(Illustration: Tina Berning 2008)

Raban Ruddigkeit hat uns geschrieben und lädt zur Teilnahme an Freistil ein:

Liebe Freunde,

das nächste Freistil wird ein ganz besonderes Buch. Wir veröffentlichen ausschließlich schwarz-weiße Arbeiten. Und drucken das Buch dafür in sechs Farben (CMYK + Extraschwarz + Lack). So wird es ein haptisches und visuelles Erlebnis, das den Blick auf die Illustration von heute weiter vorantreibt. Die Call for entries sind online bis zum 31. Oktober 2008: www.freistil-online.com

Die besten Grüße sendet
Raban Ruddigkeit

--

Die Ausschreibung:
»Die Illustration feiert ein Comeback. Seit einigen Jahren entstehen immer neue Medien, Agenturen und Foren für Illustration. Und -– immer mehr junge Menschen studieren das Zeichnen. Das führt zu immer mehr Bildern, immer mehr Reizen und irgendwann dann auch zu einer Beliebigkeit, die die Illustration schon fast wieder bedroht.

Deshalb haben wir uns entschlossen, mit dem nächsten Freistil etwas zu wagen. Wir rufen Illustratoren auf, uns aus-schließlich Arbeiten in schwarz und weiß zu senden. Dies können Freie und Auftragsarbeiten sein, Illus im Raum und in der Bewegung, Mischformen, Collagen und natürlich Bleistift-Zeichnungen ...

Diese neue und einmalige Darstellung macht die Arbeiten vergleichbar. Und hebt die Unterschiede noch besser hervor. Und weil das Buch dennoch in 6 Farben (CMYK + Extraschwarz + Lack) gedruckt wird, haben die Teilnehmer die Möglichkeit, alles aus schwarz und weiss – und dem, was dazwischen liegt – herauszuholen.

Freistil wird so zu einem Buch, das es weder als Website noch bei den üblichen Kataloganbietern geben kann. Und das den Blick auf Illustration heute einmal mehr schärfen wird.«

>>>
Die call for entries sind online. Bewerbungsschluß ist der 31. Oktober 2008.
www.freistil-online.com

Gast

verstehe ich das richtig, dass eine gebühr in höhe von 320 euro zu entrichten ist, um in dieses buch zu gelangen? wenn dem so ist, solltet ihr davor warnen, anstatt sowas zu bewerben.

oder vielleicht mal erklären, wieso kommerzielle verlagsprojekte gebühren von ihren contributoren verlangen. ich reiche generell nichts ein, wenn ich nicht ein belegexemplar bekome, auch noch eine gebühr zu zahlen, ist absolut lachhaft.

René

Belegexemplar bekommt man aber doch. Steht zumindest so im Einreichungsschreiben.

Tanja

Lieber »Gast«, die Frage, warume es Geld kosten muß, in so ein Buch zu kommen, wird mir oft gestellt und ich habe dir ein paar Punkte zusammengestellt;

Seit 2001 wird ein Buch, das mehr als 500 Seiten hat zum Preis von 39,80 Euro an die angeboten, die es sich leisten wollen; Grafiker, Art Direktoren, Werber. Aber auch Studenten und an Illustration Interessierte. Jedes Buch hat eine Website, eine Redaktion, eine außergewöhnliche Druckqualität und das eine oder andere Extra in der Herstellung. Nr. 4 wird sogar 6-farbig sein. Es wird beworben und professionellst vertrieben an die wichtigsten Leute in Agenturen, Verlagen und Designbüros. Wenn man das alles in einem Buchpreis umlegen würde, wäre das Buch doppelt so teuer. So kommen sich beide Seiten etwas entgegen.

Am allerbesten finde ich jedoch ein Rechenbeispiel. Wenn du an 100 Leute je 5 Farbkopien schickst, kostet es genauso viel. Und landet nicht bei tausenden Leuten, die es regelmäßig in die Hand nehmen. Ich stehe für weitere Fragen gern zur Verfügung. Beste Grüße sendet Raban Ruddigkeit, Herausgeber Freistil

Gast

"So kommen sich beide Seiten entgegen" ??
Ist ja interessant, dann kommt doch mal den Illustratoren entgegen und nicht den "wichtigsten Leuten in Agenturen, Verlagen und Designbüros".
Schenkt ihr das denen oder was heißt "professionellst vertreiben" ? Würde mich jedenfalls nicht wundern....Wo ist das Problem, denen den doppelten Preis in Rechnung zu stellen?

Gast

>> Wenn man das alles in einem Buchpreis umlegen würde, wäre das Buch doppelt so >> teuer.

Stattdessen wird es auf die abgewälzt, die euch den Inhalt liefern (sollen). Großes Kino.

Gast

Achso, gedruckt wird natürlich in China wegen der Völkerverständigung. ;)

Nadine

Also meines Wissens druckt Herrmann Schmidt alle Bücher in Deutschland, insofern ist das ein albernes Argument.

René

Das wirkt hier sowieso etwas albern.

Der Doppelte Preis für dieses Buch würde dazu führen, das es sich kaum noch einer kauft. Das kann man sich doch im vornherein schon ausrechen. Das führt dann zu einer geringeren Auflage und noch höheren Druckkosten was das Buch dann noch teurer werden lassen müsste. 80 Euro sind überhaupt kein gerechtfertigter Preis für eine Sammlung von Portfolios.

Wer das Geld dafür nicht ausgeben will, der macht es einfach nicht. So einfach ist das.

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