Kleiner geht es nicht mehr / Xerox entwickelt die kleinste Schrift der Welt

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Die Firma Xerox stellte vor wenigen Tagen eine Schrift vor, die so klein ist, dass man sie nur mit einer starken Lupe lesen kann. Der »MicroText™ Specialty Imaging Font« ist etwa 0,025 cm groß, also etwa 0,7pt. So ist es zum Beispiel möglich, ein 100-seitiges Buch auf einer DIN-A4-Seite abzudrucken.
Die Einsatzgebiete für eine derart kleine Schrift sind offenbar wichtige personalisierte Dokumente, wie Geburtsurkunden, Zeugnisse, Schecks oder Ausweispapiere, die mit entsprechend kleinen Texten fälschungssicherer werden. Damit wird vor allem der technischen Entwicklung im Bereich Digitaldruck und dessen Verbreitung Rechnung getragen. Druckbetriebe, die personalisierte Dokumente produzieren, können den MicroText™ Specialty Imaging Font zusammen mit der Xerox FreeFlow™ Variable Information Suite 5.0 erwerben.

Ivo

Weitere Einsatzgebiete für diesen Microfont könnten meiner Meinung nach auch wichtige Passagen in Verträgen sein (So gewinnt „Achten Sie auf das Kleingedruckte“ eine ganz neue Bedeutung) und Tasten auf Mobiltelefonen. Die werden ja auch immer kleiner. Außerdem sollte dem Springer-Verlag diese Schrift für die BILD-Zeitung angeboten werden. ;)

hans schumacher

– Xerox Scientists Develop MicroText™ Font – sowas können offenbar nur Wissenschaftler machen. Wie der Font aussieht, ist wegen der Fälschungssicherheit wohl auch Geheimsache. Konnte jedenfalls keine Schriftprobe entdecken …

manul

Das nenn ich mal interessanten Flattersatz!

René

Bei Blocksatz wären sicherlich die Wortzwischenräume zu groß geworden und hätten ein unschönes Moiré erzeugt. :-)

Celly

Naja. Interessanter finde ich die Formica von Volker Heim:
La Formica

hans schumacher

korrekt. finde ich auch – angenommen die XEROX Corporation hätte sich für die Formica entschieden: wäre der Entwerfer glücklich mit den Implikationen der Verwendung?

CHR15

ich denke, man kann die beiden nicht vergleichen. ziel und verwendungszweck sind doch bei beiden fonts grundverschieden. wenn die formica auch unter deutlich 5 pt gut zu lesen ist, sind es zu 0.7 pt ja noch welten. gerade unterhalb von 5 pt stellt jeder 0.5 pt-schritt gen 0 extrem hohe ansprüche an den schriftentwickler und letztlich auch an das material des informationsträgers.
glaube auch nicht, dass die microtext nach klassischen lesekriterien entwickelt wurde, sondern eine zweckspezifische form findet irgendwo zwischen monotype und xy.

hans schumacher

you're right, chris – quite probably so. ohne dass man den font je zu gesicht bekommen hat (und vielleicht auch nicht wird) liegt die sache so, wie du sagst/schreibst.

gerade was bei der formica so eindrucksvoll ist, eine (form)entwicklung die lesekriterien, anforderungen für den druck, den informationsträger usw. nachvollziehbar berücksichtigt, wird bei der microtext kaum eine rolle spielen/gespielt haben.

hans schumacher

:-(

(wollte ich noch hinzufügen)

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