Wir begrüßen herzlich Christoph Mescher und seine Schrift Synthica bei Volcano Type!
Die Schriftfamilie Synthica ist die Weiterentwicklung einer konstruierten, geometrischen Schrift, die im Rahmen seiner Bachelor-Thesis im Sommersemester 2010 in Pforzheim entstanden ist.
Im Kontext von elektronischer Musik und der tiefen Auseinandersetzung mit ihren Parametern basiert die Schrift zunächst auf einem strengen, modularen Raster. Später wurde die Ober-, bzw. Unterlänge leicht vergrößert und die x-Höhe hochgesetzt, um optische Größenunterschiede zu beheben.


Der Name “Synthica” leitet sich von einem Prinzip der elektronischen Klangsynthese ab. Die Sinus-, Dreieck- und Quadratwellenform der Oszillatoren im Synthesizer bilden die geometrischen Grundmodule für das Raster. Die Modularität und Geometrie basiert jedoch auch auf anderen Strukturen elektronischer Musik; die starke Betonung der Diagonalen schafft ein rhythmisches Schriftbild mit hohem Wiedererkennungswert.
Der Kontrast “digital/analog” ist ein weiterer Grundgedanke dieser Schrift: Die Glyphen der Synthica Outline wirken eher synthetisch-fragil, die Synthica Black ist als gefüllte Variante das analoge Pendant.






Christoph Mescher wurde 1984 in Tübingen/Germany geboren und studierte an der Hochschule Pforzheim, University of Applied Arts.
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Markus
"...Ober-, bzw. Unterlänge leicht vergrößert und die x-Höhe hochgesetzt, um optische Größenunterschiede zu beheben?..."
Steh ick jetzt aufm Schlauch, oder wie soll das gehen bei einer Schrift, die nur Versalformen besitzt???
Und gekernt is da auch nischt, oder?
wär n netter freefont, aber nich für 45 oiro...
Florian
Richtig stark!
Gast
@Markus
Auch dieser Font besitzt eine x-Höhe. Sie wurde nach der geometrischen Konstruktion der Glyphen von der exakten Mitte etwas nach oben gesetzt.
Was eine x-Höhe ist, können Sie hier nachlesen:
http://www.typolexikon.de/s/schriftlinien.html
StefanB
Seltsame Herleitung …
Wenn man von x-Höhen spricht, dann ist in 99% der Fälle die Höhe der Minuskeln ohne Ober- und Unterlängen gemeint. Das kann man in jedem Typografiebuch nachlesen, auch in dem oben verlinkten Artikel. Da es in der hier präsentierten Schrift keine Minuskeln gibt, würde ich hier auch nicht von einer x-Höhe sprechen.
Was hier vermutlich gemeint ist, ist die optische Mitte, welche entgegen der geometrischen Mitte etwas höher liegt. Nach der rein geometrischen Konstruktion wurden also Querbalken der optischen Mitte angepasst. So wird vielleicht ein Schuh draus‽
Mir ist auch nicht klar, was in dem Begleittext mit Ober- und Unterlängen gemeint ist? Eventuell der Überhang/Overshoot der gerundeten Buchstaben wie C, G, J, O, Q, S, U?
phillip h.
gefällt mir richtig gut...kompliment!
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