Ina Doncheva hat sich in ihrer Bachelorarbeit an der FH Trier mit Träumen beschäftigt und aus ihren Erkenntnissen ein Buch gestaltet. Wir haben Sie in einem kleinen Interview zu ihrer Arbeit befragt.

Das Buchprojekt »Über die Wirklichkeit hinaus – eine Entdeckungsreise durch die geheimnisvolle Welt der Träume« handelt von dem Zustand des Träumers und vermittelt Methoden, die eine Verwirklichung des luziden Traums erlauben. Welche Methoden finden wir in Deinem Buch?
Es gibt zahlreiche Techniken, die man zum luziden Träumen verwenden kann. In diesem Buch werden in erster Linie Methoden vermittelt, die in verschiedenen Kategoriegen zugeordnet werden können, wie z.B. »Klarheit bewahrende Techniken« – hier versucht der noch wache Mensch seine Bewusstheit in den Traum mit hinüber zunehmen, wohingegen bei den »Klarheit gewinnende Techniken« der Träumer während des Traumgeschehens erkennt, dass er träumt. Das »Verketten von Träumen« ist eine Möglichkeit, nach dem Erwachen wieder in einen Traum zurückzukehren. Diese Technik funktioniert bei Klar- und normalen Träumen. Wenn man von einem Traum erwachst, sollte man ruhig liegen bleiben und die Augen geschlossen halten. Je weniger Bewegung, Sinnesreize oder Zeit nach dem Aufwachen, desto besser ist die Wahrscheinlichkeit wieder in den Traum zurückzukehren. Der »Einsatz von externen Reizen« kann ebenfalls eine sehr gute Methode zum Klarträumen sein – solche Reize können Lichtsignale, Töne oder Worte sein, wichtig dabei ist, dass man diese Reize während der REM-Phase (die intensivste Schlafphase) erhält.

Das Gefühl des Träumens wird auch visuell in Deinem Buch sichtbar – durch analoge Fotografien. Was genau spiegelt innerhalb der Fotografie in deinen Augen die Thematik wieder?
Das körnige Bild der analogen Fotografie veranschaulicht das Gefühl des Unscharfen und Düsteren – ein Grenzzustand zwischen Tiefschlaf und Wachheit. Außerdem werden durch die analoge Fotografie oft viele Erinnerungen wach und in vielen Fällen sind unsere Träume ebenfalls Erinnerungsreste. Desweiteren deuten die doppelbelichteten Bilder die Vielschichtigkeit des Traumes an, denn während man träumt spielen sich oft verschiedenen Ebenen ab und das Erlebnis, das dabei entsteht wird Mithilfe der ausgewählten Fotografie vermittelt.

Du hast verschiedene Fotografen eingeladen und auch Interviews mit Ihnen geführt. Nach welchen Kriterien hast du die Fotografen ausgewählt und welche Erkenntnisse konntest du aus den Interviews ziehen?
Nach einer tiefgründigen Befassung mit dem Thema, hatte ich klare Vorstellungen wie das Fotomaterial aussieht – es sollte das Gefühl beim Träumen darstellen. Alle Farben wurden von den ausgewählten Fotografien abgeleitet. Es sind weniger gesättigte, dezente und transparente Töne, die dem Traumzustand entsprechen.
Mit dem Kapitel »Interviews« wollte ich das Thema erneut aufgreifen, allerdings aus der Sicht der Fotografen – dies wurde insbesondere durch eine der Antworten erreicht, in der die Fotografen Emotionen, die sie mit ihrem Fotomaterial verbinden in drei Worte beschreiben sollten.

Welche Schriften hast du eingesetzt?
Die Headlineschrift Old Standart Pro von Alexey Kryukov hat eine lyrische Anmutung und unterstützt das Bildmaterial sehr gut. Die Schrift wurde in verschiedenen Schnitten eingesetzt, wodurch eine schöne Abwechslung entsteht, die gleichzeitig mit der Gesamtgestaltung harmoniert. Als Kontrast zu der Headlineschrift, verwendete ich für den Text die Schrift Acid von Stephan Baum, die einen starken Charakter hat und sehr gut lesbar ist.
Danke für das Interview!

Über die Wirklichkeit hinaus –
eine Entdeckungsreise durch die geheimnisvolle Welt der Träume
Gestaltung: Ina Doncheva
Fotografie: Elitsa Ganeva, Celia Gómez de Villavedón, Çağlar Tahiroğlu, Bree Walk, Tea Shafie
Hochschule: Fachhochschule Trier
Betreuung: Prof. Andreas Hogan
Umfang: 100 Seiten
Format: 17,5 x 28,5 cm
Sprache: Deutsch, Englisch










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Gast
Ästhetisch schon, durch die intesive Nutzung der Raute aber sehr gewohnt…
Mich würde auch ein wenig interessieren, warum gerade die Raute?
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