April 2007
Das Versal-Eszett kommt
Das große ß wird in den Unicode aufgenommen
Seit 128 Jahren gibt es Bestrebungen zur offiziellen Anerkennung des großen »ß«. Nun – das kann man wohl sagen – steht diese Anerkennung kurz bevor. Das versale Eszett [auch scharfes S genannt] wird laut einer Meldung von Andreas Stötzner – Autor der Zeitschrift SIGNA und Mitglied des Internationalen Arbeitskreis Signographie – aller Voraussicht nach als neuer Buchstabe in den internationalen Zeichensatz ISO 10646 bzw. Unicode aufgenommen. Dieser Beschluss wurde auf der Tagung des zuständigen ISO-Fachgremiums am 27. April 2007 gefasst. Der Kodierungsantrag zum Versal-scharf-S wurde vom Deutschen Institut für Normung eingebracht. Die Deligierten waren überwiegend der Meinung, dass das versale ß nachweislich existiert, seine Anwendung sinnvoll sein kann und es daher hinreichende Gründe für seine offizielle Anerkennung als Majuskel des Lateinischen Alphabetes gibt. Platz finden soll das neue Zeichen auf dem Codepunkt 1E9E im Block »Latin Extended Additional«.
Bereits im Jahr 2004 beantragte Stötzner beim Unicode Consortium die Aufnahme eines Latin Capital Letter Double S in den Unicode-Standard. Der Antrag wurde seinerzeit jedoch verworfen. Zum Einen aus technischen Gründen, zum Anderen, da die Existenz dieses Buchstabens [noch] nicht ausreichend bewiesen war. Diese Gründe scheinen heuer offensichtlich nicht mehr von Relevanz zu sein, so dass dieser Beschluss schon als möglicherweise entscheidender Durchbruch für die Aufnahme des Versal-Eszett in unseren grundsätzlichen Buchstabenschatz gesehen werden kann. Man darf gespannt sein, wie sich dieses Thema weiterhin entwickeln wird.
30. April 2007 - 20:45 – Ivo | Kommentare (11)
Typografie im Iran
Iranian Typography at Basel School of Design

Iran sorgt aktuell immer wieder für Negativ-Schlagzeilen. Atomkonflikt, Israel-Politik, Holocaust-Debatte – die politische Lage ist angespannt. Das Bild, das die Medien hierzulande von der islamischen Republik zeichnen, fokussiert den Blick auf diese problematische, Ängste schürende Seite.
Gerade in Anbetracht dieser Situation erscheint es besonders wichtig, eine Brücke zu schlagen und den Blick auf Iran zu erweitern.
Vom 30. April bis zum 10. Mai 2007 veranstaltet die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel eine neue Vortragsreihe zum Thema »Iranian Typography«. Ausserdem gibt es dazu bereits eine gut gestaltete und sehr informative Website zu den Designern: Majid Abbasi, Farzad Adibi, Tahamtan Aminian, Mostafa Assadollahi, Mohammad Ehsaei, Ebrahim Haghighi, Pedram Harby, Saed Meshki, Morteza Momayez, Alireza Mostafazadeh, Masoud Nejabati, Mehdi Saeedi, Bijan Sayfouri und Ghobad Shiva.
30. April 2007 - 15:32 – Wolfgang | Kommentare (8)
Typeradio
the radio channel on type & design

Am 16. Mai – also kurz vor der TYPO – sendet Typeradio live von der 10. Etage des "Haus des Reisens" am Berliner Alexanderplatz einen 16-stündigen Radiomarathon mit dem Titel „Sweet 16“: Ein Countdown zur TYPO Berlin bei dem 16 internationale Designer, Künstler und Kreative wie Justus Oehler, Jonathan Meese oder Malcolm Garrett, die in irgendeiner Form mit Schriften und Design zu tun haben, interviewt werden.
30. April 2007 - 9:17 – Tanja | Kommentare (0)
SLANTED und das Prinzip Freude
Einbindung von RSS-Feeds

BMW kam auf uns zu und hat gefragt, ob sie SLANTED-RSS-Feeds für ihre neue BMW-Lifestyle-Plattform „Das Prinzip Feude“ abonnieren dürfen. Jetzt ist die Seite online: www.prinzip-freude.de
27. April 2007 - 14:23 – Tanja | Kommentare (2)
Zwischen a und A – Sensibilisierung für Schrift
Diplomarbeit von Linda Hintz an der HfG Schwäbisch Gmünd

Wann sind wir zum ersten Mal bewußt mit Schrift in Berührung gekommen? Wahrscheinlich in der Grundschule, als wir uns mühten, möglichst das Schreibschrift-H anders aussehen zu lassen als das X. Im Fortlauf beschäftigte sich ein jeder mehr oder weniger intensiv mit Schrift, sein Leben lang. Ob von Hand geschrieben oder am Rechner gesetzt. Ob auf einem Notizzettel oder in einer Email gelesen. Die erste Berührung mit Schrift bleibt für die meisten die einzige und ist somit auch die prägendste. Sie ist Gegenstand des Buches "Zwischen a und A – Sensibilisierung für Schrift", der Diplomarbeit von Linda Hintz an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd.
27. April 2007 - 9:57 – Boris | Kommentare (6)
artword
two words – a short story

Ein klasse Konzept: Sehe genauer hin und du erkennst mehr als anfänglich gedacht. In Wörter (hier speziell im englischem Sprachraum)
German Wambach hat eine hier eine erfrischende Postkartensammlung (33 Stk.) zusammengetragen.
Auf der Rückseite sind die enstprechenden Übersetzungen zu finden sowie lustige Kommentare. Die Postkarten kann man an Freunde versenden – oder an schlimmsten Feinde. Die transparente Kunststoff-Box ist so attraktiv, dass sie sich gleichzeitig als Geschenkverpackung eignet.
Weitere infos: http://www.artword.eu
27. April 2007 - 9:36 – MrLink | Kommentare (3)
bff veranstaltet auf INnUP Design-Wettbewerb
zur Kampagne „Standpunkte 2007“

Am 7. März startete der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe mit großem Erfolg seine bundesweite Kampagne unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Ursula von der Leyen. Ziel ist es, die Situation von betroffenen Frauen durch eine verstärkte Aufklärung über Hilfsangebote zu verbessern und die Öffentlichkeit für dieses gesellschaftliche Problem zu sensibilisieren. Bei der Auftaktveranstaltung in der Akademie der Künste am Pariser Platz waren PolitikerInnen, Prominente und Pressevertreter anwesend, Sarah Wiener hat die ersten Kampagnenmotive vorgestellt, die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ihren Standpunkt: „Frauen müssen gewaltfrei leben können – wir machen Gewalttätern Beine“ veröffentlicht. Die zentrale Kampagnenidee besteht darin, PolitikerInnen, Prominente und weitere UnterstützerInnen aus den Bereichen Kultur, Medien und Gesellschaft zu ihrer Haltung zum Thema Gewalt gegen Frauen zu befragen. Diese „Standpunkte“ werden mit Fotografien der jeweiligen Beine bzw. Füße als Anzeigen veröffentlicht.
26. April 2007 - 12:10 – Boris | Kommentare (3)
zitat, raub, oder ganz anders?
ambivalenz in fragen sogenannten geistigen eigentums

in der aktuellen page 6.2007 erscheint ein artikel ALLES NUR GEKLAUT?(S. 20/21).
tja. in verschiedenen beiträgen sind solche thematiken schon öfters angerissen worden, unsere beteiligung an dem in der page beschriebenen vorgang scheint uns jetzt aber ein
anlass zu sein, praktiken wie kopie, zitat, ethische haltung im umgang mit der arbeit anderer, reloading, sampling, aufgreifen (zb. retro) und so weiter zu diskutieren. wenn ihr mögt.
wie ist sowas zu bewerten, wie geht ihr damit um, legitime strategie, arschig gegenüber den urheberInnen?
26. April 2007 - 12:05 – flo | Kommentare (5)
Joe Weizenbaum in Mannheim
Vortrag am 8. Mai, 19 Uhr

Am 8. Mai, 19 Uhr, lädt die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Mannheim in Bau 13 zu einem öffentlichen Vortrag in deutscher Sprache ihres neu gewählten Beiratsmitglieds Professor Joseph Weizenbaum mit dem Titel "The computer and the unification of science (and its social implications)" ein.
Weizenbaum, ehemals Professor für Computerwissenschaft am amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT), gilt als einer der Wegbereiter heutiger Computernetzwerke und des globalen Internets. Dabei zeichnete er sich schon seit Mitte der 60-Jahre durch eine kritische Haltung im Umgang mit Computern aus und ermahnte die Computerwissenschaft stets zu gesellschaftlicher Verantwortung.
"Sein gesamtes Wirken beschäftigt sich mit den Themen Kommunikation und Kommunikationsprozesse, wobei der soziale Aspekt von Computern immer stärker in den Vordergrund rückte,“ erklärt Professor Kai Beiderwellen, Dekan der Fakultät für Gestaltung. "Wir sind stolz, einen so renommierter Wissenschaftler wie Joseph Weizenbaum als festes Beiratsmitglied des Fachbereichs Gestaltung gewonnen zu haben."
Anmeldung zum Vortrag beim Sekretariat der Fakultät unter Tel. 0621-292 6158 oder per E-Mail s.wilhelm(at)hs-mannheim(dot)de
26. April 2007 - 11:38 – Boris | Kommentare (0)
Slanted & Bastard-Project auf der Typo Berlin
Freitag 18 und Samstag 19 Mai

Mit 2 vollkommen unterschiedlichen Vorträgen sind wir dieses Jahr auf der Typo Berlin. Im Gepäck das Slanted Magazin (Ausgabe #4 Grid/Matrix), einem Wohnwagen (den wir vermutlich direkt vor dem bcc Berliner Congress Center, Alexanderstr. 11, aufstellen dürfen). Wir werden live von der Typo aus bloggen und Interviews führen. Wir freuen uns auf dieses Highlight im Mai ...
See you!
Boris, Flo, Carlos, André, Kurti, Peter, Suda, Frank, Lars
Freitag | 16:00 Uhr | TYPOshow
Instant Gallery on Tour
Ein Bastard Project, mit Lesung der Autorin Sudabeh Mohafez und aktuellen Arbeiten des Bastard-Projects von dem Fotografen Christian Ernst, dem Illustrator André Rösler und dem Designer Lars Harmsen. DJ Frank Wiedemann / Âme (Sonar Kollektiv) tritt live auf. Seit Februar 2007 sind die Autoren des Bastard-Buches immer wieder on Tour, diesmal mit einem Wohnwagen, der zu einer Galerie umgewandelt wurde. Auf dem Weg zur TYPO werden auf zahlreichen Stationen Bilder von Menschen und Orten eingefangen und in einer Instant-Gallery präsentiert. Der Wohnwagen wird während der TYPO vor Ort sein.
Samstag | 15:00 Uhr | TYPOshow
Typografie, Magazine & Playlists
Magazine und deren Designs folgen bestimmten modischen Codes. Die visuellen Moden können sicherlich mit den musikalischen Moden der letzten Jahre verglichen werden. Die meisten Grafik- und auch Typedesigner verorten sich ja mit ihrer Arbeit und ihrem Musikgeschmack in den verschiedenen zeitgenössischen Feldern – Typografie, Magazine, Playlists.
26. April 2007 - 8:23 – lars | Kommentare (1)




























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