Auf der Seite www.himmel-oder-hoelle.com können sich Bewerber im »Himmel« und in der »Hölle« von namhaften Agenturchefs Tipps einholen, zum Beispiel wie sie ihre Bewerbung oder ihr Bewerbungsgespräch besser gestalten können. Zudem gibt es von A bis Z eine Liste mit »guten Adressen für bessere Bewerbungen«.

Das Spiel ist ganz witzig und die Tipps sind nützlich. Teilweise ist es sehr amüsant, was sich doch tatsächlich Bewerber während eines Vorstellungsgesprächs herausnehmen; zum Beispiel bei privaten Anrufen ans Handy gehen (hat Sagemeister erlebt) oder wenn sie „Scheiße für Gold verkaufen“.

Max

Jaja, Studenten sind arrogant und unfähig. Kapiert.

Ich seh in dem Tool lediglich einen Zweck: Selbstdarstellung großkotziger Egomanen. Und lustig isses auch nicht. Jaja, da ist wohl mal einer beim Bewerbungsgespräch ans Handy und da hat mal einer was schlechtes gezeigt. Ich lach mich schlapp.

Und wenn ich mir die meisten Websites der Agenturen in der A-Z-Liste anschaue, fällt mir nur eins ein: Lieber mal mit dein eigenen Schwächen beschäftigen als mit denen Anderer.
Wenn ich so eine peinliche Selbstdarstellung hab, setz ich sie doch nicht unter so ein Bewerber-Bashing!?!??

So ein Ansammlung hektischer zappelnder, schlecht gestalteter Websites hab ich schon lange nicht gesehen. Das ist eine Art Zeitreise ins Jahr 2001. Naja, sogesehen war er vielleicht doch ein bisschen lustig, der Besuch auf der Seite.

Tanja

Max, Dank Dir für Deine Meinung und die intensive Beschäftigung mit der Seite. Vielleicht ist es ja besser, wenn wir hier eigene Erfahrungen und Tipps austauschen?! Wenn Du welche hast, her damit! Oder wenn sonst jemand etwas zu berichten hat...?!

Johannes

Hmmm..,

ein wenig oberlehrerhaft und von oben herab pauschal abgeurteilt kommt man sich ja seitens der Agenturen auf dieser Seite schon vor. Das Fehler bei einer Bewerbung gemacht werden können ist doch klar, oder? Und jeder der ein bestimmtes Alter, bzw. eine bestimmte Reife erlangt, und sich mit unserm Berufsfeld beschäftigt hat, weiß das doch. Auf dieser Seite werden aber auch viele Fehler angesprochen, welche eigentlich aus schlechten Manieren resultieren oder? Mit einem akademischen Abschluß sollten die doch eigentlich positiv entwickelt sein. Davon gehe ich mal aus.

Traurig, aber anscheinend wird das einem Bewerber nicht mehr zugetraut.
Und deshalb finde ich es schade, daß so eine Seite existiert. Natürlich wird der eine oder andere nun mit irgend einem Nutzen argumentieren. Aber eigentlich hat sie für mich persönlich nicht wirklich einen. Leider, leider zeugt sie aber von einem großem Maße an Arroganz in unserm Berufsfeld. Aber hey.., das Gute ist, wenn ich mich so gebe wie ich bin, komme ich auch dorthin wo ich hinpasse! Ich werde mich nicht verbiegen müssen um ein paar Wichtigs zu gefallen. Sei´s im Himmel oder in der Hölle!!

Amen
der Johannes

Alfons B.

Nette idee, aber die Website ist lahm wie eine Ente und Informationen schwer zugaenglich. Es gibt nichts schlimmeres als Voll-Flash-Seiten die etwas anderes wollen als nur zu unterhalten.

Daniel

Eine langweilige Flash-Seite der 90er soll zeigen wie spannend die Oberen der Werbung sind?

Hieß es nicht, «nicht langweilen» in einem der sich ständig widersprechenden Zitaten?

Bei den Agenturen bewirbt sich doch heutzutage auch nur noch die untere Hälfte der Absolventen und jetzt will sich diese Branche als das gelbe vom Ei herausputzen.
Bitte, das glaubt doch keiner mehr.

Max

Tanja, dein Kommentar zeigt das Problem der Seite:

Man muss HIER über das Thema der »Himmel und Hölle« Seite diskutieren.
Der Nutzer hat keine Möglichkeit zu diskutieren.

Das ist einfach ein weiteres Indiz (neben den herablassenden Zitaten) welches überzogene Selbstverständnis hier zugrunde liegt. Der Nutzer (Student, Bewerber) wird nicht ernst genommen und soll in stiller Bewunderung die Klappe halten.

Mir wäre ein Blog mit regelmäßigen, hochwertigen Beiträgen zu dem Thema und der Möglichkeit zu Diskutieren hundertmal lieber gewesen als diese Flash-Seite. Zeitgemäßer sowieso.

In meinen Augen alles Andere als eine gelungene Kampagne um das ramponierte Image der Werbe- und Designagenturen aufzupolieren, eher eine Bestätigung bestehender Vorurteile.

Grüsse,
Max

René

>> Eine langweilige Flash-Seite der 90er soll zeigen wie spannend die Oberen der Werbung sind?

Naja, passt ja fast. Immerhin sind die Inhalte 1zu1 aus einem ca. 3 Jahre alten Vortrag entnommen der damals beim Junior ADC gehalten wurde. Der Vortrag war genauso dürftig wie diese Seite hier und die Stimmung danach war ähnlich wie die in diesem Blog.

Bei manchen Sachen kann man sich schon an den Kopf fassen. Immer schön Artig sein, bloß nichts falsch machen, dabei schön authentisch wirken und Geld sollte gar nicht erst angesprochen werden. Alles klar.

Eigene Erfahrungen haben gezeigt, das, wenn man mit seinen Arbeiten überzeugen kann, man sich durchaus ein paar Sachen erlauben darf die hier als Todsünden erklärt werden. z.B. Printsachen auf dem Laptop zeigen. Geld und Wochenendarbeit ansprechen und kritisch hinterfragen.
Oder dem gegenüber zu signalisieren das er nicht der einzige ist wo man sich bewirbt. Auch wenn es keiner zugibt: Gute Agenturen müssen genauso um gute Leute buhlen und können sich längst nicht sicher sein der attraktivste Kandidat zu sein.
Zumindest betrifft das die Werbebranche, die nicht so attraktiv ist für Studienabgänger wie sie gerne wäre.

Bernie

Diese Flashseite ist ja sooo katholisch.
Fehlt nur noch die Sparte "Fegefeuer".

Oh Moment, mein Laptop glüht. Flash. Peng. Zisch. Prozessor durchgeschm…

Gino

Ich kann mich vielen meiner Vorredner nur anschließen, diese Seite zeigt meiner Meinung nach weniger, was bei Bewerbern falsch läuft, sondern vielmehr, wo das Problem bei einigen potentiellen ArbeitGEBERN liegt.
Besonders sauer aufgestoßen ist mir dabei - ich finde das kann und muss in diesem Zusammenhang auch mal gesagt werden - der Satz »Gehalt ist nebensächlich«.
Ich kenne einige hervorragende Gestalter, die tolle Sachen in coolen Agenturen machen dürfen, aber einen Nettolohn haben, für den die meisten Angehörigen nichtakademischer Berufe keinen Finger krumm machen würden, zu Recht, wie ich finde, zumal in unserer Branche unbezahlte Überstunden, Nacht- und Wochenendschichten ja die Norm sind.
Ich selbst habe schon ein paar Jobs ablehnen müssen, die ich wirklich gerne gemacht hätte, weil ich sie mir schlicht nicht hätte leisten können.
Wie Johannes schon geschrieben hat, Arroganz scheint mir das große Problem in unserem Berufsfeld zu sein. Diese »man soll froh sein, für Agentur XY arbeiten zu dürfen« Einstellung geht mir jedenfalls gehörig auf den Senkel, um ehrlich zu sein.
Unser Bereich hat ständig damit zu kämpfen, dass unsere Arbeit angemessen honoriert wird und ich finde es sehr sehr schade, dass sich dieser Kampf auch intern fortsetzt.
Mich würde mal ganz ehrlich interessieren, wie sich die Agenturen vorstellen, wie man mit einem 400 € Praktikantengehalt in einer deutschen Großstadt überleben soll. Das ist jetzt gar nicht mal so anklagend gemeint wie es klingt, und es wäre schön, wenn sich hier ein Dialog zwischen CDs und angehenden Juniors (und allem dazwischen und drumherum) entwickeln könnte. Bis jetzt finden sich hier ja fast nur Kommentare von Arbeitnehmerseite.
Nochmal: Ich will nicht rumheulen und habe, denke ich, auch keine arroganten oder unrealistischen Gehaltsvorstellungen, aber ich finde, es ist nicht zuviel verlangt, wenn man mit einem abgeschlossenen Studium, in dessen Verlauf sich ja auch nicht wenige verschuldet haben, ein Einkommen haben möchte, mit dem man besser leben kann als ein Hartz IV Empfänger.

Nix für ungut und liebe Grüße
Gino

M

Danke Gino,

da spar ich mir meinen ausführlichen Kommentar. Bei mir war es beim Satz »Gehalt ist nebensächlich« kein saures Aufstoßen sondern ein verzweifelter hysterischer Lachanfall...

M

chrisponella

bei dem tipp, sich nur bei agenturen zu bewerben, die man auch wirklich geil findet, tu ich mir persönlich schwer. hört sich vielleicht doof an, aber wenn ich mich bei meiner suche auf eine stadt (in deutschland) beschränken muss, dann fallen mir vielleicht 3-5 agenturen ein, die ich gut finde. und wirklich geil?!...mhm. ehrlich gesagt, wenn ich im internet auf seiten stoße, die von studenten oder berufsanfänger sind, dann würd ich mich meist am liebsten bei denen bewerben, anstatt bei den großen agenturen, aber leider geht das ja nicht...
wie geht's euch denn, bei der arbeitsuche?

christina

Thierry

zur eigentlich website muss man ja nichts mehr sagen. jemand der 100'000+ verdient sollte wohl nicht von "gehalt ist nebensache" sprechen, vorallem nicht wenn die zielgruppe arme studienabgänger sind, das ist einfach schlechte werbung.

chrisponella: mobil werden, in die grosse welt hinausziehen, gutes englisch sprechen, und du hast hunderte agenturen zur auswahl. auch im deutschsprachigen raum gibts ja so einige gute agenturen.

Andi

Mich würde auch mal ein Statement von Nicht-Juniors/Bewerbern/Studenten interessieren. Ich Frage mich wo bei dieser Seite die hochgelobte "Idee" sein soll? Da gucke ich mir lieber ein Printprodukt aus dem Praktikum an. *Zaunpfahl schwingt*

Die Argumentation ist zum Teil sehr widersprüchlich und die Animationen mit dem nervigem Gequäke und sterbenden Bewerbern meiner Meinung nach recht geschmacklos. Danke für den Versuch, aber mit etwas mehr "Freundlichkeit" und einer durchdachteren "Idee" hätte es funktionieren können.

Aber naja, so lang der ADC darüber Lachen kann :)

Patrick

Da finde ich vom Ansatz her das Buch Don’t Panic! - Der Praktikantenguide besser. Dort geht es zwar rein um Praktika aber man erfährt mehr über die Agenturen.

http://www.slanted.de/eintrag/dont-panic

Gast

Gut, dass ich nicht zu JVM will. Dann werde ich wenigstens nie Dörte Spengler Ahrens kennenlernen!

Gast

Nur einen stichpunktartigen Kommentar hierzu:
1.) Schon mal eine Seite besucht, die unterhält UND gleichzeitig informativ ist?
2.) Ironie bedient sich dem MIttel der Übertreibung -> also: nicht alles ernst nehmen.
3.) schlechte Animation? -> mich erinnert das sehr an Monty Python....sollte man kennen.
4.) Lahme Seite: 56k-Modem ist halt nicht mehr zeitgemäß

Gast

Also falls du das Ziel hast in der Werbung zu arbeiten sollte dir klar sein das du dort bestimmte Charaktereigenschaften immer wieder antreffen wirst. Werbe sind nun mal Arrogant, Selbstverliebt und Anspruchsvoll. Und das Agenturleben unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von der heilen FH-Welt. Genau diese Punkte findet man auf der Seite. Und darauf sollte man sich vorbereiten können.

Über die gestalterische Qualität kann man sicher streiten. Zum Beispiel beim:
- Annual Multimedia 2009
- Red dot Design Award
- Busan Ad Star
- Mobius Award
bei denen diese Website unter anderem gewonnen hat.

Trotzdem wünsche ich dir viel Erfolg und alles gute für dein berufliches Vorankommen.

Bernie

Lieber Gast von 18:52. Es ist immer gut, wenn Preisverleihungen das Denken der Masse übernehmen und ihnen vorkauen, was gut und was schlecht zu sein hat, nicht wahr? Wo kämen wir denn hin, wenn das Prekariat plötzlich Entscheidungen selbständig trifft, Qualität der Quantität vorzieht und dummdreistes Gesabbel auf einer 08/15 Monthy Python Webkopie als dass erkennt, als was es konzipiert ist: Als Affenschreierei auf dem Kackhügel?

Nein, Nein, das darf nicht sein. Schnauze zu und Ruh. Koks in die Nas und danach Gras. Waas?

In dem Sinne wünsche ich Dir viel Spass bei DEINEM beruflichen Weiterkommen.

Gast

ich empfehle dringend:

http://www.fontblog.de/was-von-jungdesignern-erwartet-wird-was-sie-verdi...
(Kommentare)

arrogant hoch zehn

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