27.04.2011

Nippon Connection 2011 – 11. Japanisches Filmfestival in Frankfurt am Main

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Vom 27. April – 01. Mai 2011 findet in Frankfurt am Main das 11. Nippon Connection Filmfestival statt. Über 100 aktuelle japanische Kurz- und Langfilme, der Kategorien Nippon Cinema, Nippon Visions, Nippon Retro und Nippon Culture, werden zu sehen sein.

Umrahmt werden die Filmvorführungen von einem Kolloquium, einer Ausstellung zu japanischem Verpackungsdesign, einem rauschenden Tanz in den Mai und der Möglichkeit traditionellen japanischen Tanz zu erleben und einmal selber Origami zu machen.

Pressetext:
Nun sind es noch wenige Wochen bis zum Startschuss des elften Nippon Connection Filmfestivals und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Vom 27. April bis zum 1. Mai 2011 werden wieder über 100 aktuelle japanische Kurz- und Langfilme ihren Weg nach Frankfurt finden, darunter viele internationale Premieren in Anwesenheit der Filmemacher. Abgerundet wird das größte Festival des japanischen Films durch ein reichhaltiges Rahmenprogramm, das die Sinne der Besucher vielfältig verwöhnen wird. Erste Highlights des Festivalprogramms stehen bereits fest.

Im Nippon Cinema Programm dürfen sich Fans des berühmten Anime-Studios Ghibli endlich wieder auf ein neues Meisterwerk freuen. Nippon Connection präsentiert als Deutschlandpremiere ARRIETTY, bei dem der renommierte Animationskünstler Hiromasa YONEBAYASHI (Key-Animator von PONYO und SPIRITED AWAY) erstmals die Regie übernommen hat. Das Drehbuch stammt von keinem geringeren als Hayao MIYAZAKI. Dass auch abseits von Studio Ghibli einzigartige Animationsfilme entstehen, zeigt Keichi HARA mit COLORFUL. Die Ausdrucksstärke seiner poetischen Romanverfilmung platziert ihn unter den talentiertesten Anime-Regisseuren der Gegenwart. 

Nachdem Ausnahmetalent Kazuyoshi KUMAKIRI die Festivalzuschauer vor zwei Jahren mit seinem Film NON-KO begeisterte, dürfen sich diesjährige Besucher auf SKETCHES OF KAITAN CITY freuen. KUMAKIRI bezieht sich in seinem atmosphärisch dichten Film auf eine Serie von Kurzgeschichten des verstorbenen Autors Yasushi SATO. Einen ganz anderen Ton trifft HELL DRIVER: Kultregisseur Yoshihiro NISHIMURA (TOKYO GORE POLICE) inszenierte einen Splatterfilm mit voller Non-Stop-Action und zahlreichen Zombies. Durch zahlreiche Anspielungen und markante Einfälle beweist der Filmemacher ein ausgeprägtes Gespür für das Genre. Als Europapremiere präsentiert Nippon Conection DUMBEAST, das Spielfilmdebüt des in Deutschland geborenen Künstlers Hideaki HOSONO. Tadanobu ASANO spielt in diesem skurrilen, knallbunten Erstlingswerk, dessen geniales Drehbuch aus der Feder von Kankuro KUDO (GO, PING PONG) stammt, einen Autor, dessen Freunde in einer gemeinsamen Verschwörung seine Ermordung planen. Unter allen Premierenfilmen des Nippon Cinema Programms wird dieses Jahr zum siebten Mal der vom Bankhaus Metzler gestiftete Publikumspreis NIPPON CINEMA AWARD in Höhe von 2.000 Euro verliehen.

In der neuen Programm-Sektion NIPPON VISIONS (ehem. Nippon Digital), die die Vielfalt des japanischen Independentfilms und neuer digitaler Formate präsentiert, darf sich das Festivalpublikum auf das neue Werk von Takahisa ZEZE (MOON CHILD, PANDEMIC) freuen, der in den 90ern erstmals durch seine Pink-Filme Bekanntheit erlangte. Sein viereinhalbstündiges Epos HEAVEN’S STORY verfolgt die Lebensgeschichten mehrerer Figuren und lässt diese sich immer wieder begegnen und auf bittere Schicksalsschlägen treffen. In einem Special gibt Nippon Connection außerdem einen breiten Einblick in aktuelle Abschlussprojekte der GRADUATE SCHOOL OF FILM AND NEW MEDIA der TOKYO UNIVERSITY OF THE ARTS in Yokohama, die eine der wichtigsten Filmhochschulen Japans ist und unter der Leitung von Kiyoshi KUROSAWA vielversprechende Nachwuchstalente fördert. Auch der unabhängige Animationsfilm ist bei Nippon Connection wieder vertreten: Der herausragende Film MIDORI-KO von Keita KUROSAKA kann ohne Übertreibung als surrealistisches Meisterwerk bezeichnet werden und wurde von dem Regisseur praktisch im Alleingang gezeichnet sowie animiert. Die Gruppe CALF bereichert das Festival 2011 auch mit einem praktischen Ansatz: Neben einem eigens für das Festival zusammengestellten Filmprogramm laden sie Besucher zu einem Animationsworkshop ein. 

Die Zusammenarbeit mit JVTA (Japanese Visualmedia Translation Academy) zur Unterstützung junger Filmemacher wird beim diesjährigen Festival fortgesetzt. JVTA stiftet zum zweiten Mal den NIPPON VISIONS AWARD (ehemals Nippon Digital Award), der von einer internationalen Fachjury an den besten Langfilm der NIPPON VISIONS Reihe vergeben wird. Der Gewinner erhält eine Untertitelung für den nächsten Film.

Die diesjährige NIPPON RETRO widmet sich dem Enfant Terrible Sion SONO, der sich bereits in jungen Jahren einen Namen als Dichter gemacht hat und seit nunmehr über 25 Jahren erfolgreich als Regisseur arbeitet. Seine Filme wie SUICIDE CLUB und NORIKO`S DINNER TABLE wurden auf vielen internationale Festivals gezeigt. Mit LOVE EXPOSURE manifestierte sich das virtuose Erzähltalent von Sion SONO schließlich derart markant, dass er dafür 2009 auf der Berlinale mit dem Caligari Film Preis und dem FIPRESCI Preis ausgezeichnet wurde.

Auch in diesem Jahr bietet NIPPON CULTURE eine abwechslungsreiche und spannende Auswahl an Events, die von traditionellen Kunstformen bis hin zur japanischen Popkultur reichen. Die japanische Cheerleading-Gruppe „Gamushara-Oendan“ wird dem Festivalpublikum nicht nur in Form mehrerer Performances beim Festival, sondern auch im Rahmen eines Workshops kräftig einheizen. Das aktive Erleben von Kultur gelingt bei zahlreichen weiteren Events: Für den körperlichen Ausgleich sorgen unter anderem ein Yoga-Workshop mit Yukari MATSUYAMA, eine Kendo-Session mit dem japanischen Generalkonsul Toyoei SHIGEEDA, wie auch Shiatsu-Workshops und der Spezial-Baby-Massage-Workshop von aceki e.V.. Neu hinzugekommen ist dieses Jahr die Sektion NIPPON KIDS, die Kindern in betreuten Workshops die japanische Kultur spielerisch vermitteln will. 

Ein besonderes Highlight verspricht die Ausstellung zum japanischen Verpackungsdesign zu werden, die von der in Japan lebenden Künstlerin Bianca Beuttel kuratiert wird. Außerdem kann man beim Festival traditionellen japanischen Tanz erleben, sowie Ikebana und Origami selber ausprobieren. Natürlich verzichtet das Festival auch dieses Jahr nicht auf seine beliebten Klassiker: Die Gaumen der Besucher werden bei einem Kochkurs, in der Tee- und Sakelounge wie auch beim traditionellen Filmfrühstück ausgiebig verwöhnt. Zudem sorgen das kultige Nippon Heimkino mit Roberto Cappelluti und zahlreiche andere Angebote auf dem Festivalgelände für eine ausgelassene Stimmung.

Neben zahlreichen Vorträgen und Filmemachergesprächen wird die Japanologie der Universität Frankfurt bei Nippon Connection zum Jubiläum 150 Jahre Freundschaft Deutschland-Japan ein Kolloquium zum Thema „Erwachsen: ganz allein – Lebensmodelle der jungen Generation in zeitgenössischen literarischen Texten” veranstalten. 

Der etwas spätere Festivaltermin verspricht einen rauschenden Tanz in den Mai mit Nippon Connection-Legende DJ Hito, die bei den Tanz- und Feierwütigen am Samstag für gute Stimmung sorgen wird. Am Festivalfreitag garantiert die extravagante Pop Band OSCA aus Berlin eine einzigartige Live-Performance. 

Nippon Connection steht unter der Schirmherrschaft von Frau Eva Kühne-Hörmann, Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, von Herrn Prof. Dr. Dr. Matthias Lutz-Bachmann, Vizepräsident der Johann von Goethe-Universität Frankfurt, sowie dem Japanischen Generalkonsulat in Frankfurt. Trotz stetig wachsender Resonanz wird das international renommierte Festival in ehrenamtlicher Arbeit vom gemeinnützigen Verein Nippon Connection e.V. organisiert. Damit der lebendige Kulturaustausch erfolgreich fortgesetzt werden kann, bietet das Festival Fördermitgliedschaften an. Freunden von Nippon Connection wird dieses Jahr erstmalig auch eine gezielte Sponsoringmöglichkeit für einzelne Kultur-Events innerhalb des NIPPON CULTURE Rahmenprogramms angeboten – die Möglichkeit, aktiver Partner des Festivals zu werden. 

Veranstaltungsorte
Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim (Festivalzentrum), Kino Orfeo’s Erben, Mal Seh’n Kino, AusstellungsHalle 1A, Kunstraum Westend

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