Das neue Magazin »Konsens« nähert sich mit den Mitteln von Grafikdesign aktuellen sozialen und politischen Themen. In der gestalterischen Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik möchte es einen aktiven Beitrag zur Meinungsvielfalt leisten. Die erste Ausgabe setzt sich mit der westlichen Sicht auf Russland auseinander. 

Das Magazin basiert auf dem Kontrast von Inhalt und Form. Auf redaktioneller Ebene liefert die Ausgabe keineswegs eine Apologie oder Gegendarstellung zum gegenwärtigen Russlandbild, sondern hinterfragt dieses kritisch aus verschiedenen Perspektiven. Die Texte liefern Hintergrundinformationen zu Russland und der westlichen Vorstellung davon. Im Fokus stehen Themen und Aspekte, welche in der Tagespresse oft zu kurz kommen. Beispielsweise ein Interview mit dem Schweizer Botschafter Pierre Helg in Moskau, über seine Rolle als Vermittler. Oder einem Text von Jean-Pierre Chèvenment mit historischen und aktuellen Hintergründen zum Ukrainekonflikt.

Der Bildteil beschäftigt sich mit der visuellen Darstellung Russlands im Film und reproduziert den herrschenden Konsens. Bildmaterial aus Filmen verschiedener Epochen und Stile lassen tendenziöse Russlandmuster erkennen. Denn so wie Hollywood sich von der Realität inspirieren lässt, wurzelt umgekehrt die Realität auch in der Fiktion. Die Gegenüberstellung von Abbildung und Kontextualisierung bzw. kritischer Analyse trägt zu einer differenzierten und damit aktualisierten Meinungsbildung bei.

Magazine, die sich auf fachlicher Ebene mit Gestaltung und deren Trends auseinandersetzen gibt es zahlreich. Konsens Magazin geht über die reine Ästhetik und Funktionalität von Grafikdesign hinaus und entsteht nicht zum Selbstzweck. Konsens Magazin nutzt visuelle Gestaltung als Mittel zur Auseinandersetzung mit Gesellschaft und Politik. Konsens Magazin bezieht Stellung und macht sichtbar. Konsens Magazin provoziert – visuell und inhaltlich. Denn: Wir sind der Überzeugung, dass Grafiker mit ihrer konzeptuellen und visuellen Art zu denken und kommunizieren eine wichtige Rolle in gegenwärtigen Diskursen spielen müssen. 

Hinter »Konsens« stehen die beiden Grafiker Max Frischknecht (26) und Philipp Möckli (25). Beide arbeiten als freischaffende Grafikdesigner. Max Frischknecht aus St. Gallen absolvierte die dreijährige Ausbildung zum Grafiker in der Fachklasse für Grafik. Zur Zeit befindet er sich im 6. Semester Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Interaktions Design und neue Medien an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel. Philipp Möckli schloss 2014 seinen Bachelor in Visueller Kommunikation mit Schwerpunkt Typografie ebenfalls an der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel ab.

Konsens Magazin #1– Die Russen kommen

Gestaltung und Herausgeber: Max Frischknecht & Philipp Möckli
Veröffentlichung: Februar 2016
Umfang: 144 Seiten
Format: 20 × 27 cm
Sprache: Deutsch/Englisch
Ausführung: Risographie/Offset-Druck
ISBN: 978-3-033-05480-6
Preis: 27 Euro
 

 

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