Profiworkshop "Zeitschriften machen"
05.02.2009

>> Anmeldeschluss: 07. November 2008
Vom 5. bis 8 Februar 2009 werden zwölf kreative Köpfe zum qualmen gebracht. In einem dreiteiligen Workshop unter der Leitung von Horst Moser und Boris Kochan wird ein neues Magazin entwickelt, von der Gestaltung bis hin zur endgültigen Realisation. Unterstützung bekommen die Kreativen von Journalisten, Textern, Autoren, Fotografen und Herstellern. Nach sechs produktiven Workshop-Tagen wird das fertige Werk zur Reinzeichnung und in die Lithografie gegeben. Das neue Magazin wird in einer Auflage von 25.000 Exemplaren produziert. Für die beteiligten Partnern (Grafiker/Unternehmen) stehen 24.000 Exemplare für eigene Zwecke zur Verfügung. Die restlichen 1.000 limitierten Exemplare kommen in den freien Handel.
Miindestens acht, maximal zwölf Teilnehmer haben die grandiose Möglichkeit auf höchstem Niveau mit einem der anerkanntesten deutschen Editorial-Designer einen neue Zeitschrift in einen Intensiv-Workshop zu initiieren.
Jeder der Interesse hat kann sich Bewerben. Vorraussetzung ist eine 5 Jahre andauernde gestalterische Tätigkeit. Bevorzugt werden Teilnehmer die bisher nicht in erster Linie als Zeitschriftengestalter aktiv waren. Das Konzept richtet sich vor allem an angestellte wie freiberufliche Grafiker, Art und Creative Direktoren, welche abseits vom Arbeitsalltag sich intensiv mit dem Thema "Zeitschrift machen" beschäftigen wollen. Um endlich mal das zu realisieren was vorher nur auf der Wunschliste prangte.
Der Inhalt der Zeitschrift soll sich rund um das Thema "Schrift" drehen.
Mögliche Inhalten:
_Schreiben als Haltung
_Die heilige Schrift
_Verschriftung, der Prozess vom Gedanken zum Wort zum Text
_Schrift und Buch
_ Schrift im Raum
_Schriftenreihen
_Morsen und andere Zeichenalphabete
_Blindtexte
_Alte deutsche Schriften, Sütterlin, Schwabacher und Co.
_Steno
_Schrift im Web
_Haptisch lesen: Braille
_Schriftrausch
_ u. a.
Medienpartner:
_Zuerst natürlich die acht bis zwölf Gestalter.
_Dann die beteiligten Journalisten, Autoren, Texter, Fotografen und Illustratoren
_Horst Moser und independent Medien-Design GmbH
_Boris Kochan und KOCHAN & PARTNER GmbH
_Druckhaus Kaufmann GmbH
_Papierfabrik Myllykoski GmbH
_Die begleitenden Zeitschriften Novum und PAGE
_MAGMA Brand Design
Ablauf in Kürze
2008
Mo. 20. Oktober Ende der Frühbucherfrist
Fr. 07. November Bewerbungsschluss
Fr. 14 // 21. November und 05. Dezember persönliches Gespräch
Fr. 12. Dezember erfolgt spätestens die Zusage
2009
Fr. 09. Januar Ausrichtung // Themen festlegen
So. 05–08. Februar eigentlicher Workshop
Fr. 20. Februar Schlussredaktionssitzung
Mo. 23–27. Februar Reinzeichnung // Lithografie
Mo. 02–06. März Druck // buchbinderische Verarbeitung
Vorstellung des Magazins
Fr. 13–15. März "colophon independent magazin design conference" Luxemburg
Die Gebühr kann bei 490 bis 660 Euro liegen.
Mehr Info unter tgm.
27. Oktober 2008 - 19:31 – Kristina | Kommentare (18)




























Kommentare
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Sprich ich als erst zukünftiger Student habe keine Gelegenheit dort mitzuwirken?!
27. Oktober 2008 - 23:03 – Lukas (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
@ Lukas, wie oben im Text geschildert soll das Projekt auf höchstem Niveau stattfinden. Ich gehe mal davon aus, dass ein Studienanfänger im Bereich Grafik noch nicht das nötige Know-how besitzen kann. Und da nur 12 Teilnehmer zugelassen sind, wird wohl kräfig ausgesiebt.
28. Oktober 2008 - 10:07 – Kristina
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Weil das Ganze auf höchstem Niveau passiert, ist darum auch der Veranstaltungsort geheim?
28. Oktober 2008 - 11:46 – Gast (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Sowohl Workshop als auch die Vorgespräche werden in der Halle 27 in der Hirschgartenallee 27 in 80639 München stattfinden. Diese Halle mit fast 240 qm + Nebenräumen hat sich für die Durchführung von Seminaren der Typographischen Gesellschaft München bestens bewährt ... und manch einer kennt sie vielleicht auch von den Ausstellungen wie z.B. der 54. TDC-Show vor wenigen Wochen.
28. Oktober 2008 - 16:37 – Boris Kochan (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Alter Verwalter, sechs Tage ... Ich bin sehr gespannt auf die Inhalte!
Call it challenging!
Das Ganze ist wirklich ein interssanter Ansatz, der ja durchaus eine Rolle spielen kann im redaktionellen Konzept und an sich schon eine Geschichte erzählen könnte.
Ich wünsche Glück für etraordinär helle Gestaltungsprofis im finalen Team ...
28. Oktober 2008 - 19:29 – Hmm (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
ich kann mir vorstellen, dass dieses projekt extrem spannend wird. horst moser ist ein wandelndes lexikon. er mag zwar zur "alten" garde gehören (mario lombardo, mike miré oder mirko borsche hätten sicherlich auch kandidaten für diesen workshop sein können), ist aber weit davon entfernt, rostig zu sein. auf der buchmesse sah ich ihn mit 2 riesen koffern...wohl voller neuer und alter magazine.
auch vor boris kochan zieh ich meinen hut. das programm der typografischen gesellschaft münchen, dessen erster vorstand er ist, finde ich mehr als umfangreich. siehe:
http://www.tgm-online.de/tgm/
ich freu mich jetzt schon auf das ergebnis. und bin sehr gespannt auf die auserwählten. denn schwierig wird es auf jeden fall. alle müssen ihr "ego-hemd" sofort abstreifen und in äußerst kurzer zeit an einer sache arbeiten, die unter anderen umständen wochen oder monate benötigt.
29. Oktober 2008 - 2:10 – lars
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Da ich mich gestern Nacht in China extra für diesen Event 11x hab klonen lassen, ist die Auschreibung natürlich zuende. Viel Spass beim lesen meiner, ähh unserer, neuen Broschüre.
Gruss, B.
"Hey, auch von mil", "Und von mil", "Von mil auch", "Gluuuss!", "Hallo?", "Lülps", "Was?", "Viele Glüsse", "Wil sehen uns bei del Pleisvelleihung", "Winke, Winke", "Auf Wiedelsehen."
29. Oktober 2008 - 15:42 – Bernie (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
oh mein gott.......was bedeutet dies für diesen bloq?
11x bernie mit chinesichem akzent. ich dachte es geht nicht mehr schlimmer!
29. Oktober 2008 - 17:09 – pernie (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Ach, Du liest das falsch. Nicht für den Blog (kein q) sondern für das Tournament.
Per Gensplicing sind meine Qualitäten, wie Layout, Illustration und Reinzeichnung, gleichmässig auf die Klone verteilt; und da ich ja weiss was ich will, dauert das ganze nur 3 statt 6 Tage. Und da ich texte, ist's mit dem Lektorat auch kein Problem. Also, keine Solge, Volksfülsolge … oh shit …
29. Oktober 2008 - 18:07 – Bernie (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
ich stell mir zu diesem zweck ( qualitätensplitting) praktikanten ein. die praktikanten einstellen. die praktikanten einstellen. die praktikanten einstellen. eines tages werdet ihr alle praktikanten sein. meine praktikanten! (inklusive der klone)
( ...okay, das ist geklaut ;) )
30. Oktober 2008 - 1:50 – CHris S
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
lieber lars
stimmt genau. es waren 2 grosse koffer mit papier. und ich habe Dich fotografiert, als Du notiert hast: ›moser mit 2 riesenkoffern‹. das foto schicke ich an slanted.
das tgm-projekt ist bereits sehr spannend und auch die auswahl des 12-köpfigen teams (von ca 40 bewerbern) war spannend.
bitter natürlich die vielen absagen. aber mit mehr als 12 gestaltern ein heft zu machen, geht nicht. beuys hätte es vielleicht gemacht, aber ich bin daran interessiert, dass ein magazin mit einer identität entsteht und nicht 12 aneinander gepappte portfolios.
mike meiré hätte es vielleicht auch machen können, aber es war nun mal meine idee.
und es war gar nicht so leicht, alle beteiligten davon zu überzeugen, dass es eine grosse herausforderung wäre, eine zeitschrift zum thema schrift zu machen, die für profis und laien gleichermaßen interessant sein soll.
jeder hat mit schrift zu tun. irgendwann muss man in der schule schreiben lernen, irgendwann muss man sich zwischen arial und times auf seinem bildschirm entscheiden und irgendwann muss man für seine eltern die schrift auf dem grabstein aussuchen. dazwischen gibt es noch viele begegnungen mit schrift, die aber dem laien nicht sonderlich spektakulär erscheinen.
als ich vor ein paar jahren bei einer u-bahn-fahrt in nürnberg meinen freund, den richter pitter darauf aufmerksam machte, dass die stationsschilder in der futura des paul renner gesetzt sind, war ich verblüfft über die antwort: »ich sehe da keinen unterschied. es gibt doch druckbuchstaben und handschrift«.
ich möchte unter dem dach der tgm ein magazin machen, das wie der stern (den ich nicht mag) alle kategorien bedient: politik, wirtschaft, kultur, sport, mode und so weiter. der einzige unterschied ist: alle themen haben inhaltlich mit schrift zu tun. und es sollen alle darstellungsformen benutzt werden: portrait, reportage, interview, glosse, bildgeschichte etc.
auch satire. ich möchte eine analyse über die gesetzestafeln des moses (10 gebote) schreiben: ist gott ein guter typograf? (ich kann schon verraten: er ist mittelmäßig).
das wichtigste ist aber, gestaltungsformen zu finden, die man als kommunikation bezeichnen kann. keine selbstverliebten, kryptischen masturbationen. ich habe den bewerbern gesagt, dass auch ihre tante in der zeitschrift interessante geschichten finden muss. aber bitte ohne abstriche am gestalterischen niveau. es geht also um vermittlungsqualität. es geht darum, sich damit abzumühen, wie man eine geschichte visuell erzählt. und es geht um neue typen von zeitschriften.
wenn das modell erfolg hat, werden wir mehrere solcher veranstaltungen machen. auch für anfänger.
gute autoren können sich übrigens noch bewerben. fotografen und illustratoren ebenfalls.
zum thema ›alte garde‹. ich zähle mich zu jener generation, die zwischen der alten und jungen, in der hitzigst-umkämpften gewitterzone der mitte steht. schliesslich sind die alten jenseits der 65 (nicht nur karl lagerfeld) noch verdammt aktiv und manche auch sehr gut. nun muss ich leider heute hören, dass der nachbar pierre mendell mit 79 gestorben ist. seine münchner opernplakate hängen inzwischen in internationalen museen.
im eitlen fons hat er leider keinen würdigen nachfolger gefunden.
29. Dezember 2008 - 18:24 – horst moser (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Wow, ich bin gespannt! Eine sehr gute Ansage, wirklich! Besten Dank Horst Moser! Es wird, egal was dabei herauskommt, ein Lehrstück.
29. Dezember 2008 - 20:51 – Gast (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Hallo, Herr Moser, Sie sind ein Mann, der mir so richtig doll aus dem Herzen spricht.
Jetzt, wo Sie sich hier mal melden, erhalte ich endlich einen anderen, einen tieferen Blick in dieses Projekt. Das konnte mir der Leitartikel leider nicht vermitteln.
Sie wollen ein Magazin das berührt? Ein Magazin, dessen Themen bewegen, anstossen, mitreissen – und mich, wenn ich mich zurücklehne, mit einem guten Gefühl ins Kissen sinken lässt? Nun, in einer Welt in der Sarah und Marc in Love sind, Amy Winehouse im Weinhaus sitzt, wo Karl mit Sonnenbrille im abgedunkelten Jumbo seine Fingernägel feilt und Fürstin Gloria von Turnen und Taxis redet, Fürst Ratzinger immer und immerfort gegen Männerliebe wettert, wobei in seinem Club "women auf keinen Fall any entrance" finden, ist es nicht möglich, diese an sich witzige Komik einem adäquaten und angenehmen Format zuzuweisen? Leider ja.
Denn es splittet sich: Ein Teilchen findet sich in der Voque, eins im Stern, im Spiegel und im Managermagazin. Ein Fetzchen auf Seite 3 von Bild und eines als Verrutscherli in der Brigitte. Versatzstücke. Puzzle. Nichts konkretes. Nichts handfestes. Fuppes. Eine Sphäre bespiegelt mit tausenden von Bildschirmen; alles sehend, nichts begreifend, nichts mehr greifen könnend.
Ein Heft das mich bewegt ist nicht unbedingt schön, es ist nicht perfekt mit Lack und Glanz poliert, wo das Papier seltsam künstlich muffelt, oder in der die Typografie gekonnt gesetzt, spationiert und durchgeschossen wird. Denn es kommt darauf an, WIE man setzt. Und was für Gefühle dieses Layout schlussendlich hervorruft bzw. transportiert.
Es sollte so sein wie ein perfekter Urlaub auf einer Tropeninsel. Man sitzt im Restaurant, Sand unter den Füssen, die Palmen wehen leicht, die kühle doch warme Brise kitzelt leicht auf den Armen, auf der die Haut spürbar brauner und angenehmer wird. Die Freundin knabbert verträumt an einem Chickenwing, die Farben ihrer Augen wirbeln im Sonnenlicht. Man fühlt sich so richtig wohl. Dieser perfekte Moment, wo Ying und Yang im Einklang sind, in dem etwas wirklich neues und majestätisches entsteht.
Ich finde alte Magazine wie Fotomagazine, alte Playboys (hihi), Architekturzeitschriften, National Geographics, so richtig toll. Magazine, die auf diese alte Art gemacht wurden, im Letraset, am Schneidetisch geklebt, wo man nicht klotzen konnte sondern sparen, einsparen und reduzieren musste. Diese Arbeit wurde damals nur von richtigen Profis erledigt. Somit floss der gebildete und ausgeformte Stil dieser Menschen als charakteristisches Element subtil in die Formatierung mit ein, es entwickelte sich ein Eigenleben, weil die Imperfektion nicht dem technischen Laientum sondern einem Spiegelbild des menschlichen Konstrukts entsprach. Nicht symmetrisch 1-2-4. Sondern asymmetrisch 2-3-5. Es sind diese besonderen Spannungen im Layout, die nur dann entstehen, wenn das Material per Hand auf den Tisch kommt. Wobei man ergänzen muss, das früher sowas keiner sah. Doch jetzt, wo es fehlt, umso mehr auffällt.
Sowas wirft niemand weg, es wird liebkost, man stellt es ins Regal, ins Blickfeld, und freut sich, wenn es in 10 Jahren richtig schön nach altem Papier duftet und die Erinnerung ans erste Lesen, ans erste Verschlingen, wieder hervorruft.
Aber heute hat jeder einen Mac, es arbeitet jeder mit InDesign. Vordefinierte Parameter, zwar veränderbar, aber in ihrer Schlusskonsequenz identisch. Es ist eine perfektionierte Künstlichkeit. Jeder Buchstabe sitzt, es gibt keinerlei Fehler im Schriftbild, nichtmal den Hauch einer Zeilen- oder Buchstabenverschiebung. Die automatisierte Spationierung ist gnadenlos und immer gleich, denn keiner wird je an einem Fliesstext selber Hand anlegen. Somit entsteht meiner Meinung nach der perfektionierte gemeinsame Nenner. Leider ein kleinster gemeinsame Nenner. Und damit hört die Lebendigkeit im Design auf. Man klickt auf der Tastatur A-B-C, es folgt Preflight, Package und Prepress. Dann Print und Dry. Ei Ei. Und es ist so schön. Ja? Wirklich?
Gute Typografie ist nicht das vektorisierte sondern das gedachte, gefühlte und gelebte Wort. Das überlegte, gemalte und geklebte – ja, das gemachte Wort.
Vielleicht wäre das ein erster Ansatz: Layout auf Folie und Ihr Profis schärft schonmal die Messer und spreizt das Klebeband. Den Rest überlasse ich Euch.
Freue mich auf das Ergebnis. Und macht es bitte jedem zugänglich. 1000 Kopien sprechen etwas zu elitär daher.
Viele Grüsse und Frohes Neues Jahr.
Bernie
30. Dezember 2008 - 0:33 – Bernie (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
lieber horst,
ganz liebe grüße aus tokio. eine stadt, die typografisch, visuell und farblich keine grenzen zu kennen scheint. eine visuelle vielschichtigkeit, ein optischer lärm, eine getöse und gekrache. wenn ich mir abends meine fotos anschaue merke ich, dass ich nur ausschnitte suche, kleine details an denen ich mich festhänge wie an einem strohhalm um vom reissenden strom nicht mitgerissen zu werden. und doch passt hier alles zusammen: dem wilden wird das klare, purisitsche gegenüber gesetzt. dem detail wird größte aufmerksamkeit und liebe geschenkt.
>ein magazin mit einer identität entsteht und nicht 12 aneinander gepappte portfolios
das wird eure herausforderung sein. meine kritik auch zahlreichen hochschul magazinen bei denen einzelnen seiten oder strecken gelungen sein mögen - die symphonie vor lauter einzelnen tönen und melodien jedoch nicht hörbar ist.
wegen illustratoren: wende dich doch mal an raban ruddigkeit/freistil. der kennt eine menge sehr guter leute.
ich bin mehr als gespannt auf euer magazin und wünsch dir, boris und allen mitwirkenden alles gute.
einen guten rutsch ins neue jahr. wir werden hier die ruhe des tempels genießen.
Lars
31. Dezember 2008 - 11:18 – lars
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
lieber lars
danke für die grüsse.
ich möchte die tempelruhe nicht stören. nur ganz kurz:
das illustratorenangebot nehme ich gerne an. details demnächst.
ich wünsch Dir ebenfalls ein gutes neues jahr und falls uns noch jemand zuhört: euch allen, die ihr heute, am sivesterabend, noch vor dem rechner hockt: auch einen guten rutsch in dieses junge unschuldige neue jahr 2009, das angeblich so furchtbar werden wird. ich gehe in kürze. musste nur noch meine ›frühbucher‹-formalitäten für die typo erledigen. und jetzt noch schnell die colophon-anmeldungen . . .
h
31. Dezember 2008 - 17:54 – horst moser (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
hallo bernie
jetzt, wo ich mich mal melde . . .
ob ich ein magazin machen möchte, das berührt?
Sie haben einen wesentlichen faktor erkannt. das wort berühren ist mir zwar eine nuance zu betroffen-gefühlskitschig. ich würde sagen faszinieren. und zwar mit dem scheinbar langweiligsten allerweltsthema schrift. ich wäre schon zufrieden, wenn man nach einer einstündigen zugfahrt, dank der inspiration aus dem magazin, voller ideen am zielbahnhof ankommt, obwohl man den ausstieg fast verpasst hätte. ich sehe hier in unserer zeitschriftenwelt, von der man sagt, der markt sei völlig übersättigt, einen echten mangel.
denn was kaufe ich für eine stunde intelligente inspiration? also nicht nur blättern in we/are/different oder matador. man kann die kandidaten an zwei händen abzählen: weltwoche, brandeins, dummy. die zweite gruppe schon mit einschränkungen: nico, interview (fabien baron is back), monocle (ich würde das heft so gerne mögen, muss mich aber immer dazu aufraffen, schade), liebling (habe ich einen üblen beigeschmack, weil sie mein textgebirge über arch+ nicht gebracht haben), humanglobalerzufall (ist ja schon wieder eingestellt), ojodepez (zu wenig text), 032c (tja, wenn die scheisstypo nicht wäre . . .), von den gestaltungsmagazinen form, eye, frame und slanted, page (gähn), novum (mir ist immer ganz bang, was mir der oliver klyne wieder an rechtschreibfehlern auf meiner letzten seite untergejubelt hat). naja und ein paar wenige andere. am wochenende natürlich die exzellente faz am sonntag.
zu den alten zeitschriften: ich habe davon bekanntlich eine menge und muss gestehen, dass nicht alle gut riechen. aber auch von den frisch gedruckten bemerken Sie zurecht, dass manche arg muffeln.
nun bin ich, obwohl wir in kürze ein magazin namens ›cut – leute machen kleider‹ herausgeben (thema selbermachen, handarbeit) ein vehementer verehrer des computergestützten designs, wie das ggl immer genannt hat. den weidemannschen klagen über die maus als solche kann ich mich überhaupt nicht anschliessen. zu groß sind die segnungen und möglichkeiten. wenn trotzdem häufig die gleiche melange entsteht, liegt das nicht an den werkzeugen.
und da komme ich auch wieder auf unser tgm-projekt und Ihre klagen über gnadenloses spationieren etc zurück: wir haben zwei typoleute im team, die sich hoffentlich diesbezüglich mächtig einmischen werden.
1000 hefte im freien verkauf. das ist schon ok. elitär ist es nicht gemeint. wenn es massenhafte vorbestellungen gibt, könnte man noch eine schippe drauflegen. wichtig war uns, dass das ding gedruckt wird und in die öffentlichkeit kommt. keine kriegsspiele im sandkasten. reales leben.
wenn Sie mir Ihre adresse schicken, lasse ich einen umschlag vorbereiten.
viele grüße
horst moser
1. Januar 2009 - 16:48 – horst moser (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Hallo Herr Moser.
Sie haben schon recht, wenn Sie sagen, dass Technik ein Segen ist – in den Händen von Könnern sehr wohl. Eine solide Vorbildung an den von mir angegebenen Mitteln schadet aber nicht. Computer sind eigentlich neutral. Erst der Mensch an der Maus schafft Augenschmaus oder Ekelgraus. Das ist wohl das, was Kurt Weidemann damit meint.
Was das Papier betrifft. Ja, es gibt wirklich Papier, das ins Altertum hinüberverwest. Und zwar mit all seinen "Begleiterscheinungen".
Ihr Angebot bzgl. eines Exemplars nehme ich sehr gerne an. Sie werden von mir hören.
Gruß und bis dann. Bernie.
2. Januar 2009 - 16:10 – Bernie (nicht überprüft)
Profiworkshop "Zeitschriften machen"
Der Anspruch wächst mit jedem Satz der hier geschrieben wird, ich liebe das Internet, wie viele Magazinmenschen mit latenter Magazinunzufriedenheit und grossem Interesse an der Arbeit an der Idee an sich das hier lesen und immer gespannter verfolgen werden! Wie ich oben bereits schrieb: Es wird, egal was dabei herauskommt, ein Lehrstück.
3. Januar 2009 - 18:58 – Hmm (nicht überprüft)
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