Nimbus Sans ME / neue Middle East Collection von URW++

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Die neue Nimbus Sans ME (Middle East) Schriftfamilie mit insgesamt 10 Schriftschnitten ist in den multilingualen Belegungen, Standard Latin West, Latin Extended (East), inklusive Türkisch und Baltisch, Kyrillisch (Russisch, Weißrussisch, Bulgarisch), Griechisch, Arabisch + Farsi (Persisch) + Urdu sowie Hebräisch erhätlich.

Verfügbar als OpenType Pro Fonts mit den benötigten Language Features für Arabisch + Farsi (Persisch) + Urdu + Hebräisch.

Steven

Wo genau ist der Unterschied zur Helvetica? Komische Schrift...

Patrick

dahinter steckt auch die helvetica. hier geht es nur um die neue, ziemlich umfangreiche, middle east schrift. max miedinger ist bei der nimbus auf der urw seite auch als designer (1958) genannt.

hans schumacher

Zitat Anfang:

(…) es gibt eine ganze Anzahl von Schriften, die genauso aussehen wie die Helvetica (oder fast genauso) jedoch einen anderen Namen tragen. Die Helvetica selbst hatte auch einen anderen Namen: ursprünglich hieß sie „Neue Haas-Grotesk“. Die Überarbeitung durch Max Miedinger erhielt dann den zugkräftigen Namen.

Was für die Helvetica gilt, gilt auch für viele andere Schriften, gerade für die beliebtesten und erfolgreichsten. So können die Univers als „Galaxy“, die Futura als „Fujijama“ oder die Gill als „Humanist“ … erstanden werden.

Der Hauptgrund für die falschen Namen ist blanker Diebstahl: unser Recht erlaubt zwar den Schutz von Markennamen, nicht aber (oder kaum) den Schutz von Schriftformen. (…)

Der Grund für solche Parallelschnitte kann allerdings auch in der Verweigerung von Lizenzen gegenüber durchaus zahlungswilligen Konkurrenten sein. Das war der Grund für den Schnitt der AG Buch, die – wie die Helvetica selbst – eine beruhigte Form der ursprünglichen Akzidenz Grotesk ist …

Ein weiterer Grund für eine gering veränderte Neuausgabe einer Schrift kann die Verbesserung aufgrund neuer Einsichten, Auffassung oder technischer Möglichkeiten sein
(…)

„Die Helvetica ist nicht die Helvetica“. Das gilt auch in einem anderen Sinn. Nicht in den großen Formen, sondern in den feinen Details der Durcharbeitung gibt es zahlreiche Differenzen bei angeblich identischen Schriften. (…) So kommt es daß angeblich identische Schriften doch von unterschiedlicher Formqualität sein können (…)

Zitat Ende (aus Schriften erkennen, Sauthoff, Wendt, Willberg)

Wer jemals das Vergnügen hatte, mit einer Arial arbeiten zu dürfen, wird sich nach einer soliden Variante sehnen (und die darf dann halt auch Nimbus heissen). Bei URW++ ist ja dann hoffentlich davon auszugehen, dass Lizenzfragen geklärt sind.

heymuller

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