Making of / Ralf Turtschis neues Lehrbuch

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Der schweizer Verlag Niggli hat im Mai diesen Jahres das neue Lehrbuch von Ralf Turtschi herausgebracht. Ralf Turtschi ist Inhaber der Kommunikationsagentur "Agenturtschi" in Adliswil bei Zürich. Das Buch hält, was der Verlag darüber sagt. Ralf Turtschi legt seine tägliche Arbeit als Gestalter dar. Und das wirklich fast schon exhibitionistisch offen. Er zeigt und sagt alles. Er beschreibt seine grundlegenden Herangehensweisen und Konzepte, konkrete Aufgabenstellungen, inhaltliche und visuelle Lösungsansätze, Auseinandersetzungen mit dem Kunden und Komplikationen mit verärgerten Promis. Er zeigt auch, wie seine Verträge aussehen und warum. Und wie visuelle Ideen technisch umgesetzt und realisiert wurden. Er schreibt als Schweizer mit systhematischen Nüchternheit und schalkhaftem Witz, überzeugend und sympathisch.

Die Arbeiten selbst sind selten grafisch hipp, aber immer anspruchsvoll. Die ausgiebigen Einblicke in die Laborarbeit von Namens- und Logofindung sind beeindruckend und im Buch auch sehr gut und nachvollziehbar dargestellt. Diese Art der Darstellung zieht sich über Printmedien und Verpackungen bis zu Internetpräsenzen.

Ein grundsätzliches Buch von einer Persönlichkeit geschrieben. Der Verlag fasst es nochmal gut zusammen: "Wer ist das Publikum, wie funktioniert ein Plakat, wie liest man Anzeigen, wie wirken Bilder, welche Schriften eignen sich für welchen Zweck?" sind Fragen, die sich ein Gestalter stellen muss. Am Ende entscheidet sich dann der Auftraggeber vielleicht nicht einmal für die beste Lösung.





CHR15

sicherlich charmant-schweizerisch geschrieben. wenn man sieht, was seine agentur so gestaltet, findet man eher amerikanische anleihen.

manchmal habe ich bei turtschi das gefühl, dass auch die beste fachkenntnis nix mit guter gestaltungsleistung zu tun hat.

designmacherei Peter Reichard

ich kenn nur seine Bücher Praktische Typografie und Mediendesign, also die Vorläufer. Er vermittelt halt mehr da Handwerkszeug und die Basics, die Gestaltungsideen muss man sich selbsterarbeiten. Für die Ausbildung und als Einstigeslektüre fand ich seinen Ansatz gelungen.

Werde mir sein neusten Machwerk demnächst für eine Rezension genauer anschauen

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