagt worden.

Hmm

Klarglas funktioniert und läuft super, siehe Becks Gold oder Corona ... und der Vergleich zu Limonade ist doch kein Negativpunkt, sondern total Okay, schliesslich ist kaltes Bier eben auch eine Art Erfrischungsgetränk. Diese Kombination aus Erfrischung (Klarglas) und Tradition (Ploppverschluss) habe ich noch nie gesehen bzw. gibt es nicht in dem Segment und ich kann mir gut Vorstellen wie Scharenweise Studenten in Strandbars sitzen und Josefs nach ihrer Latte trinken. Wenn es dann eben auch noch gut schmeckt, das Josefs. So ein frisches Pils würd ich jetzt sogar zum Lunch trinken, es kommt so erfrischend daher!

till1

die punze vom (bzw. das gesamte) kleinen e passt nicht zu den innenräumen der anderen buchstaben. vereinheitliche doch mal die optische größen- und breiten.

Benjamin Arndt

hallo humberto,

ich finde es toll, dass du deine arbeit hier bei slanted zeigst und eine so schöne diskussion ins laufen gebracht hast. darum sind blogs so toll. ich denke, du hast sehr viel arbeit in dein diplom gesteckt und es hat sich gelohnt. bei jedem diplom über max. 5 monate zeit gibt es details die man im nachhinein ändern würde - normal! kennen wir alle.
von daher ist es eine sehr gute leistung und wie beschrieben wird die schrift auch noch besser als sie jetzt schon ist!

immer weiter so!

lieben gruß
b aus d

Gastsven schuermann

@hmm-Danke Du hast meine Meinung bestätigt. Zum einen scheint die Zielgruppe der lattetrinkende Student zu sein, zum anderen gibst Du selbst für Weißglas Beispiele, welche als Biermischgetränke herhalten, bzw. sehr mild sind.
Deswegen bin ich noch immer der Meinung, dass u.a. Bockbier im Weißglas bei einer anderen Zielgruppe nicht funktioniert, bzw. das Bier erstmal übersehen wird.

christoph

»weißglasflaschen bei bier sind schwierig«, »bei zielgruppe xy funktioniert so etwas nicht« – mit so einer argumentation wird man zum ewigen bedenkenträger, der jede entwicklung abseits gängiger klischees blockiert.

Hmm

Danke Christoph, Du hast das passende Bestätigungsargument geliefert: Es gibt derartiges bisher nicht und ist den Versuch wert. Auch ein Bock ist erfrischend, jedenfalls kommen die Abbildungen sehr erfrischen rüber, und Dunkles natürlich, ah, sehr erfrischend!
Und wegen dem "Übersehen": die jeweiligen Inhalte sind ja sehr deutlich ausgezeichnet. Auch das Ganze drumherum ist ja sehr deutlich und macht klar: es gibt verschiedene Biere, was ja durch das Klarglas auch nochmals sichtbar wird.

Das Wichtigste ist, dass das Bier ein feines ist, wenns scheisse schmeckt, würd ich mich auch nicht so weit rauslehnen. Aber als Diplomarbeit ist das doch wunderbar. Und wer schonmal Bier fotografieren musste weiss: Good Job! Nur den Ferkelpastor Onkel Josef, finde ich ein Wenig arg, aber vielleicht ist es ja genau das.

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