Interviews

Gianpaolo Pagni / French Illustrators Special

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Paris hat eine lebendige, professionelle, international vernetzte Design-Szene, die wir euch im SLANTED Magazin #25 – Paris  vorstellen. Spannend ist auch die Arbeit der Pariser Illustratoren und Illustratorinnen, die wir euch mit einer laufenden Serie hier auf dem Blog präsentieren. 

Als letzten Illustrator unserer Serie stellen wir euch Gianpaolo Pagni vor, er ist 46 Jahre alt und lebt in Paris. Er illustriert für französische und internationale Zeitschriften, er macht Plakate für Film-Festivals und Buchumschläge. Er engagiert sich im Bereich Künstlereditionen und selbstverlegte Kleinauflagen. Er wurde in Turin, Italien, geboren.

Was war dein bisher schönstes Projekt?

Im Bereich der Presseillustration würde ich sagen sind das meine fast wöchentlichen Beiträge für Le Monde oder die monatlichen Beiträge zum Thema "wahre Geschichten" in der Zeitschrift Sofoot. Sehr gerne habe ich auch die Poster für die Filmfestivals Cinejunior und Galeries Cinéma gemacht.

Ist das Atelier dein bevorzugter Ort zum Zeichnen?

Ich arbeite fast immer im Atelier. Aber ich habe auch kein Problem damit bei der Arbeit mobil zu sein. Es kommt vor dass ich arbeite wenn ich im Zug oder in anderen Ländern bin. Natürlich geht das alles dank Internet und Computer.

Was ist stärker: Stift oder Vektor?

Für meinen Teil mag ich echte Materialien, also das Malen mit dem Pinsel und nicht mit einer Maus. Aber bei Auftragsillustrationen ist die Verwendung des Computers für mich ein wesentlicher Schritt geworden. Die Fristen werden immer kürzer.

Ist die Arbeit für Zeitungen einfach?

Presse ist für mich weiterhin ein angenehmes Arbeitsumfeld mit genug Freiraum. Was ich mag ist die Dringlichkeit. Man muss manchmal innerhalb weniger Stunden ein Motiv finden. Und dann gibt es noch das Vergnügen, schon am nächsten Tag das Druckbild zu sehen.

Wer ist der beste Illustrator der Vergangenheit, für den du dankbar sind?

Ich habe visuelle Eindrücke ein wenig überall gesammelt. Versandkataloge, italienische Kiosk-Comics wie Tex und Zagor, Panini-Fußballalben, die Werbegrafik von Saul Bass, der Trickfilm La Linea von Osvaldo Cavandoli, die Werke von Basquiat, Alighiero Boetti und Gerhard Richter.

Erinnerst du dich wo du am 7. Januar warst? 

Im Atelier. Ich erfuhr die Nachricht per Mail und verbrachte den Tag damit Nachrichten zu hören. Ich habe eine Stempel-Zeichnung gemacht. Es ist ein Motiv mit einer Serie von schwarzen Tränen.

 

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