Retro-Look ist in. Ob Persil, Penaten oder Ahoi Brause, besonders im Produktdesign sieht man es immer öfters. Man begegnet Leuten mit Zwieback-Brandt oder Spülmittel-Pril T-Shirts auf der Straße. Wie ist Eure Meinung dazu? Ist es cool, die alten Sachen wieder aufzuwärmen, oder sollte man lieber neue Wege gehen?
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Nick Tornado
Warum nicht ein Kompromiss aus beidem? Es tut gut, mal zurueckzuschauen, um Stilmittel wiederzuentdecken, die vergessen wurden. Um zu sehen, dass es auch anders geht, als es der allgemeine Trend vorgibt. Noch schoener ist es aber, diese Entdeckungen in neuem Kontext zu reinterpretieren. Nicht einfach nur nachzudrucken, sondern sich davon inspirieren lassen, und neue Wege zu gehn, das waere doch schoen.
Heinrich
retro war für mich immer da, vielleicht in der letzten jahren ein wenig mehr aber so lange ich mich intensiv mit gestaltung beschäftige (ca. 9 jahre) habe ich immer irgendwo gute beispiele für retro-look gesehen ob aus usa oder von z.b. factor design, strichpunkt, die haben es sehr oft sehr gekonnt und »frisch« eingesetzt.
CHR15
wenn man sich mit gestaltung beschäftigt, kann man die geschichte nicht einfach ausblenden. warum auch? allerdings besteht ein unterschied zwischen plumpem retro-adaptionen und redundantem sampling.
nike
retro ist ein teil unserer kultur. und warum soll man so was nicht aufgreifen und neu interpretieren. diese ganzen patterns, die im netz kursieren gab es auch schon vor hundert jahren. und sie funktionieren damals wie heute.
Sissi
Mal so mal so
kai
retro-design ist gekonnt, wenn man den Retro-look
nicht sieht (auf den ersten Blick)...also wie Nick, Chris und Heinrich schon sagten...einfliessen lassen , aber nicht billig kopieren.
Eigentlich hab ich jezt nix neues gesagt, aber wollte halt auch mal die Klapee aufmachn!
sly
Retrodesign ist schon deshalb eine Option, weil frühere Ergebnisse gestalterischen Schaffens oftmals mit mehr Liebe, Zeit und Können entstanden, als heute abgefordert wird und der Zeitdruck zulässt. Als Orientierungshilfe sind sie also goldwert. Ausserdem muss das Rad nicht dauernd neu erfunden werden - das ist auch gar nicht evolutionär.
Um jemanden zu zitieren, der sich wirklich mit Evolution, Revolution und Qualität auskennt:
"Es ist nicht wichtig, ob etwas neu und originell ist. Es ist nur wichtig, ob es richtig und gut (gemacht) ist."
Vivienne Westwood
Schliesslich arbeiten Gestalter ja nicht in einem geschichtslosen Vakuum - das Bewusstsein um die Errungenschaft und Qualität "alter" Arbeiten kann in der Übersetzung und Interpretation im Rahmen aktueller Verwendung eben auch mehr als die Summe seiner Teile werden.
Ausserden sieht Retro einfach zuweilen gut aus und gaukelt die nostalgische Illusion von "früher war alles besser" wunderbar vor, durchaus erfolgreich meistens.
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