Am 24./ 25. November war Typeworkshop Zeit.

Zwei Tage lang arbeiteten 22 StudentenInnen der HS Niederrhein in Krefeld
mit Akiem Helmling und Bas Jacobs von Underware am Thema SEGMENTWRITER.

Ziel war es einen Font zu entwickeln der aus maximal 21 Segmenten besteht.
Keine leichte Aufgabe, was allen nach den zwei Tagen aufgefallen ist,
dennoch sind in der kurzen Zeit viele schöne und sehr unterschiedliche
Schriften entstanden.

Gast

PROTO!

Gast

wer ist denn Blaubarschbube?

Sebastian

Interessante Versuche und Experimente. Schöne Grüße in meine Heimatstadt Krefeld!

nora

Der erste Tag des zweitägigen Workshops war für alle Studierenden ziemlich frustrierend. Irgendwie war insgeheim wahrscheinlich die Hoffnung groß, dass die zwei mit einer freieren und experimentelleren Aufgabe in Krefeld ankommen ... und dann doch die extreme Eingeschränktheit, eine Schrift zu entwickeln, die aus 12 bis maximal 20 Segmenten besteht. Aus dieser Aufgabenstellung heraus eine freie Lösung zu entwickeln, die nicht am extremen Raster klebt war ziemlich schwer und ich war über die Ergebnisse doch sehr verblüfft. Da sind tolle Sachen entstanden.

Am zweiten Tag war die Atmosphäre entspannter und alle arbeiteten wie wild, schnitten ihre Schablonen und überlegten dann den zweiten Teil der Aufgabe: Welche Botschaft willst du mit deiner Schrift, an welchem Ort anbringen. Da kann man oben jetzt leider nur ein Beispiel sehen: Den Satz: „Ich bitte dich". Er wurde von Julia und Giuseppe vor den Stufen einer Krefelder Kirche angebracht und provozierte damit auch sofort die Doppeldeutigkeit die in diesen Worten enthalten ist ... Entstanden ist ein hübscher Film: Julia mit blauem Putzeimer und Schrubber, aus dem Pfarramt gehend, über die Straße, vor die Kirche und den Schriftzug wieder entfernend .... Das würde ich gerne nochmals rückwärts laufend sehen, wenn die Typo sozusagen aus dem Schrubber fließt.

Der zweite Tag war dann eigentlich zu kurz und endete überhastet mit der Präsentation zum Schluss und dann mussten Akiem und Bas auch schon wieder weg, da der Zug fuhr. Da hätte dann wahrscheinlich schon noch ein wenig Feedback mehr und entspanntes Rumsitzen und Biertrinken allen erschöpften Teilnehmern des Workshops gut getan. Als Fazit kann ich sagen, dass ich es immer wieder verblüffend finden, was für ein Output möglich ist, wenn man zwei Tage an einer Aufgabe hochkonzentriert durcharbeitet. Und dass das auch für die Studierenden eine gute Erfahrung ist, mit diesem begrenzten Zeitrahmen zurechtkommen zu müssen. Wenn ich mir die Arbeiten ansehe: mehr wäre wahrscheinlich am Ende eines Semesters auch nicht rumgekommen, vielleicht wäre das eine oder andere noch ausgefeilter gewesen, oder man hätte sich mehrere Botschaften und dazu passende Worte ausgesucht ... aber insgesamt: Hut ab!

Danke auch noch an Akiem und Bas! Ich finde die machen das sehr gut .... auch und gerade meines Erachtens nach, weil sie sich ziemlich wenig Einmischen und die Leute schon auch mal im Saft schmoren lassen, damit die Lösungsvarianten aus ihnen selbst kommen. Für mich war das auch ein Stück lehrreich. Ich denke, ich greife oft zu schnell ein im Findungs- und Korrekturprozess.

PS: Liebe Teilnehmer .... demnächst machen wir mal noch einen Extraworkshop: Wie halte ich ein Skalpell, einen Cutter ... und wie wechsel ich die Klinge aus ... und wozu braucht man das überhaupt? Ich bin froh, dass wir keine Verletzten zu beklagen hatten, mir sträuben sich jetzt noch die Nackenhaare bei der Erinnerung an den Anblick schablonenschneidender Studenten ;-))

Blaubarschbube

Der Held an der Seite von Meerjungfraumann.

Sammy

...cutter workshop?
lasst uns gefahr atmen. hier eine fingerkuppe, dort eine punze, irgendwas fällt immer ab.

hat spaß gemacht, noch mal danke dafür.
alles gute
sammy

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