Selfmade Magazine #1 – Hand Job / Ein feines Magazin von Josie Majetic, Hochschule der Künste Bremen

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Vor Kurzem erreichte mich ein Magazin, 2-farbig gedruckt auf Zeitungspapier, das mich gleich neugierig gemacht hat. Anbei fand ich eine Postkarte und weitere Infos: Josie Majetic, 23 Jahre, studiert Grafikdesign an der Hochschule für Künste Bremen und hat in einem Editorial-Kurs bei Nicolas Bourquin (onlab), dieses schöne Magazin entwickelt, das wir gerne vorstellen und als limitierte Version in unserem Shop anbieten.

HAND JOB ist die erste Ausgabe des SELFMADE MAGAZINE und liefert einen
Einblick in die Vielfalt der Selbstbefriedigung. Auf spielerische Art präsentiert es Künstler, Geschichten vom Handgemachten, Persönlichkeiten und Persönliches in einem etwas anderen Zeitungsformat. Und dabei muss der Leser auch selbst Hand anlegen ...

Besonders interessant ist auch die Art, wie das Magazin gefaltet ist. Faltet man es auseinander, entdeckt man ein kleineres Format, welches eingebunden wurde mit »Penis-Objekten« – unter anderem mit den Strick-Penissen von Andrea Pritschow, die wir ebenfalls in Slanted #12 präsentieren durften.

Aber es geht im Selfmade Magazine #1 nicht nur um Penis- oder Vaginagleiche Objekte, sondern vorallem um die Auseinandersetzung mit dem Thema in Form von Interviews (z.B. mit den Sexspielzeug-Herstellern Fun Factory), einem Artikel über die “Porn Society” von Christian Pfeiff und einer Fotostrecke von Ariane Lopez-Huici.

Obwohl das Thema »Selbstbefriedigung« bei dem ein oder anderen vermutlich die Augen rollen lässt, hat Josie es geschafft, sehr durchdacht mit der Thematik umzugehen und trotzdem auf eine witzige Weise die Facetten aufzuzeigen.

Die Entstehungsgeschichte
von Josie Majetic, Hochschule für Künste Bremen, 9. Semester

»Die Idee zum SELFMADE MAGAZINE entstand 2010 in einem Editorial-Design Kurs an
der Hochschule für Künste Bremen, den Nicolas Bourquin betreute. Mit der Themenvorgabe »Sex« bin ich in meine Recherchearbeiten und Konzeption für mein Magazin eingestiegen. Dabei hat sich schnell herausgestellt, dass ich mich mit dem Thema Selbstbefriedigung näher beschäftigen wollte. Ich begann Freunde, Künstler, Fotografen und Institutionen aus der ganzen Welt anzuschreiben, die sich mit dem Thema beschäftigen und zu fragen, ob sie nicht Lust hätten, ein Teil davon zu sein. So entstand eine vielfältige, bunte Sammlung, mit der ich experimentell weiterarbeiten konnte. Dabei war mir besonders wichtig, das Thema auch visuell zu übersetzen. So bin ich zu dem besonderen Format und dem Faltprinzip gekommen. Der Leser soll nämlich auch selbst Hand anlegen! Über einen Sponsor und Selbstfinanzierung konnte ich das Projekt schließlich realisieren und eine kleine Auflage drucken lassen. Und dabei musste ich auch selbst Hand anlegen.«

Selfmade Magazine #1
Hand Job

Idee, Konzept und Gestaltung: Josie Majetic
Herausgeberin: Josie Majetic
Veröffentlichung: Februar 2011
Umfang: 24 Seiten
Format: 40 x 60 cm
Sprache: deutsch
Specials: Limitiert auf 200 Stk.
Preis: € 12,50

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Gast

Seltsamerweise sieht das Ding aus wie alles von Onlab.

Gast

Das hat jawohl Nicolas Bourquin selbst gemacht. siehe www.onlab.de. das sieht alles genauso aus. wo bleibt der anspruch?

Mirko

josie majetic ist wohl thibauds tissots alter ego.

Julia

Mal ganz ehrlich, hätte ich nicht geschrieben, dass das Mag in einem Editorial Kurs bei Nicolas Bourquin entstanden ist, wären hier niemals Kommentare gekommen, wie »sieht aus wie von XX«.

Das Magazin ist sehr gut gemacht und die Inhalte sind nicht einfach so von der Stange – ihr solltet es euch vielleicht mal näher anschauen ... wobei man den Vergleich zu onlab auch durchaus als Kompliment für das Magazin verstehen kann.

Gerry

"Mal ganz ehrlich, hätte ich nicht geschrieben, dass das Mag in einem Editorial Kurs bei Nicolas Bourquin entstanden ist, wären hier niemals Kommentare gekommen, wie »sieht aus wie von XX«"

Wer sich auskennt, erkennt den Einfluss von Onlab auf Anhieb.

"wobei man den Vergleich zu Onlab auch durchaus als Kompliment für das Magazin verstehen kann."

Naja. Geschmackssache.. Ich hab eher den Eindruck die junge deutsche Design Szene lässt sich derzeit viel zu sehr von den Top Studios beeinflussen. Kritik an Stilen oder "den Großen" ist, wenn überhaupt nur in gewissem Maße geduldet. Ich hab immer mehr das Gefühl, dass viel zu viel gut gefunden werden muss. Es ist doch völlig langweilig sich, jetzt bereits im dritten Jahr hintereinander, immer die gleiche Gestaltung anzusehen.

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