HORST MAGAZINE #1 / Havin’ a dick is pretty fuckin’ awesome

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Nein! HORST ist nicht das Schüler Magazin der Humboldt Realschule Eppelheim. Sondern eine Nummer härter. Die Website kündigt an: »Horst reflektiert das Lebensgefühl moderner, schwuler Männer, die sich nicht über ihre sexuelle Orientierung definieren. In Horst geht es um den selbstbewussten Umgang mit Männlichkeit, mit dem Körper, mit Bedürfnissen und mit Sexualität.«


Lars Harmsen hat kurz mit Mirko Borsche, Art Director der ersten Ausgabe, gesprochen und gefragt, wie er zu einem solchen Magazin kommt. Armin Morbach (TUSH, BALLSAAL) hat sich an ihn gewendet und gefragt, ob er sich das vorstellen kann. »Nur unter der Voraussetzung, dass wir absolute Freiheit haben«. So sind u.a. auch die humorvollen Illustrationen entstanden (wie z.B. auf der U4).

»Das Design wurde entwickelt, am Ende habe ich wissen wollen, ob es denn nun wirklich gefällt. Ich war dann etwas überrascht als Armin meinte, sie hätten eigentlich eine Schwule Männer Vogue machen wollen. Das ist HORST nun wirklich nicht geworden.«

Es gibt viele Schwulenmagazine, doch keines in Deutschland ist so gut gestaltet wie dieses. Der Blick von außen führt zu einer gesunden Portion Humor. Zwei Schriftschnitte sind extra für HORST entworfen worden: DOROTHY Rude für die linken, Sweet für die rechten Seiten. Das kleine »a«, wenn man es dreht, sieht aus wie ein Pimmel mit Eiern. Großartig.

Mehr Infos auch auf dem Horstson Blog.
Die erste Ausgabe von HORST ist exklusiv im Slanted Onlineshop zu finden!

HORST MAGAZINE #1
Havin’ a dick is pretty fuckin’ awesome

 

Gestaltung: Bureau Mirko Borsche
Herausgeber: Armin Morbach
Verlag: Tush Magazine
Veröffentlichung: Oktober 2011
Umfang: 220 Seiten
Format: 25 cm x 32 cm
Sprache: Deutsch / Englisch
Specials: Limitiert auf 1.000 Stück

hier bestellen / buy here

Renny

Uuuuh, shocking! Und alles pressen wir in unser Lieblingslayout.

Gast

Ich versteh das nicht. Warum immer halbnackte Kerle, die sich an die Klöten greifen?
Das ist doch genau die Weltsicht, die von anderen (oft zu recht) kritisiert wird.
Greifen sich die Lesben auch in den Schritt?

Das Titelbild sieht ja schlimm aus. Wie das Cover von einem Malblock.

Gast

ein schwuler der sich nicht über seine sexualität definiert, ist kein schwuler.
sagt mit zumindest dieses Magazin...

Gast

ich liebe malblöcke!!!!!!!!!!!

.-)

Darko

Richtige Undergroundmagazine werden nicht von Mirko Borsche gestaltet und kriegen keinen Platz in der Zeit oder bei Slanted. Richtige Undergroundmagazine kommen aus dem Underground und kriegen nicht bei der ersten Ausgabe die knallharte Lobby vom Feuilleton. Hier steckt also gezieltes Marketing und viel Geld dahinter (wenn man sich für so einen Quatsch schon den Borsche leisten kann/muss) und deswegen braucht dieses Magazin kein Mensch. Ausserdem wen kann man heute noch mit Arschdildos oder Schwänzen schocken? Richtig..niemanden!

Jürgen

Also das sieht echt nur noch käsig aus. Dieser dumme wir-trimmen-alles-absichtlich-auf-hässlich-und-dilettantisch-Style ist doch nur noch langweilig! Mike Meiré hat das mal unter dem Begriff "The new Ugly" gemacht und Herr Borsche hat das dann nachgemacht und ist halt darauf hängen geblieben!

Neue Ansätze bitte, so kalkulierte Pseudo-Style-Schockerei interessiert niemanden mehr.

Gast

bin anderer meinung. das cover macht richtig bock

C

das magazine »butt« stellt den gleichen inhalt in einem etwas individuelleren layout da:

http://www.buttmagazine.com/

Gast

Und dieses Magazin kostet auch noch absurde 34 Euro? Das kann doch nur ein Witz sein.

flo

@ Darko:
Im Zeitalter von Social Media etc. gibt es DEN richtigen Underground sowieso nicht mehr – wenn es so etwas überhaupt mal gab (Authentizitätsmythen, usw.).

Und ansonsten kommen in den Kommentaren offenbar Borsche-/Style-Bashing und Homophobie zusammen. Jedenfalls nichts weiter von Belang, wie langweilig.

Jules

Warum reden hier eigentlich alle von Schockerei? Da sind nur ein paar Lümmel zu sehen, so what. Das ist nicht mal zu schocken gedacht, ist eher humoristisch. Meinem schwulen Bekannten gefällts ganz ausgezeichnet.

Darko

Gut, dass du dich im Zeitalter von Social Media so gut auskennst. Aber deine Definition von Homophobie könntest du uns mal erklären. Ich sehe hier nichts von Homophobie. Und ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass wirklich homophobe Kommentare bei der Redaktion eine Chance hätten.

Miriam

Achtung Achtung: User Flo hat das Ende des Undergrounds verkündet. Gewagte These.

Andre

ich finde das butt magazine an sich wesentlich besser. die behaupten wenigstens nicht körper und sexualität zu trennen. außerdem sind sie nicht von der sorte "styler", die ohne selbstironie auskommen.

horst wird sicher nicht wegen positionen schwuler "identität", sondern wegen ein paar lümmeln und behaarten brüsten gekauft. oder aufgrund des hypes. PUNKT! schwule leiden traurigerweise extrem an dem bedürfnis dazuzugehören und sich tolle dinge ans revers zu heften.

ja, ich weiß, dass tun auch nicht schwule. und ja, ich bin selber schwul. ja, man kann nicht alle über einen kamm scheren. aber unterm strich ist das schon sehr wahr.

"In Horst geht es um den selbstbewussten Umgang mit Männlichkeit, mit dem Körper, mit Bedürfnissen und mit Sexualität."

...in Horst geht es darum aufzuzeigen was man konsumieren muss, um zeitgemäßen Stil zu haben. Horst unterstützt klassische äußerliche Merkmale von Männlichkeit und untermauert diese. Wenn ich so Sätze wie den zuvor zitierten lese kann ich nur noch kotzen. Horst stellt doch auch nur Normen auf, die jeden, der davon abweicht, tendenziell auzsschliessen.

Ich packe ungern die Adorno Keule aus, aber: "Es gibt nichts richtiges im Falschen."

Ich finde die Gestltung gar nicht übel. Ich kann damit leben. Aber so zu tun als würde man etwas tun, dass neu und vor allem "offen" ist...BAH, das ist echt schäbig.

OTL

der typ aufm cover sieht aus wie meine damalige BIG JIM-Figur...cool!

ansonsten ist das cover schrecklich auf UGLY getrimmt....

Borsche

Immer wieder interessanten welch extreme Reaktionen auf Arbeiten von Mario, Mike und mir hier auf diesem Blog ausgelöst werden, der ein oder andere nimmt es sogar richtig persönlich. Eigentlich sehr amüsant, zwei Dinge würde ich jedoch gerne korrigieren, weil sie einfach Inhaltlich falsch sind.

@Darko
was für eine laienhafte Aussage. Woher willst du eigentlich wissen was mein Tages- bzw. Stundensatz ist, sollten wir dir etwa mal eine Visitenkarte gestalten?

@Jürgen
bevor man solche Dinge schreibt sollte man sich erstmal mit der Arbeit des anderen auseinandersetzen, also meiner, und bitte nicht irgendwelche Dinge zitieren, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, was Mike mit the New Ugly meint, welche Designmermale und welche eigentliche Herkunft der Begriff wirklich hat.

Daniel Bär

Überrascht über die (ausschliesslich?) negativen Kommentare. Geschmacksache, ganz klar. Das Cover finde ich gross: Farbkombination, Schriftzug, Komposition, Foto. Super.

Problematisch wird's vielleicht dann, wenn man sich expressiv gestaltete Magazine wie dieses (ich denke grade auch an PIN-UP oder Sang Bleu) durchlesen will. Es strengt halt so richtig an, und lenkt dann auch mal vom Inhalt ab. ABER: «überstylte» Magazine haben wohl oft den Charakter eines Design-Objektes. Sie vermitteln eine Stimmung, ein Gefühl, einen Stil.

Wichtig finde ich somit die Balance aus expressiven Elementen und gut aufbereitetem Inhalt.
Leider sieht die Lauftextschrift in diesem Fall nicht besonders lesefreundlich aus. Vielleicht soll sie das ja gar nicht sein? Aber weshalb nicht? (Ich habe schon von Schreiberlingen anderer Mags gehört, ihre Texte würden dadurch entwertet.)

Ansonsten: Honorar-Genörgle? Ja les' ich denn noch richtig??

Gast

hi!
finde das magazin auch nicht den renner und 34 euro (falls das stimmt) eine frechheit.
traurig, dass das manch einer braucht um selbstsicherer zu sein…
aber die bmb-website find ich ziemlich top: best "mag-style-in-web"-)

Gast

ich finds gut.
geht stark in eine richtung (was man ja an der diskussion sieht) und das ist immer gut.
das gefühl wird vermittelt.

pascal s

Mirko weiter so! Solang die Leute Spass haben darüber so emotional zu reden, alles richtig gemacht! ;) Scheinen sich ja einige im Ego angekratzt zu fühlen, von diesem Design, finde ich ja höchst amüsant...Ich finde Horst übrigens sehr gelungen, sehr unique und keinesfalls ein Meire-Klon, im Gegenteil, solche Äusserungen zeugen einfach nur von fehlender Fachkenntnis-Man stellt immer wieder fest wie sich die 3 (mario mirko mike) gegenseitig weiterbringen, supersache-denn aus Deutschland kommt mit den 3en wirklich das beste editorial design zurzeit. chapeau!

hegot

Noch ein 'Butt', aber diesmal bilingual?!

Hoffe Ihr überlebt die zweite oder dritte Ausgabe. Viel Glück!

mrc

Lieber Herr Borsche,

welche Designmerkmale hat denn der Begriff und inwieweit unterscheidet sich die Gestaltung von Horst davon?
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich den Stil auch als "gesehen" empfinde, aber ich würde mich freuen wenn Sie aufklären würden.
@ pascal s: Ich finde es interessant wenn du von fehlender Fachkenntnis sprichst, das bedeutet ja dann auch, dass man vom Leser eine Fachkenntnis
erwarten muss um das Design zu verstehen/ zu würdigen?

Sebio

Der Jürgen hat sowas von recht.

"Also das sieht echt nur noch käsig aus. Dieser dumme wir-trimmen-alles-absichtlich-auf-hässlich-und-dilettantisch-Style ist doch nur noch langweilig! Mike Meiré hat das mal unter dem Begriff "The new Ugly" gemacht und Herr Borsche hat das dann nachgemacht und ist halt darauf hängen geblieben!"

Sieht aus wie gewollt und nicht gekonnt. Wieso ich auf Slanted was darüber finde ist mir ein Rätsel.

Und wenn man auf die irrsinnige Idee kommt extra zwei Schriften zu entwickeln (echt keine Ahnung was der Designer sich dabei gedacht hat, sieht immer wie nen Fehler aus und stört das Auge), dann sind die Kosten auch kein Wunder. Es kann natürlich sein, dass das genau die Intension des Designer war, Schwule nicht gut aussehen zu lassen ...

@borsche: "welch extreme Reaktionen auf Arbeiten ... von mir ... " Mancher hat ja spass daran Andere mit Schrott zu ärgern. Dadurch wirds aber nicht besser.

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