Nach der Designkalender-Triologie "DesignerKöpfe 2007", "DesignerSchätze 2008" und "DesignerReisen2009", ruft Eiga nun zum 4. Mal Designer deutschlandweit auf, ihre Arbeiten einzureichen.
EIGA veröffentlicht deine “grünen” Arbeiten in der neusten Auflage der Designkalender-Reihe.
Think Green! Nachhaltigkeit, Recycling und Regenerative Energie sind zentrale Themen unserer Zeit. Designer haben durch ihre Arbeit ganz unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema Ökologie. Und täglich sind wir aufgefordert: Think Green!
EIGA calls for entries! Wir schaffen eine visuelle Bestandsaufnahme zum Thema Ökologie und veröffentlichen dein Projekt in einem hochwertigen Designkalender. Arbeiten im Kontext Rohstoffe, Energie und Umwelt. Eine Illustration, eine Schrift, ein Objekt. Ein komplettes Projekt oder ein Ausschnitt. Wir zeigen Designs aus allen gestalterischen Disziplinen, die sich auf ihre Weise mit dem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Erde beschäftigen. Anmeldung auf: www.designkalender.eu
Nach dem Erfolg der Designkalender-Trilogie DesignerKöpfe, DesignerSchätze und DesignerReisen gehen wir nun neue Wege: Think Green! Das Kalender-Projekt wird auch 2009 von EIGA initiiert und von Römerturm Feinstpapier, der Büttenpapierfabrik Gmund, Designerdock und Mediadruckwerk unterstützt. Sämtliche Einreicher werden in der Publikation veröffentlicht. 52 Gestalter bekommen als Wochenmotiv ein besonderes Podium in exklusivem, "grünen" Rahmen.
Sende deinen Beitrag bis zum 20. September 2009 an mail@designkalender.eu

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till1
ehrlichgesagt bin ich bei solchen aktionen immer kurz davor, mich aufzuregen - was hat denn ein kalender und ein paar grafiken mit "save the world" und nachhaltigkeit zu tun - aber: wie heißt denn die logoschrift? oder selbst entworfen? die blätter deuten daraufhin, jedenfalls interessante formen. :)
René
>> EIGA calls for entries! Wir schaffen eine visuelle Bestandsaufnahme zum Thema
>> Ökologie und veröffentlichen dein Projekt in einem hochwertigen Designkalender.
Ist es eigentlich politisch unkorrekt zu sagen das einem das Thema "Grün"
mittlerweile zum Halse raushängt? Kann man zumindest davon ausgehen, dass
der Kalender auch auf hochwertigem Umweltpapier gedruckt wird?
jonas
dazu fällt mir eigentlich nur eins ein:

Gast
Think green - Welcher Font ist das?
ION
Ich weiß ehrlich gesagt nicht wo euer Problem liegt sich mit dieser Thematik grafisch auseinander zu setzen!
Ihr könnt doch keine akzeptablen Argumente liefern die es Wert sind dieses Thema nicht zu unterstützen!
Eure Kommentare sind sehr frivol.
Ich finde es gut das man sich auch in der Designbranche Gedanken um die Umwelt macht!
Florian Pfeffer
@ Jonas
Zynismus hilft hier leider nicht weiter.
Natürlich kann Design einen Beitrag dazu liefern, die Welt besser zu machen bzw. (das wäre vilelleicht die passendere Beschreibung): Design kann einen Beitrag zur Lösung realer Probleme liefern. Wenn man nur mal an Produktdesign denkt, ist das so augenfällig, dass ich mich wundere, wie man das überhaupt in Frage stellen kann. Aber auch Kommunikationsdesign kann etwas bewegen - immerhin sind es Überzeugungen, Werte, (Vor-)urteile, Gewohnheiten etc., die unser Handeln bestimmen. Wer es der Disziplin nicht zutraut hier etwas zu bewegen, muss den Beruf wechseln ...
Eines ist aber klar: Das wird bestimmt nicht mit "politischen Plakaten" à la Rambow gehen oder Logos, die angeblich weniger Farbe verbrauchen - da ist ein bisschen weniger Naivität und mehr Fantasie gefragt. Warum soll es nicht möglich sein, mit den selben Methoden und der selben kreativen Energie, mit der man ein Plakat oder ein Buch gestaltet, Ideen zur entwickeln, die "echte" Probleme lösen? Beispiele gibt es zuhauf ... Designern fällt es nur schwer ausserhalb ihrer angestammten, bekannten und bequemen Kategorien und Medien zu denken und am Ende kommt eben doch eine Grafik oder ein Plakat raus. Warum sind (Grafik-)Designer in dieser Hinsicht so un-innovativ?
Ein Anfang wäre auf alle Fälle schon mal, nicht andere Menschen unbekannterweise als "pretentious fuck" zu bezeichnen (und ich meine hier nicht in erster Linie die Kollegen von eiga, sondern alle Designer, die diese Fragestellung ernst nehmen) ... das wäre ein echter Beitrag zur Verbesserung der Kommunikation im Web 2.0 ...
ION
@ Florian Pfeffer
Jetzt sind wir schon zwei die diese Meinung pflegen!
Das einzige was ich nicht gut finde ist, dass es sich so anhört als würdest du ein Vorurteil gegenüber Grafikdesignern haben.
Aber im großen und ganzen finde ich deine Meinung gut.
In welcher Richtung bist du denn tätig?
Gruß ION
Florian Pfeffer
@ion
ich bin selber grafik-deisgner (oder komunikationsdesigner, oder besser noch: ex-designer ... s.u.*) - ich habe so gesehen kein vorurteil, sondern ein urteil aus eigener anschauung (-: ich denke einfach, dass grafik-designer anfangen sollten, etwas weiter zu denken als bisher. es ärgert mich, wenn unser berufsstand unter seinen möglichkeiten bleibt. meine kritik am grafik-design ist in diesem zusammenhang durchaus konstruktiv und aufmunternd gemeint.
*es gibt von marti guixe einen schönen begriff: ex-designer. den hat er sich zugelegt, weil es ihn irgendwann gestört hat, dass er stets auf eine bestimmte vorstellung festgelegt worden ist, was (produkt)design eigentlich sein soll. in dem moment, wo er ex-designer war (und kein produkt-designer mehr), hat er die freiheit gewonnen, einfach gute ideen zu produzieren (egal welches label da drauf kommt).
viele grüsse
florian
till1
volle zustimmung, florian.
eben aus deinen argumenten finde ich das projekt so fragwürdig, denn in der aktion gibt EIGA ja genau die route vor, die dem thema am wenigsten nützt:
1. kalenderproduktion: die kalender werden vor allem bei den teilnehmenden und anderen designer hängen - und zwar primär wegen der schönen gestaltung. kommunikative leistung minimal, ressourceneinsatz hoch.
2. "Eine Illustration, eine Schrift, ein Objekt": genau die designleistungen, die mit dem thema am wenigsten zu tun haben (unter umständen mit ausnahme des objekts)
ich finde schöne kalender schön und eigas arbeiten toll, aber eben dieser konstruierte sinnzusammenhang mit ökologie und nachhaltigkeit lässt mich mit jonas zynismus sympathisieren.
CHris S
Natürlich kann Design ein umdenken bewirken!
Es kommt nunmal wie schon erwähnt auf die Art und Weise an,
wo und wie man den Hebel ansetzt.
Was mich ehrlich befremdet, ist die Tatsache, dass nun auf viele Dinge einfach das Label: Bio-, Eco- (mit passender Zusilbe), oder Green- bzw im deutschen Grünes (irgendwas) aufgetragen wird. Letztens habe ich im Baumarkt sogar Bio-Grillanzünder gefunden...
Achja - wie heist denn die schrift nun? sie ist echt schön!
CHR15
(…) Denkt daran: Wer sich vornimmt die ganze Welt zu retten, wird zumindest einen guten Teil dazu beitragen sie ein wenig besser zu machen. (…)
das ist ein irrglaube solange kommunikations(!)designer nicht ansatzweise eine argumentative (wenn schon keine wissenschaftliche) herangehensweise praktizieren.
christoph
ich geben chris recht. nichtssagende phrasen wie »think green« und grafikdekor bewirken nichts positives, sondern sorgen im gegenteil dafür, dass ein weiteres ursprünglich ernsthaftes anliegen von der marketing-maschinerie aufgefressen und zur nervtötenden mode pervertiert wird.
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