Meistens sind es eine gehörige Portion Engagement und ein kleiner Teil glücklicher Zufall, die einen ans Ziel bringen.
Schön, dass es gleich zwei Hochschulen gibt, die sich in den neuen Ausgaben ihrer Hochschulmagazine mit jeweils einem der beiden Begrifflichkeiten auseinandersetzen.
VIER engagiert
Mit Gesprächen und Beiträgen wie beispielsweise von Richter, Eliasson und Korpys & Löffler lockt die VIER der HFK Bremen, um sich mit ihr auf die Suche nach zeitgenössischem Engagement zu begeben. Passend zu dem Thema wirkt die Gestaltung gewollt engagiert, mit starken Farben und bewusst reduzierten Mitteln. Neben der Suche vermittelt das Magazin auch einen Überblick über bereits eingeschlagene Wege der Hochschule, mit einer Auswahl von Semester- und Abschlussarbeiten.
Pressetext:
Postmoderne Beliebigkeit in der Kunst? Bezugslose Selbstbespiegelung? Vorbei! – so raunen zumindest die professionellen Beobachter des Zeitgeistes. Angesagt sei Engagement! VIER macht sich auf die Suche: Wie sieht zeitgenössisches Engagement aus? Wie hört es sich heute an? Daniel Richter aus Wien erlaubt uns einen schon fast indiskreten Einblick in seine Werkstattgespräche, der 86-jährige Komponist Klaus Huber plädiert leidenschaftlich für ein konkret politisch orientiertes Engagement des Künstlers. Andree Korpys und Markus Löffler präsentieren ihre Arbeit „Gesang der Jünglinge“ und das Amsterdamer Design Studio Metahaven äußert sich über die Verantwortung des Designs für die Gesellschaft. Der Begriff der Verantwortung treibt auch den dänisch-isländische Künstler Olafur Eliasson um, genauso wie den Katalanen Marti Guixé, der mit wunderbarem Humor daran arbeitet, unsere Wahrnehmungsgewohnheiten in Frage zu stellen. Da Fußball durchaus zu den kreativen Disziplinen zählt, befragen wir Thomas Schaaf, den erfolgreichen Trainer des Bundesligisten Werder Bremen nach seinem Verständnis von Engagement und erfahren dabei eine Menge über seine weniger bekannten Seiten.









WHO_10
Aus Fehlern wird man klug und deshalb wird die Vielfalt der Rolle des Fehlers und des glücklichen Zufalls in der WHO_10 der GSO-HS Nürnberg von Timo Hoyer vorgestellt. Themen wie Viagra, oder die Blaue Mauritius enthüllen das Phänomen «Serendipity» sowohl auf Papier als auch am Computer. Mit Hilfe von Augmented Reality wird es ermöglicht Multimedia Inhalte via Webcam abzurufen. Auch hier kommt es zu überraschenden Entdeckungen.
Pressetext:
(...) Aus Fehlern lernen wir mehr als aus Erfolgen, denn wer systematisch aus ihnen lernt, ist kreativer, innovativer und erfolgreicher. Dass Fehler demzufolge nützlich sein können, wird die WHO hier empirisch zum Ausdruck bringen. Natürlich können Fehler katastrophale Auswirkungen hervorrufen — dies ist aber hier nicht unser Thema — es geht uns um den schöpferischen Aspekt, um die Frage, inwiefern Fehler innerhalb eines Prozesses, einer Entwicklung, wertvoll sein können, um die Kreativität zu aktivieren und auch unser Denkvermögen zu bilden.
Serendipity bezieht sich nicht auf Fehler, Glück oder Zufälligkeit allgemein, sondern geht davon aus, daß diesbezüglich nur durch intensives wissenschaftliches und künstlerisches Arbeiten, mit Intuition, Fantasie und nicht zu letzt Begeisterung, Erkenntnisse gewonnen werden, die zu innovativen und erfolgreichen Produkten führen.









Verwandter Artikel
Nächster Artikel
Neplus Ultra
Neue Schrift von P.S. Type
Eine neue Schrift aus dem Hause p.s. Type, entworfen von Mark Caneso. Die Neplus Ultra, eine Slab Serif, die fetter ...von Anna Maria am 28.09.2010
Vorheriger Artikel
Face to Face 10 / Verlosung
Erfolgsgeschichten aus 10 Nationen
Im Juni haben wir bereits auf die zehnte Face to Face Konferenz hingewiesen, die getreu dem Motto “In dialogue we ...von Julia am 27.09.2010






Gast
Die Vier sieht mal wieder aus wie immer, aber was ist mit diesem who passiert? Ist das noch Gestaltung?
Gast
voll geil! vol schick! voll stylisch! so muss das aussehen!
Gast
warum sollte das keine gestaltung sein? beide sehen wirklich sehr schick aus!
Gast
Ich finde auch, dass die WHO nachgelassen hat. Es war im letzten Heft noch sehr viel gutes Editorial Design zu sehen – auch sehr abwechlungsreich – doch hier ermüdet die immer gleiche Gestaltung bereits nach einigen Seiten. Der Inhalt fängt leider diesen Malus auch nicht auf.
Gast
Tja, wenn man nichts zu sagen hat, macht man einen auf David Carson. Voll echt-cool-ey für unsere Facebook-MySpace-Generation.
Dein Kommentar