Der Titelschriftzug auf dem 80 Jahre alten Plakat für die Verfilmung des Dramas "Liebelei" von Arthur Schnitzler diente als Vorlage für Ekke Wolfs gleichnamige neue Schriftfamilie. Außer den handgemalten fünfeinhalb Lettern (L, i, b, l und 2 e) existierten keine Buchstaben. Alle weiteren alphabetischen und nicht-alphabetischen Zeichen hat er in freier Interpretation des Plakattitels gezeichnet.

Das historische Werbemittel für die Uraufführung des Kinofilms am 24. Februar 1933, entworfen vom vielbeschäftigten Wiener Plakatmaler Rudolf Vogl (1887–1958), wurde mir freundlicherweise von der Plakatsammlung der Wienbibliothek als hoch auflösendes Digitalisat zur Verfügung gestellt.

© Wienbibliothek im Rathaus, Plakatsammlung, P13054
Ekke Wolf: Ziel war eine Schrift, deren Buchstabenformen zum Original aus den 1930ern passen und gleichzeitig modern sind. Dafür habe ich etwa die Oberlängen reduziert und damit zeitgemäßere Proportionen erhalten. Die warmen und freundlichen Details schaffen zusammen mit den zahlreichen Alternativlettern, Kapitälchen, Sprachensets inklusive Griechisch oder acht Ziffernsätzen viele Einsatzmöglichkeiten für die Liebelei.
Jeder der vier Fonts (Light Italic, Regular Italic, Medium Italic und Bold Italic) besteht aus knapp 850 Schriftzeichen.

Der erste Schriftschnitt, der nach der Vorlage entstanden ist, war die Liebelei Bold, danach habe ich die anderen, leichteren Stärken gezeichnet.
Die Schriften sind erhältlich unter: www.youworkforthem.com
Mehr Bilder gibt es auf meiner Website: www.typic.at

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Gast
Die Schrift ist ja schön und gut. Aber die Präsentation – grausig! Aargh, die Farben! Völlig überladen alles...
studio
Die Liebelei ist jetzt auch via MyFonts erhältlich. Bis Ende des Monats kosten Einzelschnitte nur $9,75.
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