»Du sollst ein Haus bauen, einen Sohn zeugen, einen Baum pflanzen« (alttestamentarisch) – oder einen Roman schreiben, ein Boot bauen,  eine Schrift schaffen? Schriftgestalter fallen nicht vom Himmel, und die Motivationen, einen eigenen Font zu entwickeln, sind wahrscheinlich so unterschiedlich wie die Gestalter und die Entwürfe selbst. 

 

Das FontForum von URW++ ist ein Unikum in der Landschaft der digitalen Foundries: 1998 begründet, bietet es Designern die Möglichkeit, Schriftentwürfe in unterschiedlichsten Entwicklungsstadien in Zusammenarbeit mit einem kleinen, flexiblen und persönlich ansprechbaren Team fertig zu stellen bzw. fertige Entwürfe zu veröffentlichen. Dabei finden sich alle Fontforum-Schriften nicht nur bei URW++ selbst, sondern auch bei MyFonts, Monotype/Linotype, FontShop, You Work For Them, u. a. – Im Unterschied zu anderen Bibliotheken werden keine stilistischen und qualitativen Hürden aufgebaut, entsprechend hoch ist die Bandbreite der Entwürfe und heterogen die Präsentation.

 

Ob das Basisalphabet und Ziffern vorliegen, die dann noch editiert werden müssen, die Belegung komplettiert, Zurichtung und Kerning gemacht werden muss – oder ein fertig ausgebauter Font vorliegt, der »lediglich« des Vertriebs bedarf, bei hoher Erlösbeteiligung (50% für eine fertige und vollständige Schrift, 30% für eine Schrift, die noch ergänzt und bearbeitet werden muss) sorgen die technische und geschäftliche Expertise, jahrelange Erfahrung und Vorreiter-Rolle bei digitaler Fontproduktion* von URW++ dafür, dass ein flügge gewordener Schriftdesigner sich nicht so schnell die Flügel verbrennt.

 

Für die Präsentation bietet die hauseigene Plattform die Möglichkeit, im selbstgewählten Rahmen die Entwürfe und sich selbst in Text und Bild vorzustellen, seit Anfang des Jahres gibt es nun auch eine facebook-Seite für den Austausch und aktuelle Informationen rund um das Forum.


* wir können Bézier, aber wir können auch anders – die IKARUS Software, entwickelt von Dr. Peter Karow Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, war lange Zeit der de facto Industriestandard für professionelle Fontproduktion auf Basis »analoger« Vorlagen.


Noch bis bis zum 23.01. im Angebot: 50% off: die Supernormale von Felix Braden

Die drei erfolgreichsten Schriften des Fontforums: Prana Pro (Christoph Ulherr), Technotyp (Coen Hofmann), René Menue (René Breil)

Mit insgesamt neun Schriftfamilien dabei: Claudia Kipp

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