19.04.2012

Projektil 2012 — We’ll be right there

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Projektil ist eine internationale Vorlesungsreihe an der Bauhaus-Universität, Weimar. Sie wurde 2007 von Studenten der Fakultät Gestaltung initiiert, um eine damals ausstehende Grafik–Design–Professur auszugleichen. Aufgrund des enormen Erfolgs und der nach wie vor bestehenden Nachfrage wird diese Veranstaltung seitdem jährlich angeboten und die Organisation unter den Studenten weitergereicht. Neben Vorträgen von führenden Persönlichkeiten aus verschiedenen kreativen Bereichen werden auch mehrtägige Workshops für alle interessierten Studenten angeboten. 

We’ll be right there

Das Projektil wird abgeschossen und fliegt auf seiner Flugbahn. Auch der Gestalter hat einen Weg. Doch anders als beim Projektil ist dieser Weg nicht klar definiert, das Ziel ist unklar. Der Gestalter macht sich den Weg zu eigen.
Aufgaben werden gegeben und Lösungen gesucht. Jedes Projekt beinhaltet ein Ziel, jeder Weg dahin verläuft anders und kann wiederum das Ziel verändern. Dazu bedient er sich verschiedener Stilmittel, deren Auswahl seine Gestaltung individuell machen. »We’ll be right there« ist das schöne Gefühl der Lösung nahe zu sein. Es ist aber auch das Gefühl einer jungen Generation, die sich im Aufbruch befindet und neue Wege geht. Oder gehen will. Es kann sein, dass man nie ankommt, aber man war unterwegs.

Vielleicht will man das auch — nie ankommen, keinen Etappensiegen nacheilen, sondern weitergehen und ständig unterwegs sein. Man ist nie zufrieden und genau das treibt einen an, lässt einen nicht stillstehen. Gestaltung ist ein Prozess. Fortschritt und Rückblick sind Teil dieses Prozesses. Ebenso wie Inspiration oder Zitat, wenn man ehrlich ist. Man arbeitet konzeptionell und projektbezogen und dennoch scheint alles einem Zeitgeist zu folgen. 
»Same, same but different.« Ist man also schon da gewesen und weil es alles schon gab, fehlt der Platz für das Neue? Man dreht sich im Kreis und macht trotzdem weiter. Jedem Projekt folgt ein Projekt. Ähnliche Aufgaben erfordern unterschiedliche Lösungen. Als Gestalter arbeitet man seriell und muss doch auf jedes Problem eine neue Antwort finden. Und trotzdem hat man das Gefühl, als hätte es jede Lösung schon gegeben. Tausende Gestalter arbeiten in tausenden Büros, jeder Einzelne sucht nach der Möglichkeit sich zu entfalten und genau das begründet eine existenzielle Konkurrenz. Der Blick nach vorne sieht schnellere und mehr Kommunikation voraus. Fortschritt, Geschwindigkeit, Austauschbarkeit. Die Sicherheit  zu wissen, mit welchen Fragen und Problemen man sich später beschäftigt, ist nie gegeben. Sich ausprobieren, solange man kann. Bis das Projektil am vermeintlichen Ziel einschlägt.

Redner

Till Wiedeck & Timm Häneke
Vortrag: 12. April
Workshop: 13.—14. April

Na Kim
Vortrag: 19. April

Veronica Ditting
Vortrag: 26. April 2012
Workshop: 27. — 28. April

Manuel Reader
Vortrag: 03. Mai

Emil Kozak
Vortrag: 10. Mai
Workshop: 11.—12 .Mai

Prof. Andreas Uebele
Vortrag: 24. Mai

Patrick Desbrosses
Vortrag: 07. Juni
Workshop: 08. — 09. Juni

Jürg Lehni
Vortrag: 22. Juni
Workshop: 22. — 23. Juni

Schroeter & Berger
Vortrag: 05. Juli

Haw-lin Services
Vortrag: 19. Juli
Workshop: 20. — 21. Juli

We’ll be right there — Vortrag Na Kim

Na Kim ist eine vielseitige Designerin aus Südkorea, die seit 2009 ihr Studio in Amsterdam führt. Sie studierte Industrie- und Grafikdesign an der KAIST und der Hongik University. Nach einem zweijährigen Masterprogramm am Werkplaats Typografie in Arnhem setzte sie ihren Fokus vor allem auf die visuelle Sprache der Definition des Ichs, so wie kulturell anerkannte Projekte. Neben vielen anderen Projekten, brachte sie das projektformierte Magazin „umool umool“ ins Leben und ist seit 2009 verantwortlich für das Konzept und Design des „GRAPHIC“. Neuerdings ist sie interessiert daran, ihre visuelle Sprache in verschiedene Installationen zu übertragen.

Wann:
Donnerstag, 19. April 2012, 19:00 Uhr

Wo:
Van-de-Velde-Bau, Raum HP 05
Geschwister-Scholl-Straße 7
99423 Weimar

www.projektil.org
www.facebook.com/projektil

 

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