Christoph Knoth schreibt gerade an einem Wikibook über Design, als eine Art Fortsetzung zu seinem ersten Wikibook zum Design- und Kunststudium.
Er versucht darin Design zu definieren und einen Diskurs über Design anzuregen.

Größere Lücken hat er im Moment noch bei den Themen »Designgeschichte« und »Designdisziplinen«. Vielleicht hat von Euch zufällig jemand zu einem dieser Themen eine Hausarbeit geschrieben und möchte damit auch zum Wikibook beitragen? Gerne könnt Ihr dazu Kontakt mit ihm über seine Homepage aufnehmen.

Peter

Besonders Interessant der Beitrag "Tipps fürs Designstudium"! Was zur Hölle soll das??

Jo

da kann ich nur beipflichten. Entweder ein Projekt wie dieses wird mit Ernsthaftigkeit aufgebaut oder man schreibt Kokolores wie diesen hier auf der Seite unter Designstudium/Arbeiten:

Zuerst sollte die Idee / das Konzept / der Inhalt stimmen, dann kümmere dich um die Form. (Es funktioniert aber auch andersherum.)

Christoph

Es ist ein Wikibook, wenn du die Tipps unangebracht findest, dann ändere sie doch.

Christoph

Wenn du mir noch sagst, was du daran so schlecht findest, dann werde ich es gern ändern. Oder du änderst es selber, dafür ist es doch ein Wikibook.

Züribeisonne

Finde die Idee eines Design Wikis an sich zwar gut,
aber wenn die Sache inhaltlich so flach bleibt
wie ein Kinderplanschbecken, dann mal viel Spass
beim Versuch Bahnen schwimmen!
…was, meiner Meinung nach immer wichtiger wird,
und hier bisher leider völlig unter den Tisch fällt…
soziologische, und kulturtheoretische Ansätze,
die nicht unentscheidend für Designprozesse sind.

Michel

haut rein leute, wenn jeder ein satz von seinem wissen reinpackt, kann das ne prima referenz für jeden werden.

wosch wars

Ich denke so etwas zu starten, ist wirklich respektabel und eine gute Idee. Sich einen Designbegriff auf diese Art und Weise zu erarbeiten, finde ich sehr sinnvoll. Es scheint sich ja auch niemand (mehr) darüber im Klaren zu sein, was genau Design ist, wo es aufhört und wo es anfängt. Es ist ein interessantes Projekt und fängt erst an. Wenn es alle nur von Anfang an in den Boden reden anstatt ihre Energie sinnvoller in einer Kategorie einzubringen, wird es sicher nur ein Gartenteich (Planschbecken ist nicht mehr) bleiben und dem Initiator die letzte Motivation nehmen, es auf einen respektablen Swimmingpool auszubauen.

Christoph

Hallo danke für die Kritik,

ich bin mir durchaus bewußt, dass ich kein professioneller Designtheoretiker bin und die Inhalte auch noch nicht mit einem gekauften Buch konkurieren können. Aber wikipedia wurde auch nicht in einem halben Jahr geschrieben und hat mittlerweile die eine oder andere Perle vorzuweisen.
Weiterhin gebe ich zu bedenken, dass sich das Buch an Leute wendet, die von Design noch nicht soviel Ahnung haben und von daher soll es auch nicht zu kompliziert und tiefgehend werden, sondern nur ersten Wissendurst stillen und dann auf weitere Quellen verweisen.

@Jo: Viele dieser »Tipps« wurden mir von Kommilitonen zugeschickt, von daher ist es natürlich noch nicht einheitlich und teilweise widersprüchlich. Aber ich finde gerade das eigentlich interessant. Man sieht dass es nicht die perfekte Strategie gibt und unterschiedliche Ansätze zum Ziel führen.

@Züribeisonne: welche soziologischen und kulturtheoretische Ansätze meinst du denn speziell?

Björn

Ich glaube, da das Designwiki ursprünglich als Starthilfe für Studieninteressierte oder evtl. noch nichtmal das gedacht war, ist das "flache" Niveau das besonders Gute an diesem Wiki, sogar speziell im Bereich Designstudium.
Klar kann und sollte nachgebessert und verfeinert werden, aber gleich mal "flache" Forderungen nach mehr "soziologische[n], und kulturtheoretische[n] Ansätze[n]" zu stellen, ist vielleicht etwas zuviel des Guten oder evtl. sogar mal am Kern, ein breitgefächertes Grundverständnis zu vermitteln, komplett vorbei.

Ich fand die Idee damals schon gut und finde sie immer noch, also weiter so Christoph. Und alle anderen: Ergänzt das Wiki.

Liebe Grüße,

Björn

Jo

Christoph, das sollte dir und anderen auch nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Natürlich soll und wird ja das Designwiki davon leben, dass nach und nach mehrere Autoren agieren. Nur finde ich schade, dass doch ein recht wässriger Grundstock mit recht flapsigen Einträgen gelegt wurde. Das schreckt meiner Meinung nach eher Leute ab sich dort zu beteiligen als sie dafür zu begeistern, weil z.B. wieder Dinge wieder umgeschrieben werden müssen.

Nur bin ich selbst auch kein Wikiautor und kann nicht beurteilen wie sich solche Dinge entwickeln. Ich kann aber auf jeden Fall nicht verstehen, dass das "flache Nivea das besonders Gute an diesem Wiki" sein soll. Das besonders Gute an wikipedia ist, ein Verständnis zu einer Thematik zu entwickeln OHNE gleich tief eintauchen zu müssen. Ich sehe Wiki-Artikel immer nur als Einstiegshilfe. Mehr nicht. Aber auch nicht weniger. Da hoffe ich nun fast, dass ich doch in den nächsten Wochen mal Zeit finde dort auch mitzuschreiben. Also bieten die wässrigen Einträge wohl doch nicht nur Angriffsfläche, sondern auch Ansporn =)

Andre

Im Gegensatz zu Wikipedia, sehe ich Wikibooks nicht als lexikalisches Abstract, sondern als vertiefte Abhandlung; ansonsten genüge die Wikipedia als Plattform. Insgesamt hat Christoph mit dem Thema sehr hoch gegriffen. Viele Bände müsste das DESIGN Wikibook umfassen, wenn man nur mal an ein paar anscheinend sinnvolle Bücher aus den Designdisziplinen, in denen man sich persönlich etwas auskennt, denkt, die viele Regale füllen würden. Wie trocken Architekturtheorie oder Typografiegeschichte sein kann, ist dabei unwesentlich. Das Buch heißt weder "Ratgeber für Designstudenten" oder "Einführung in die visuelle Kommunikation" o. ä., es erhebt im Titel vielmehr einen Anspruch, den man wirklich schwer erfüllen kann – vor allem als Student des kleinen Teilbereichs "Visuelle Kommunikation", was schon schwierig genug zu definieren und umfassend genug für einige Bücher wäre.

Die Energie verträgt der Wikipediaartikel auch noch, Hypertext besitzt bekanntlich den Vorteil direkt auf weitere Texte zu verweisen zu können. Wikipedia bietet auch ein Portal für den Begriff DESIGN und Platz für viele Einzelartikel zu Theorie, Epochen, Disziplinen, Technik, Personen – alles, was in dem Wikibook enthalten sein soll. Eigentlich müsste man vieles aus der Wikipedia nur kopieren und einfügen, aber wozu dann das Buch?

Deshalb würde ich es gern sehen, wenn es sich auf ein überschaubareres Thema stürzt. Punkt 5 im derzeitigen DESIGN Wikibook von Christoph "Designausbildung" fänd ich geeignet und sehe ich im Grunde auch als eigentliche Absicht/Zielgruppe des ganzen Projektes. Wikipedia ist stets anonym und vom Prinzip her objektiv für mich, ein Mitmachbuch wie dieses hier fragwürdigerweise mit einem Autorennamen verknüpft und recht subjektiv. Die Rolle des Initiators sollte, finde ich, weiterhin transzendental beim grossen Lord WIKI bleiben, und der Verlag "Wikibook" in "Yourbook" umbenannt werden. Oder man fügt in Wikipedia einen Button für die "extended" Version eines Artikels hinzu. Oder man behandelt ein Thema wirklich intensiver als auf Wikipedia erträglich, einen Teilbereich bis ins Kleinste auseinandergenommen und beleuchtet – das Inhaltsverzeichnis dieses Wikibooks deutet darauf hin, dass gewöhnliche Wikipediaartikel für dieses Projekt mehr als genügen können.

Soweit zum Medium. Jedenfalls sollte sich Christoph nicht entmutigen lassen. Den Blog der Burg Giebichenstein würde es ohne seinen initiatorischen Drang immer noch nicht geben. Einfach-mal-machen und sich dann in den Kommentaren dem Hohn aussetzen bezeugt Lässigkeit und Mut.

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