OUT NOW! Gringo ist ein konsequent durchgearbeitetes Schriftsystem von Peter Brugger in 3 Familien mit insgesamt 27 Schnitten – plus Dingbatsfont.
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>>> Gringo System
3 x 3 x 3
Die Familie ist in drei Gruppen eingeteilt: Sans, Slab und Tuscan = Europe-Texas. Durch den einheitlichen Grundaufbau lassen sich die Gruppen nach Belieben mischen. Desweiteren gibt es jede Variante in Light, Medium und Bold.
In der Weite stehen drei Stufen zur Verfügung, von Narrow bis Wide.
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>>> Gringo Sans und Slab
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>>> Gringo Tuscan Wide und Narrow
Besonders auffällig – und charmant – ist die Gringo Tuscan. Sie verbindet den modernen Monolineaufbau des Lettergrids mit Elementen aus Westernschriften. Dadurch entsteht ein interessantes Flimmern oder Oszillieren zwischen Gegenwart und den (auch für heutiges ganz schön grundlegenden) historischen Displaytypes aus der 2. Hälfte des 19. Jhds.
Die Idee zur Gringo entstand, als Peter Brugger auf einem Austausch am Nova Scotia College of Arts and Design in Kanada studierte, und dort ein altes Schriftmusterbuch mit Westernfonts entdeckte.
Leben in der Fremde mit ihrem historischen Hintergrund plus fachbezogenes Interesse
schufen offenbar den idealen Nährboden für die Entwicklung der Gringo, die dann in der Folge auch Abschlussarbeit und Diplom an der HfG Pforzheim wurde.
gdingbats.gif
>>> Gringo Dingbats
Peter Bruggers rundum gelungene (Schrift-)Arbeit wurde inzwischen und konsequenterweise ausgezeichnet: Die Gringo erhielt den dritten Preis bei studentischen Arbeiten auf den diesjährigen 52. Awards des Type Directors Club in New York.
Erhältlich ist die Gringo von VolcanoType unter www.myfonts.com
Besonders schön ist die streng limitierte Special Edition mit einer von PB selbst hochgedruckten Schriftmusterbroschüre im Postercover und mit allen Schriftschnitten auf CD. Erhältlich hier.
Gringo_SpecialEdition.gif
>>> Gringo Special Edition

www.volcano-type.de

nora

sehr schön!
kann man das schriftmusterbuch auch getrennt erwerben oder ist es nur mit den schriften zusammen erhältlich?

flo

leider nur mit den schriften.
es gibt 50 stück davon, genauer gesagt noch 48.

die schriftmusterbroschüre ist wirklich handarbeit, daher
gibt es nicht mehr oder etwa einzelne exemplare ..

nora

wie schade! so viel gringos brauche ich zur zeit nicht. vielleicht gibt es ja später mal ein pdf damit man die einzelseiten bewundern kann.

robertmichael

hossa, wasn hier los?
sind die amis schon wieder da? ;)
ohne werbung würde das neue layout
schöner aussehen aber ick weiss,
werbung muss sein, wa?
---
zu schrift:
schön, schön.
tuscan gefällt mir in der wider version am
besten, mit der sans muss ich mich erstmal
anfreunden ich verstehe zwar das system
aber es sieht irgendwie, hmm, zusammen-
geschoben (?) aus.

Thomas

… ich verstehe zwar das system
aber es sieht irgendwie, hmm, zusammen-
geschoben (?) aus

Was meinst du mit „zusammengeschoben“? Verstehe ich nicht.

Als für Text nutzbare Displayschrift, hat die Gringo die formale Freiheit für ihre drei Untergruppen. Ich finde ihren Ansatz wirklich innovativ, da ein Thema sowohl formal, als auch vom zeitlichen Kontext her entwickelt wurde. Die Tuscan sozusagen als dekorativer Ausläufer, der in die beginnende Industrialisierung hineingeht. Die Slab, als eine robuste Serifentype die die Industrialisierung begleitet und die Sans, als abstrahierte Technoschrift der jüngeren Vergangenheit.

Auf das Westerngenre bezogen würde das heißen: 'Tuscan' > Klassischer Western, 'Slab' > Spätwestern (ich denke da sofort an 'Misfits' von Arthur Miller) und 'Sans' > Post Western (an der Westküste angekommen, senkrecht nach oben).

PB

howdy,

erstmal ein riesen dankenschön an flo für das gelungene posting meiner schrift. auch noch einen lieben gruß an das ganze volcano team für die tolle zusammenarbeit.

falls es fragen zur gringo gibt, stehe ich zur verfügung.

microboy

gefaellt mir! wie waere es mit einer weniger aufwendigen nachauflage des schriftmusterheftchens!

flo

ich habe vergessen zu erwähnen, dass die gringo auch bereits in «bastard – choose my identity» erschienen ist (http://www.bastard-project.com/) und dort eine schöne rolle zwischen all den schriften spielt.
der bastard-aspekt in ihrer konzeption und ihrem aussehen ist aber m.e. sowieso nicht zu übersehen.
auf der dem buch beiliegenden cd ist sie allerdings – wegen ihrer umfangreichen anlage – nicht enthalten.

Denise

so schön... und ich bin so neidisch, ich würde auch so gerne mal einen font gestalten, aber hier an der hfg gibts keine dozenten die das betreuen könnten und alleine trau ich mich da grad nicht ran... naja vielleicht irgendwann mal in der fernen zukunft als nebenherleidenschaftsprojekt....

lars

trau dich.
kostet nichts. brauchst nur etwas sitzfleisch!

Denise

hmm ja spiele mit dem gedanken den type and media master in den haag zu machen...
von 1. - 9. juli ist dort ausstellung, da werd ich vielelicht hindüsen und viele fotos und eindrücke sammeln und hier posten!

falls das noch jemanden interessiert:

Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten

Type and Media Master

nora

hallo denise,
bist du denn in den haag gewesen? dein eindruck würde mich interessieren.

lars

Type for you, aus Portugal, schriebt über die GRINGO hier...

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