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Katalog Praehistorica – Institut zur Bergung und Präparation fossiler Funde / Oleg Svidler

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Oleg Svidler ließ das Hobby seiner Kindheit wiederaufleben und machte dies zum Thema seiner Bachelorarbeit an der FH Mainz. In Zusammenarbeit mit dem Institut Praehistorica ist ein Katalog über fossile Funde entstanden.

Der Katalog 2012 für »Praehistorica – Institut zur Bergung und Präparation fossiler Funde« versucht die Kluft zwischen Wissenschaft und privaten Sammlern zu schließen. Er führt eine künstlerische Präsentationsform für Fossilien ein, die mit paläontologischem Basiswissen und erläuternden Infografiken kombiniert wird, um dem Neuleser das Wissen zur Beurteilung fossiler Objekte an die Hand zu geben. Des weiteren gibt der Katalog mit Hilfe eines Interviews und einer Fotodokumentation der Arbeitsweise einen Blick hinter die Kulissen des Instituts.

Der Katalog kann sowohl als Objekt für Sammler im Ganzen belassen werden, als auch, wie unter Wissenschaftlern üblich, an der Perforation abgetrennt und anschließend archiviert werden.

Wie bist du auf das Thema deiner Arbeit gekommen?
Seit meinen Kindestagen interessiere ich mich für Fossilien. Als Kind las ich bereits einige Paläontologiebücher und fand ein paar Fossilien im Feld. Dieses Hobby geriet dann für einige Jahre erst ein mal in Vergessenheit, bis ich unerwartet Bekanntschaft mit Ingo Meyer machte. Er ist ein engagierter Fossilienhändler und Leiter des Instituts Praehistorica. Nach einigen intensiven Gesprächen mit ihm bat sich mir die Möglichkeit gemeinsam mit ihm ein reales Projekt als meine Bachelorarbeit umzusetzen – ein Buch über Paläontologie.

Nach zwei Monaten intensiver Zusammenarbeit überlegten wir gemeinsam, wovon das Institut Praehistorica am meisten profitieren würde. Wir einigten uns auf einen Fossilienkatalog mit einem populärwissenschaftlichen Teil, der gleichsam als eine Art Imagebroschüre für Praehistorica fungiert.

Du sagst, der Katalog soll »die Kluft zwischen Wissenschaft und privaten Sammlern schließen.« Wie hast du Kontakt zu Sammlern aufgebaut?
Diese Kluft zu schließen ist in erster Linie ein Anliegen von Praehistorica. Unser Katalog schließt an dieser Stelle nur an und versucht eben auch ein eher kunstinteressiertes Publikum hinzuzugewinnen, indem Fossilien sowohl mit ihrem wissenschaftlichen als auch mit ihrem ästhetischen Wert präsentiert werden. Der Ansatz Ingo Meyers und des Instituts Praehistorica liegt darin, durch den Verkauf veräußerbarer Fossilien an Privatleute auch einen Teil der wissenschaftlichen Ausgrabungen zu finanzieren und so die Lücke in den öffentlichen Kassen zu überbrücken.

Was war die größte Herausforderung bei deiner Arbeit?
Die größte Herausforderung aber auch der letztendliche Reiz lag in der Interdisziplinarität meiner eigenen Arbeit. Um ein dem Kunden nützliches Projekt zu realisieren, braucht man als Designer ein größtmögliches Verständnis der Materie und der Situation seines Gegenübers. Dies bedeutete für mich auf Ausgrabungen zu reisen, die Sammlungen Praehistoricas zu studieren, so wie selber kleinere Restaurationsarbeiten zu erlernen und das nötige Hintergrundwissen zu erlangen um grafische Rekonstruktionen fossiler Funde erstellen zu können.

Praehistorica – Institut zur Bergung und Präparation fossiler Funde

Gestaltung: Oleg Svidler
Fotografie: Sven Herkt, Steffen Meyer, Christain Schreiber, Oleg Svidler
Hochschule: FH MAINZ
Veröffentlichung: Januar 2012
Umfang: 140 Seiten
Format: 23 x 29,7 cm
Sprache: Deutsch
Specials: Faltplakatcover, Perforation, Lochung

Hier geht es direkt zur Arbeit auf www.zweizehn.com

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