Wenn Geld ein Wahlschein wäre, / welche Marken kämen dann nicht mehr in die Einkaufstüte?

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Bei der thinknewgroup stehen immer mehr die weiblichen Werte im Fokus ihrer Betrachtung. Sie repräsentieren das Bedürfnis der Zukunft.

Mit dieser Sichtweise konnte die Agentur aus München schon Einiges in der Kommunikation bewegen und auch zum Nachdenken anregen. Nicht zuletzt, um damit eine Bewusstseinsänderung hervorzurufen, hin zu einer nachhaltig wertschätzenden Betrachtung der Dinge, die uns unsere Welt schenkt.

Jetzt wurden acht zusätzliche Domains ins Leben gerufen, um gerade in Werbung, Marketing & Design dazu beizutragen, ein anderes Bewusstsein gegenüber den Schätzen unserer Welt und der eigenen Verantwortung zu erwecken.

Auf think-new.de wird ab dem 1.3 .09 eine Art gesellschaftliches Denkzettel Kunst-Projekt gestartet, das dann auf der Ars Electronica in Linz gezeigt wird.

Auf vielen der Seiten, findet Ihr unten einen Link zu einem Kurzfilm (10min):
the storyofstuff... .

Die Macherinnen der Seiten freuen sich über Anregungen und Support.

http://www.thinkfemale.de
http://www.megatrend-feminisierung.de
http://www.mission-female.de
http://www.female-success.de
http://www.female-design.de
http://www.soul-branding.de
http://www.think-new.de
http://www.thinknew-akademie.com

Mesiu

Jetzt Fokus auf weibliche Werte, weil Frauen die Kunden der Zukunft sind, oder weil sie tatsächlich auch Werte besitzen?

P.S. Geld ist ein Wahlschein.
P.P.S. Go vegan.

thinknewgroup

Beides ist voll zutreffend, aber es sind vorallem die Werte wie Verantwortung , Fürsorge, Nachhaltigkeit die wesentlich sind.

Gast

Ja GELD IST NATÜRLICH EIN WAHLSCHEIN - darauf baue ich, das
bei den Konsumenten, BEI JEDEM EINZELNEN VON UNS EIN BEWUSSTSEIN
DAFÜR ERWACHT - DAS MAN EINEN UNTERSCHIED MACHEN KANN !

Das man genau mit diesem Wahlschein DIE MACHT HAT ZUR ENTSCHEIDUNG
und AUCH DIE VERANTWORTUNG FÜR DIE ZUKUNFT
mit allem was man kauft und tut.

Gabi Lück

Mesiu

Oh, dann lebst du also schon vegan? ^^

Gast

Ganz ehrlich von Eiern und Garneln konnte ich mich noch nicht ganz trennen. Aber ich arbeite daran: Ich liebe Sojaprodukte, Gemüse und Obst.

Anne

was heißt hier WÄRE?! IST muss es heißen!
Ich FRAU, entscheide jeden Tag wem ich den teuer erarbeiteten € gebe. Damit bestimme ich welches Unternehmen pleite geht und welches nicht. Nicht jede Firma bei der ich nicht kaufe geht pleite, aber zurzeit doch ziemlich viele ;-)
Und wer nicht bewusst mit der Umwelt umgeht, ehrlich und mit einer inneren geraden Haltung handelt, verbaut seine Zukunft und die meiner Kinder. Das sollten die Herren in führenden Positionen öfters und nachhaltig bedenken und danach handeln. Wenn es so weiter geht, regiert bald nicht mehr das Geld sondern endlich Frauen und Männer die wissen was Verantwortung bedeutet. Den ersten Mann scheinen wir ja in den USA gefunden zu haben. Er hat ja auch die RICHTIGE FRAU AN SEINER SEITE. SIE WAR SEIN BOSS! Mehr Verantwortung braucht die Welt, im Kleinen wie im Großen.

Anne

Gast

hätten reiche Länder ein Wahlrecht und arme Länder nicht!

Dort verhungern täglich Kinder. Können wir das als Konsumenten beeinflussen?

Oder braucht es da mehr als das Interesse am "rictigen" Konsum?

Guido

Gast

Hier ein Beispiel, dass es scheinbar mal wieder ein Unternehmen überdenkt, was sie im Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit falsch gemacht haben:

Der Discounter Lidl will offensiv gegen sein schlechtes Image vorgehen und sich mehr um soziale Verantwortung kümmern. Im Interview mit Spiegel Online gestand Vorstand Robin Goudsblom auch eigene Fehler ein. Der Konzern will nicht nur billig und schnell, sondern auch nachhaltig werden."Wir haben in den vergangenen Jahren erkannt, dass das Thema 'Soziale Verantwortung' eine immer größere Rolle spielt", sagte Robin Goudsblom, Vorstand seit Oktober 2008.

Damit sich Lidl endlich lohnt, oder? :)

Gast

Wie Robin Goudsblom dann eigentlich Vorstand geworden ist, wenn er erst jetzt erkennt, dass das Thema "Soziale Verantwortung" eine große Rolle spielt? Wie manche Vorstände überhaupt in diese Position kommen, wenn Sie überhaupt noch nicht erkannt haben, worum es im Leben geht? Die Dümmsten der Nation, nämlich die, die glauben mit Geld glücklich zu werden, wenn Sie zu guter letzt ihr eigenes Leben ausrotten, glauben ernsthaft an Ihre eigene misslungene Persönlichkeit. Da fragt man sich oder?
Zum Thema "Wenn Geld ein Wahlschein wäre,". Da bin ich der gleichen Meinung wie Anne, Geld ist ein Wahlschein und jeder der es in den Händen hält, ist ein Wähler. Jeder wählt also chemisches, nährstoffarmes Essen für wenig Geld zu kaufen, aufgrund von Vitaminmangel krank zu werden und hohe Arztkosten, sowie ständiges kränkeln in Kauf zu nehmen. Nebenbei wählt er nicht nur sein eigenes Nicht-Wohlergehen, sondern auch das seiner Familie, Freunde und Mitmenschen. Durch den hohen Konsum an qualitativ minderwertigen Gütern, fördert man das Aussterben von Qualität. So können manche Bauern gar nicht mehr naturschonend wirtschaften und sterben aus. Bald können wir gar keine natürlichen Vitamine (damit meine ich keine Pulverform) mehr kaufen, selbst wenn wir wollen! N.

Christin

Um die Wahl zu haben braucht man Geld? Ist Nachhaltigkeit eine Luxusfrage und entscheiden dann nicht eh die Falschen? Natürlich kann ich mit meinem Konsumverhalten Dinge beeinflussen, aber sollte man nicht erst einmal den Menschen in einklang bringen – um dadurch wieder seine Umwelt in einklang zu bringen? Wo setzt man an: Beim Kaufverhalten oder beim Käufer?… Ich denke jeder würde sich gerne gesund ernähren, aber oft kann man sich das ja gar nicht finanziel aussuchen. Wie sieht es mit der Verantwortung der Entscheider aus? Manager beispielsweise werden auf Basis kurzfristiger Renditezahlungen gepuscht – was wie wir sehen gescheitert ist. Städte verkaufen ihre Wassernetze, um sie günstig zurück zu mieten – dumm nur, wenn die Käufer pleite gehen. Inweifern muss man eine Grundversorgung garantieren, um eine Bevölkerung freier Entscheider zu gewährleisten? …

Gast

... hört sich echt spannend an! Ich würde so einigen Dingen gern mal einen Denkzettel verpassen: diskriminierender Werbung zum Beispiel. Unternehmen, die sich durch Ökosiegel & Co. versuchen, das Image zu polieren, obwohl sie eigentlich genauso weitermachen wie bisher. Und Menschen, die nicht in der Lage sind, mal über ihren eigenen Tellerrand zu schauen.

Und ihr?

Me

Ich finde das es darum geht sich mal kräftig zu schütteln, all das antrainierte (Konsum, das Streben nach Reichtum, "du musst was aus Dir machen", etc.) zu überdenken - und was übrig bleibt sind die einfachen Bedürfnisse die in uns aufkommen.
Eben alles wieder Menschlicher zu behandeln.

Und das aller Beste ist:
Ich habe Hoffnung - und den Willen etwas dazu beizutragen.

Da tut es gut wenn es Leute gibt die das mit leben so wie die thinknewgroup.

Gast

Viel zu lang hat sich die Gesellschaft von rein wirtschaftlichen Interessen leiten lassen. Auch heute noch. Finanzkrise HURRA – jetzt können wir endlich wieder die Klimakatastrophe ignorieren. Geld ist wichtiger als Umwelt. Zumindest solange es ums eigene Geld um um die Katastrophen der anderen geht. Egoistischer geht es wohl kaum. Ein WIR-Gefühl ist gefragt. Aber kein "Wir-vermögende-Mittel-und-Oberschicht", sonder ein "Wir–die-Welt", ein Gefühl für uns alle.

Und das ist es was die Kommunikation durch "weiblichen Werte" vermitteln möchte. Nur dann kann Geld auch unser Wahlschein sein. Das hat die thinknewgroup begriffen. Hut ab!

Alex

würde ich für die Versalsatzausgleichspartei stimmen ...

Bernie

Würde ich ihn in diesem Fall verbrennen. Damit ihn keiner bekommt.

Diese Aktion ist, so wie viele dieser Gutmenschüberzeugungssujets, lachhaft und manipulativ. Geld ist immer schon ein Wahlschein, einer des Konsumenten. Denn der wählt aus einer Reihe von beworbenen Produkten das für ihn passende aus. Jetzt zu argumentieren, dass man – um ideologisch eine Stufe höher zu kommen – seinen Wahlschein gefälligst in Richtung Nachhaltigkeit und Ökobewusstsein zu werfen hat, ist selbstentlarvend. Es ist nichts weiter als ein neuer Trick, um dem Konsumenten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ob jetzt die Moneten zum Biobauer fliessen oder zum Spirituosenhändler wandern, ändert gar nichts an der Situation auf diesem Planeten. Denn die sogenannt nachhaltigen und ökologisch angebauten Superbioprodukte werden auch nur von nach Dieselruss stinkenden Schrottlastern aus Polen quer durch die Republik kutschiert.

Dass sich Menschen heute aufgrund ihres Reichtums und des damit einhergehenden Müllbergs schämen ist verständlich, aber mit solchen Pseudokonzepten wieder anzufangen ist kindisch. Allein schon die Besetzung des Internets mit jedweder Variation von "Female" bringt mich zum lachen. Geht doch und fordert biologisch abbaubare Antibabypilleninhaltsstoffe oder recyclebare Pampers, Slipeinlagen aus Bioplastik, welche zu Dünger zerfallen. Hört auf Plastiktüten zu nehmen, Plastikjoghurbecher, keine in Plastik verschweissten Wurstspecials. Nur noch frisch vom Metzger. Aber hey, Durchschnittstussy braucht Schminke und packweise Kippen am Tag um ihre Jungmädchendepressionen nach dem verlorenen Liebhaber kompensieren zu können. Badezusatz und Beautycreme, damit die Haut schön duftet. Mascara, damit das zarte Blau der Iris besser leuchtet. Die tausenden von Versuchkarnickeln können Euch die Wirkung sicher bestätigen.

Was hat denn die "thinknewgroup" begriffen? Das man mit einem auf den Konzepten der Frauenemanzipation basierten Werbe- und Verkaufskonzept neue Zielgruppen generieren kann, indem man ihnen einredet, dass sie nur dann sinnvoll konsumieren wenn sie ihren "Wahlschein" selektiv gebrauchen? Wann kommt denn bitte das Produktsortiment, das diese neue Einsicht widerspiegelt, wo sind die Sponsoren und Partner, die sich plötzlich der Nachhaltigkeit und dem Öko verpflichtet sehen? Irgendwoher muss ja die Kohle kommen. Glaubt denn wirklich einer, dass das multikorporale Konsortium aus Metro, Globus, Quelle, Edeka und Co. die Einsicht packt ihre zigmilliarden Produkte der Nachhaltigkeit hinzuführen, nur weil Frau, statt willig, jetzt zornig-fordernd mit dem Geldschein winkt? Bestimmt easy, denn die Produktionskosten in China lassen einen derart grossen Spielraum zu, dass man mit allen gesellschaftspolitischen Eventualitäten rechnen kann. Ich kann Bio, ich kann Luxus liefern. Hauptsache ich kontrolliere den Kaufrausch.

Es ist eine Aufklärung im Sinne von Einengung, denn sie entmündigt einen der ureigenen Entscheidungsgewalt. Sie wird kanalisiert für ein vorgegebenes Ziel. Ein perfekter Anstrich von Freiheit, damit sich die kauffähige Konsumherde weiter brav einspannen lässt, das billige Gras reinzustopfen, statt des frischen.

"Aber das ist doch das gleiche Stroh wie gestern."
"Nein Elsa, es ist jetzt nachhaltig und öko. Friss."

Mit herzhaften Grüssen. B.

Julia

Ob ich nun genauso unbedacht weiterlebe wie bisher, oder versuche mein Handeln auf Nachhaltigkeit auszurichten ändert also überhaupt nichts. Klar, ich kann meinen Kopf auch einfach in den Sand stecken und aus lauter Ohnmacht gegenüber den bösen, gesellschaftlichen Gegebenheiten gar nichts tun. Schlaues Konzept.

Aber wenn alle so denken, wird sich nie etwas ändern. Wenn alle bisher so gedacht hätten, gäbe es kein Greenpeace, keine Unesco, würden wir alle noch kräftig FCKW versprühen.
OK, wir alle fahren einen alten Golf und fliegen im Urlaub in exotische Gefilde. Aber wenn ich anfange mir Gedanken zu machen, Ökostrom beziehe und auf Fair-Trade achte, dann ist ein Anfang gemacht. Was das Thema betrifft fangen wir ja gerade mal an zu Laufen.

Unternehmen werden durch Aktionen und Greenwashing-entlarvende Internetplattformen immer transparenter. Umso mehr zahlungskräftige Kunden nachhaltige Produkte fordern, umso eher müssen sich auch die großen Konzerne irgendwann darauf einlassen. Dieser Prozess geht sicher nicht von heute auf morgen, aber ein Baby kann ja auch nicht sofort laufen.

trotzdem sollten wir uns beeilen...

Bernie

Genau das, was Du sagst ist ja meine Meinung: Von sich aus etwas tun. Aber dazu braucht es doch keine Pseudokonzeption mit "Femaleawarness-Touch". Oder?

Gast

@ Bernie

Du hast Recht: Viel zu Vieles ist im Argen.

Aber bist Du Dir wirklich sicher, dass Dein Zorn hier die Richtigen trifft?

Es gibt keine „Konsum-Verschwörung“, nur eine endlose Aneinanderreihung von schlechten Gewohnheiten vieler Menschen. Konfuzius beschrieb bereits vor Jahrtausenden im „Buch der Riten“ den Mechanismus von Unordnung in der Welt, aber auch die Zusammenhänge von Erkenntnis, Läuterung, Aufrichtigkeit und richtigem Handeln. (Übrigens zählt er auch den guten Umgang mit den Mitmenschen zu den Tugenden.) Ich kann Dir die Lektüre wärmstens empfehlen.

Du bist nach wie vor herzlich eingeladen, Deinen Beitrag einfließen zu lassen.
Hast Du gute Beiträge?

Gabi Lück

Bernie

Konfuze sagt auch, dass mit Frauen schwer umzugehen sei. Wenn man sie zu vertraut behandelt, werden sie respektlos. Wenn man Abstand zu ihnen hält, murren sie. Nur eine strenge Hierarchie, absoluter Gehorsam, kann Glück und Zufriedenheit in die Gesellschaft bringen. Deswegen hat man den Frauen damals auch vorsorglich befohlen, die Füsse von klein auf zu verkrüppeln. Alles nur aus reiner Mitmenschlichkeit.

Aber Ren, Yi, Zhong, Shu und Zhi – die gegenseitige Liebe, die Rechtschaffenheit, die Gewissenhaftigkeit, die Gegenseitigkeit, und zuguterletzt die Ehrlichkeit, bezog sich wohl mehr auf den Umgang des Mannsvolks zueinander als zu ihren Frauen. Jede halbwegs aufgeklärte Frau von heute sollte das aber wissen.

Um Mitmenschlichkeit gehts mir auch. Nur werde ich diese nicht in Bonbonfolie verschweissen und ihnen vor die Schuhe werfen, oder diese enger schnüren, sodass Sie nicht wegrennen können. Im Gegenteil.

Wenn ich sehe, wie eine, mit Sicherheit kluge, Geschäftsfrau annimmt, ein paar locker-flockig hingeworfene Honigfallen wären genug um ein paar Bienchen ins Körbchen zu locken, werde ich dazu auch das sagen, was ich darüber denke. Ich kenne genug, die sich in diesem Social-Responsibility-, Nachhaltigkeits- und Ökometier versuchen, und weiss auch, wo es schlussendlich endet. Beim ROI.

Deswegen überzeugt mich gar nichts mehr, denn es überrascht mich nichts auf dieser Welt, ausser einer funktionierenden, sich gegenseitig bereichernden Freundschaft. Und Liebe. Denn irgendwann gehts Lichtlein aus, und dann bleibt nichts anderes als Nichts. Ob man sich die restliche Zeit mit Geldakkumulation, Ökotrends, iPhones oder Backpacking in Tibet oder Kräuterteekochen vertreibt, ist zweierlei: Eine ureigene Entscheidung, und komplett irrelevant. Denn irgendwann fressen wir uns selbst auf, wir sind endlich fort und es bleiben nur noch Plastiktüten übrig, unser Vermächtnis; unzerstörbar, transparent, vielfarbig, und auch einfach nur weiss. Und die Natur kommt und freut sich, denn sie wollte immer schon Plastiktüten haben. Das einzige, was sie selbst nie herzustellen vermochte. Plastik. Wundervolles Plastik.

Was mich nun betrifft, mich und meine Meinung: Sie können nur besser werden, wenn Sie mit einem besseren Gegner spielen. Genauso wie ich nur besser werden kann, wenn jemand klügeres vor mir sitzt. Aber ist dass das Ziel? Denn es gibt auch diesen anderen Spruch: The only way to win the game is not to play.

Womit wir wieder bei Konfuze wären, der hatte auch so viele doofe Sprüche auf Lager wie ich.

Viele Grüsse, Bernie

P.S. Ihr Name G. Lück ist genial. Glück. Wäre ein toller Agenturname.
Wünsche Ihnen viel davon.

Sandra Illgner

die sichtweise jedes einzelnen trägt zum ganzen bei... da ist es doch schön zu lesen, dass es "neudenker" gibt, die versuchen den altäglichen tunnelblick zu zermalmen!

THINK NEW --- wer das nicht schafft sollte einfach mal floten*

sonnige grüße
s*

Gast

Interessante Aspekte. Ich glaube wir haben mehr gemeinsam, als wir vielleicht dachten. Lass uns doch mal zusammensetzen.
Meld Dich doch einfach persönlich per e-mail.

Ich bin sicher Du bekommst das raus... G.LÜCK(at)......com.
;-)

hans schumacher

herrje, die Aufforderung an Mr. B., 'seinen Beitrag einfliessen zu lassen' in Kombination mit dem Unternehmensmotto 'lass es fliessen' kommt wirklich etwas unanständig daher, aber wahrscheinlich liegt das ganz in the mind of the Betrachter, also shame on me. Apropos: Die Betrachtungen von Bernie San zum menschlichen Vermächtnis Plastik scheinen einen Megatrend auf slanted anzudeuten … anno dazumal, es war wohl beim Thema Global Warming Ready, tauchte da bereits der Plastikmüllteppich im Pazifik auf (laut mare schwimmt in den Weltmeeren bereits sechsmal soviel Plastik wie Plankton)

PS: Geld? Wahlschein? Wie heisst eigentlich das Gegenteil von Aufrichtigkeit? Scheinheiligkeit?

Bernie

Sandra Illgner, sind Sie die Sandra Illgner von float.de München? Busenfreundin von Frau Glück? Kommen Sie nun zur ihrer Rettung vorbei, oder irre ich mich und es sind eher meine Ansichten die sie als nachdenkenswert erachten? Sorry, ich werde aus Ihrer Notiz nicht ganz schlau.

Wie dem auch.

Wie wäre es, das Konzept für Nachhaltigkeit und Öko-Optimierung dem CEO von der BASF vorzustellen, oder Steve Jobs von Apple, oder um mal in Heimat zu verweilen, dem Milchverkocher Alois von "Müller Milch" aus Aretsried?

Denn da sollte der Hebel ansetzen. Denn es ist immer nur einer, ein Chef, eine Firma, die etwas ändern kann, wenn man will, nicht das Heer von armen Käuferlein, die mit ihren paar Kröten im Supermarkt nur noch zwischen normaler Butter und Pseudobiobutter wählen können, oder zwischen Billigmilch im TETRA-Pack oder der überteuerten Variante "im Glas" – Produkte, die alle von polnischen oder rumänischen Hilfstruckern 5000 km weit mit stinkenden und fast auseinanderfallenden Diesellastern quer durch Deutschland bugsiert werden, so schlimm die Luft verpestend, dass man bspw. Sonntag Nachts um 12, wenn alle Trucker auf einmal auf vielen A's dieses Landes losgelassen werden, Nebelscheinwerfer wegen der Dieselrußschwaden benötigt bzw. Angst haben muss, zwischen den Bollwerken dieser Elefantenrennerei sein Leben zu verlieren.

Wenn alle zu Müller Milch gehen und ihm sagen: Alois, wir kaufen Deine Milch, aber wir wollen die beste Milch, und wir wollen Pappbecher statt Plastik, wird sich Alois immer noch hinsetzen und anfangen zu rechnen. "Mmh, nun waren ein paar tausend hier, aber ich verkaufe an Millionen … mmh … Scheiss drauf.“

Gut, dann kann man spätestens hier argumentieren, dass wir alle als Einzelpersonen mit unserem Wahlschein direkt im Supermarkt den Umkehrschluss hervorrufen. Leider funktioniert dass nur in der Phantasie, denn die Leute, die allermeisten, sind so träge, so faul, so feige und bedient, dass Revolution im Sinne von Kaufverweigerung, einer systematischen, 100%igen Verweigerung von Müller Milch nie und nimmer funktionieren würde. Zudem würde man solche Boykotts nie durchbringen. Warum? Weil unser Kanzleramt nicht nur über politische Dinge entscheidet sondern auch über wirtschaftliche. Wenn Alois' Produkte wirklich boykottiert würden, würde er vorstellig werden. Gut, entweder man lässt ihn eingehen ("alter Furz") oder er droht mit Abzug wichtiger Wählerstimmen in Bayern ("Wenn er die Möglichkeit hat. Bedenken Sie das Risiko, Frau Merkel").

Aber, man lässt ja seine Grosskupferten nie im Regen stehen. Jüngstes Beispiel: Franjo Pooth. Googlet selbst. Das Ergebnis sagt alles aus über dieses Land.

Also liebe Sandra, floaten Sie mal schön weiter. Ich gehe lieber duschen.

Hmm

hmm, dann würde auch ich für die Versalsatzausgleichspartei stimmen! Find ich wichtig und in diesem Fall ist Intervention angebracht!

Auch Bernies letzter Beitrag entsprach mir sehr, besonders: "Deswegen überzeugt mich gar nichts mehr, denn es überrascht mich nichts auf dieser Welt, ausser einer funktionierenden, sich gegenseitig bereichernden Freundschaft." Und ich verstehe das nicht pessimistisch, sondern realistisch und nicht gleichbedeutend mit: "Nach mir die Sintflut, alles egal."

Und zu diesem Thema gibt es bei VBS was interessantes für alle, die sich den Plastikmüllteppich als Teppich vorstellen:
http://www.vbs.tv/video.php?id=1485308505
Wer VBS nicht kennt: Das sind mal spannende Themen und spannend bearbeitet verdammt!

Typografisch sind die VBS-Filme meist ziemlich klasse und passend, beispielsweise die ganze "Toxic"-Reihe (Die Versalsatzausgleichspartei muss kein Veto einlegen) oder der Titel zu "The Vice Guide to Sex").

Zur thinkfemale-megatrend-mission-female-success-design-soul-branding-think-new-akademie kann ich nur sagen: Komisch irgendwie und ist mir nicht ganz klar, inwiefern da wirklich etwas passiert.

Gabi Lück

Ist eine Ansicht die nur kritisiert nützlich ? Für was genau? Resignation?
Was ist die Alternative? Proaktivität etwas zu verändern?

Wenn ein Kind laufen lernt, kann man ihm sagen, so wirst du nie laufen
lernen, dann sind die Chancen gross, dass es hier schon über eine
erste Negativprägung stolpern lernt. Oder man sagt diesem, weiter so,
Du schaffst das ....Wer sind wir, wenn wir Menschen beurteilen, verurteilen,
die wir nur aus unser Perspektive und Erfahrung sehen,
wenn doch jeder Mensch einzigartig ist? Welche Chance geben wir
diesem,geben wir uns selbst, wenn wir nur unsere Projektionen auf diesen
übertragen wollen? Wie schaffen wir es, einen weiteren Blick zu bekommen?

Was würde passieren, wenn wir Menschen in ihrem positiven Absichten
für eine bessere Welt unterstützen würden? Was passiert, wenn wir
es nicht tun? Was passiert, wenn wir glauben, dass Menschen, wenn Sie sich
zusammen tun, etwas bewirken können ?
Wie z.B. hier, nur das "Gewalt" keine Lösung ist:

http://london.indymedia.org.uk/videos/641

Was wenn wir glauben, dass dies niemals funktionieren könnte?

Wir haben leider ein System, in dem nicht der Mensch (Menschlichkeit) im
Mittelpunkt steht, sondern der ROI, der Kapitalismus, die Welt der
Zahlen,des Höher, Schneller, Weiter.... mehr, mehr, mehr - nie genug.

Es müsste also folglich einen Urknall geben, und wir haben eine
Wertschätzungs-Gesellschaft, die das Gute, das Wahre lebt. In der es
erst gar kein Geld gibt. In der die Welt eine Einheit ist, ohne
Trennung in Klassen, in der jeder die Natürlichkeit und Einfacheit des Herzens
lebt, ohne das es besonders honoriert würde, weil es selbstverständlich wäre.

Doch wir sind hier und jetzt und hier und jetzt können wir einen
Unterschied machen.. vorausgesetzt wir glauben von uns selber, dass
wir das können.

Gabi Lück

P.S. Nelson Mandela
jeder Mensch ist dazu bestimmt, zu leuchten !

Unsere tiefgreifendste Angst ist nicht, dass wir ungenügend sind,
unsere tiefgreifendste Angst ist, über das Meßbare hinaus kraftvoll zu sein.
Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,
die uns am meisten Angst macht.
Wir fragen uns, wer ich bin,
mich brillant, großartig, talentiert, phantastisch zu nennen ?
Aber wer bist Du, Dich nicht so zu nennen ?
Du bist ein Kind Gottes.
Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt.
Es ist nichts Erleuchtetes daran, sich so klein zu machen,
dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.
Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun.
Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist,
zu manifestieren.
Er ist nicht nur in einigen von uns, er ist in jedem einzelnen.
Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,
geben wir anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.
Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind,
befreit unsere Gegenwart automatisch andere.

Nelson Mandela
Ehem. Staatspräsident Südafrika, Antrittsrede 1994

hans schumacher

Mist, Bernie ist wohl noch in der Dusche – na denn:

Dankeschön für den Link zum Plastikmüllteppich, Herr Hmmm, nicht schön was da so im Pazifik floated. Megatrend floaten, sozusagen. Neulich gesehen: eine Stunde floaten ist so entspannend wie 5 Stunden Schlaf – also durch zwei Stunden floaten täglich einfach Schlaf ersetzen und die restliche Zeit Müll einsammeln gehen. Wow, Welt gerettet. Das war einfach, next.

Welt retten, part 2:
Konfuzius wurde ja bereits zitiert, eine alte Kultur, die chinesische. Danke, danke fürs Stichwort: Alt wie die japanische, die Forest Whittaker als Ghost Dog in Jim Jarmuschs gleichnamigen Film als Blaupause für seine Lebensführung dient (genauer gesagt, ist es der Ehrenkodex der Samurai aus dem Buch Hagakure, dem „Buch des Samurai” von Yamamoto Tsunetomo, danke Wikipedia) Eine Schlüsselszene aus dem Gedächtnis: Ghost Dog ist als Auftragsmörder unterwegs, der im Verlauf des Films einigen abgehalfterten italienischen Mafiosi (seinen ehemaligen Auftraggebern) zu einem würdigen Abgang verhilft. Nach getaner Arbeit auf dem Weg vom Landsitz der Auftraggeber in gestohlener Luxuskarosse und im 200 Dollar Anzug zwei Weißen, die einen erlegten Bären auf ihren Pick-up hieven: Kurzer Dialog: »Ich wusste gar nicht das Jagdsaison ist – in alten Kulturen (ancient cultures) galt der Bär als heiliges Tier und durfte nicht gejagt werden“ „This is no ancient culture here, Mister“ (Die beiden Jäger machen den Fehler, zu ihren Waffen zu greifen) »Manchmal schon« and so on. Wumm. Wumm.

Gewalt ist ja nicht jedermanns Sache, wie schon der Film Fight Club weiß (die Schlussszene ist geradezu prophetisch in Bezug auf 09/11 und das Kollabieren der Finanzwelt) und solls sicher auch nicht werden, also stehts zur Zeit eher schlecht für Ökoterrorismus als Megatrend. Nachteile: Führt zu Eskalation und kann der Gegenseite als Argument dienen, noch härtere Methoden einzusetzen (Minenfelder um Genmaisfelder etc.); Dazu kommt hohes persönliches Risiko in der Durchführung und irreversibles Ergebnis bei Irrtümern, also next.

Welt retten, part 3:
Da der Mensch das vielbeklagte Hauptproblem ist, ist vielleicht die verantwortlichste Handlungsweise, zu Lebzeiten auf Stand-By zu gehen: Runter mit den eigenen Systemen. Ein milder Alkoholismus hat noch niemandem geschadet, ebenso wie der Konsum aller möglicher anderen Rauschdrogen & Eskapismus jeder möglichen Sorte. Da das System nicht von selber kollabiert, wird ihm durch Ausweichen wenigstens die volle Power seiner Akteure vorenthalten. Kids, go for it. Nachteile: Leider verlieren die meisten Menschen mit der Pubertät auch diese schöne und segensreiche Fähigkeit. Ausserdem schwierig, aus Stand-By wieder in Action-Mode zu gehen, falls es erforderlich wird, also next_

Welt retten, part 4:
Geld? Wahlschein? Klar, keine Frage, Geld ist das Mittel der Wahl im System, und ich geh auch beim Öko einkaufen, wahrscheinlich weil ich Angst vor meinen Kindern hab – Kinder können so grausam sein, s. auch weiter unten. Ich mach das also aus Eigenutz, eine urmenschliche Eigenschaft und weil ich festgestellt hab, dass die Karotten von der Domäne Dahlem besser schmecken und ich von nem Bio-Hühnerbein Suppe nach einer Grippe besser auf die Beine komme.

PS: Konfuzius, Nelson Mandela – Frau G.Lück: ich kriege nicht ganz zusammen, wie das zusammenpasst mit „Die Geschichte von der Spreu und vom Weizen“ auf der thinknewgroup webseite: »Manche würden sagen, die Zeiten waren hart. Andere, dass die Spreu vom Weizen getrennt wurde. Wir danken unseren Kunden, dass sie uns zum Weizen gemacht haben« Knallhart. War das auch Mandela? Klingt mehr nach Scientology, sorry.

Schliessen wir mit einer Ode von Johnny CASH an die Power des Negative Thinking,
Boys and Girls:

A Boy Named Sue

My daddy left home when I was three

And he didn't leave much to ma and me

Just this old guitar and an empty bottle of booze.

Now, I don't blame him cause he run and hid

But the meanest thing that he ever did

Was before he left, he went and named me "Sue."



Well, he must o' thought that is quite a joke

And it got a lot of laughs from a' lots of folk,

It seems I had to fight my whole life through.

Some gal would giggle and I'd get red

And some guy'd laugh and I'd bust his head,

I tell ya, life ain't easy for a boy named "Sue."



Well, I grew up quick and I grew up mean,

My fist got hard and my wits got keen,

I'd roam from town to town to hide my shame.

But I made a vow to the moon and stars

That I'd search the honky-tonks and bars

And kill that man who gave me that awful name.



Well, it was Gatlinburg in mid-July

And I just hit town and my throat was dry,

I thought I'd stop and have myself a brew.

At an old saloon on a street of mud,

There at a table, dealing stud,
Sat the dirty,
mangy dog that named me "Sue."



Well, I knew that snake was my own sweet dad

From a worn-out picture that my mother'd had,

And I knew that scar on his cheek and his evil eye.

He was big and bent and gray and old,

And I looked at him and my blood ran cold

And I said: "My name is 'Sue!' How do you do!
Now your gonna die!!"



Well, I hit him hard right between the eyes

And he went down, but to my surprise,

He come up with a knife and cut off a piece of my ear.

But I busted a chair right across his teeth

And we crashed through the wall and into the street

Kicking and a' gouging in the mud and the blood and the beer.



I tell ya, I've fought tougher men

But I really can't remember when,

He kicked like a mule and he bit like a crocodile.

I heard him laugh and then I heard him cuss,

He went for his gun and I pulled mine first,

He stood there lookin' at me and I saw him smile.



And he said: "Son, this world is rough

And if a man's gonna make it, he's gotta be tough

And I knew I wouldn't be there to help ya along.

So I give ya that name and I said goodbye

I knew you'd have to get tough or die

And it's the name that helped to make you strong."



He said: "Now you just fought one hell of a fight

And I know you hate me, and you got the right

To kill me now, and I wouldn't blame you if you do.

But ya ought to thank me, before I die,

For the gravel in ya guts and the spit in ya eye

Cause I'm the son-of-a-bitch that named you "Sue.'"



I got all choked up and I threw down my gun

And I called him my pa, and he called me his son,

And I came away with a different point of view.

And I think about him, now and then,

Every time I try and every time I win,

And if I ever have a son, I think I'm gonna name
him
Bill or George! Anything but Sue! I still hate that name!

Bernie

Ein Kurzbeitrag nur, weil ich gerade am Programmieren bin:

Ich denke, Hauptproblem unserer Zivilisatiion ist, dass Menschen keine natürlichen Fressfeinde mehr haben, weil sie sich ja derer entledigen können; per Gewehr, Bombe oder Waldrodung.

Wenn ich im Fernsehen sehe, wie in Afrika ein Urzeitkrokodil, im Flusswasser schwimmend, aus einer Antilopenherde ein-zwei-vier-zehn Antilopen rauspickt und mit seinem Riesenmaul die Knochen dieser süssen kleinen Antilopenviecher wie Streichhölzer zerbricht und sich den Magen vollstopft, und damit gleichzeitig eine explosionsartige Vermehrung dieser Herden verhindert – einem, in einem Ökoystem wie Afrika sehr sinnvoller Vorgang, da sonst diese Antilopenschwärme alles fressen würden, was ihnen vor die Nüstern käme – dann wünsche ich mir sowas auch für uns.

Zurück zu den Basics. Überlebenskampf, Hunger und Askese in Reinform. Dann hätten wir besseres zu tun, als bei EDEKA auf die "Jagd nach Schnäppchen" zu gehen, wenn ein Rudel Wölfe oder Löwen in unserem Landkreis gastierend, auf der Lauer nach uns als Schnäppchen wären.

Unsere Sinne würden sich wieder schärfen für das Wesentliche, unser Verzicht auf Komfort würde die Menschen wieder zusammenrücken lassen, weil sie es auch müssen, dennoch wäre es schöner für uns, endlich einen wahren Grund für Gemeinschaft zu finden. Und nichts würde glücklicher machen, als nach einer langen Durst- und Hungerstrecke gemeinsam ein erlegtes Rind zu verspeisen. Das Gemeinschaftsgefühl wächst wieder. Und das Leben wäre lebenswert.

Vielleicht.

Oliver

Dear Mr. Schumacher,

ich verstehe nicht ganz, wie man von einem eigenverantwortlich verteilbaren Wahlschein zu der verantwortungsvollen Namensgebung des eigenen Nachwuchses kommt...

Ferner finde ich es interessant, ja eher fragwürdig, wie eilig und hastig Sie den Thinknew-Ansatz mit einer der dubiosesten Sekten in Verbindung bringen (möchten)... Haben Sie hierzu fundierte Hintergrundinformationen, die uns noch nicht vorliegen? Ganz ehrlich: das ist eine sehr verantwortungslose Bewertung von Ihnen!

Um was geht es hier eigentlich?

Sollten wir nicht alle schauen, wie wir alle (und hier meine ich jeden einzelnen) die Welt positiv verändern können, und zwar indem wir
- Plastikmüll vermeiden
- respektvoll mit Menschen umgehen
- die Flaschen zu Flaschen-Container bringen
- Müll trennen
- Energie sparen (Öko-Strom)
- Öko-Produkte kaufen
- Unternehmen boykotieren, die ethisch und moralisch nicht vertretbar sind

...also, UNSER GELD VERANTWORTUNGSBEWUSST, WOHLÜBERLEGT UND MIT NACHHALTIGEM GEDANKEN ALS WAHLSCHEIN VERWENDEN???!!!

Bernie

Dear Mr. Oliver, ich wähne mich hier bereits in der Matrix, nicht nur weil ich gerade verdammt viele Zeilen in den Mäc gehäckt habe, sondern weil ich, im Standby-Pausierungsmodus-rüber-zu-Slanted-surfend Ihre Zeilen vernehmen darf, und meine, auf den Jupiter gebeamt worden zu sein.

Was Sie da ablassen, ist leider nur weichgespülter Mumpitz direkt aus dem Ökoregal, direkt aus der Heftbeilage abkopiert, etwas Dalai Lama zugemischt, von mir auch etwas Knochensalz vom good ol' Konfuze plus ein bisschen Lieb-Lieb-Sosse drüber. Fertig ist das Gutmenschengesülze.

Sie haben gar nichts begriffen. Sie denken noch nichtmal nach, denn Sie glauben, dass die Erkenntnis, die Welt nicht retten zu können, Ihrem kleinen Dasein den Tritt in Abgrund verschaffen würde. Deswegen verlieren Sie sich lieber in solchen Platitüden … obwohl, Oliver, who knows who has sent you here. Erst kommt eine Float-Frau, dann ein Oliver. Immer die gleiche Predigt im Sack. Egal. Juckt mich nicht. Lesen Sie trotzdem weiter.

Wissen Sie warum Sie Müll trennen? Damit der Plastikscheiss vom Verbrennungsmüll getrennt wird und der Plastikkram somit von Ihnen, und uns allen, vorportioniert wird um in Containerschiffen nach China rübergesegelt zu werden, wo er geschreddert und im Pazifik verklappt wird. Und weil es so schön ist, bezahlen wir auch noch die Schiffsfahrt.

So, und nun muss ich mal schauen, wie ich vom Jupiter wieder zurückkomme, denn die Roaminggebühren für mein iPhone sind etwas zu hoch.

hans schumacher

-> 'Oliver'

– Scientology ist doch nicht sonderlich dubios, in den USA sogar ziemlich gesellschaftsfähig. Kennen Sie Tom Cruise? Der ist doch auch einer. Sie können also jetzt mal ohne Probleme Farbe bekennen, ist doch keine Schande, sind harte Zeiten, das weiss auch die think new group. Die Sekte oder Partei, die ich noch zu gründen vorhabe, wird wohl »the positive power of negative thinking« heissen, und gibt jetzt schon Franchising-Lizenzen raus. Sie können auch eine haben, wenn sie, während sie ihre leeren Booze-Bottles (come on, eine werden sie schon noch irgendwo finden) gemeinsam mit mir zum Container bringen den Text von BOY NAMED SUE (zeigt doch auch klar, dass man es mit dem MEGATREND FEMINISIERUNG nicht zu weit treiben sollte) fehlerfrei vor sich hin murmeln, ganz der Man in Black. Dabei erörtern wir dann die Gemeinsamkeiten von Dalai Lama, Konfuze, Mandela und Johnny Cash, Countrysänger (der keine Farben on his back tragen wollte, bis sich die Dinge hier zu Erden zum Guten gewendet haben sollten, nach meinen absolut zuverlässigen Hintergrundinformationen – war klar, dass er seine Existenz in Schwarz beendete)

Die Zeit auf dem Weg zum Container, und auch die bis zum Urknall und zur Wertschätzungs-Gesellschaft wird sicher auch reichen, 'Die Geschichte von der Spreu und vom Weizen' zu besprechen. Sind wird die Spreu? Sind wir der Weizen? Harte Zeiten.

Viel schlimmer finde ich allerdings wenn ich Robert Louis Stevensons 'Der Abwracker' (spielt im Pazifik, aka Südsee) zu lesen versuche, sich vorm geistigen Auge ein Plastikmüllstrudel dreht. Die Welt ist mir egal, aber Plastik in der Südsee? Holen sie das da raus. Wenn ich in zehn Jahren, Quatsch, Fünf sollten reichen, also ohne Depressionen zu kriegen zum Bücherregal greifen kann, werde ich Ihnen und der thinknewgroup ewig dankbar sein und sie kriegen ihre Franchising-Gebühren zurück.
(Danke, Bernie)

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