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The World’s Best Designed Newspapers 2006 / und eine schöne Überraschung

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Eine Nachricht, die seit März kursiert und dem ein oder anderen vielleicht schon begegnet ist. Die „Society for News Design“ kürte zum 28sten mal die am besten gestalteten Zeitungen der Welt. Ausgezeichnet wurden die „Äripäev“ (Tallinn, Estland), die „El Economista“ (Madrid, Spanien), die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ und „Politiken“ (Kopenhagen, Dänemark). Gratulation!!!!!
Auszüge der ausgezeichneten Zeitungen sind unter www.snd.org/snd28/worldsbest zu begutachten.
Ich lasse es mit dieser Nachricht aus gegebenem Anlass aber nicht bewenden, denn einen kleinen Unterschied gibt es hier auf dem Slanted Blog: Derjenige der diese Nachricht postet ist der Designer des Schriftsystems, das in dem Redesign zu „Aripaev“ zum Einsatz kam. :)
Jacek Utko, ein ausgewiesener Newsdesign-Spezialist und Gewinner zahlreicher Auszeichnungen in dieser Disziplin, entschied sich für das Metroflex Schriftsystem bei der Neugestaltung dieser vornehmlich auf wirtschaftliche Themen ausgerichteten Tageszeitung.
Wie gut sich die Metroflex für die Anforderungen an ein Zeitungslayout eignet, war mir bis zu Jacek Utkos Redesign der Aripaev nicht wirklich klar. In einer Zeitung wird Typo so pur zum Einsatz gebracht, wie in kaum einem anderen Medium und dementsprechend sind die Anforderungen an Schrift und Layout immens. Newsdesign ist Informationsdesign das sich – insbesondere bei einer Tageszeitung – Tag für Tag neu bewähren muss.
Die Metroflex, welche ich (in freien Stunden) in einem Zeitraum von drei Jahren, inspiriert von Fritz Langs Filmklassiker Metropolis, als „urbanes Vielzweck-Schriftsystem“ konzipiert und ausgestaltet habe, hat genau das, was ein Corporate Font in diesem Bereich braucht. Es ist eine Schrift, die mit ihren flexiblen Weiten und angemessen ausgebauten Fetten, durch ihre gute Einsetzbarkeit in unterschiedlichsten Schriftgraden und nicht zuletzt durch ihre charakteristische Architektur, sowohl ästhetisch, als auch funktional wie geschaffen für den Bereich Newsdesign erscheint.
Mit Jacek Utkos Redesign der Aripaev (2006), steht das Metroflex Schriftsystem im Bereich Newsdesign in einer Reihe mit überragenden Schriftdesigns. Ich persönlich glaube ja, einer auf geometrischen Prinzipien aufgebauten Schrift, hätte so etwas noch vor zwei bis drei Jahren kein Typopapst der Welt zugetraut. ;-)
Webseiten im Überblick:
_ www.snd.org/snd28/worldsbest
_ Jacek Utko
_ Metroflex Präsentation
_ Metroflex bei Garagefonts
_ Es ist immer schön zu sehen, das Gestalter bei der Wahl der Fonts neue, unbekanntere Designs aussuchen – und natürlich ein Vergnügen für mich, auf Kollegen hinzuweisen, die sich auch darüber freuen: Jacek Utko gestaltete beispielweise auch mit Fonts von Fontfarm.

Sharif

Irgendwie kann ich mich mit keinem der ausgezeichneten Layouts anfreunden. Ich mag diese ganzen bunten Sachen nicht. Hier noch einen Formsatz, da noch eine Linie ...

Die Sonntags-FAZ kann ich nicht lesen. Ich bin Leser der FAZ seit dem 1. Schuljahr, Abonnent seit bestimmt 15 Jahren; die FAS landet aber bei mir immer ungelesen auf dem Briefkasten im Hausflur und findet sogar jeden Sonntag seinen Abnehmer (Nachbarschaftshilfe!).

Obwohl, bei genauerem Hinsehen: die "Aripaev" kommt ja auch recht locker daher ...

Mein Lieblingslayout hat aber immer noch – obwohl schon ziemlich alt (das Layout meine ich) – die Wochenzeitschrift jungle world. Planen die nicht aber auch was Neues?

hans schumacher

Respekt, Respekt, wow! sowas wie ein ritterschlag für die schriftfamilie – mal abgesehen davon, daß sich jeder der eine schrift gestaltet, freut, sie angewendet zu sehen
(selbst wenn der font verbreitet/verkauft wird, weiß man als gestalter oft nicht, wo und wie sie eingesetzt wird) ist es schon toll & außergewöhnlich wenn das so prominent und erfolgreich passiert –

wenn das metroflex schriftsystem mit einem blick auf die verwendung als corporate font konzipiert wurde, und (ich nenn es mal so) aus spaß und begeisterung an einem filmklassiker und geometrischen formen gestaltet, dann im newsdesign bei einer tageszeitung auftaucht, hat da offenbar das feedback zwischen schriftgestalter/gestaltung und designer/anwender funktioniert.

da wurde sozusagen das potential erkannt – vielleicht auch für einen bereich, den der gestalter erst mal gar nicht im sinn hatte, als er die schrift gemacht hat. das ist doch spannend, und es ist glaube ich für beide seiten ein abenteuer – und das meine ich positiv, das steht für unvorhergesehenes, überraschendes, und kreatives– etwas herzustellen, was seinen platz in der welt erst mal finden soll und zu erkennen, was an einen bestimmten ort oder zu einer bestimmten aufgabe passt.

hans schumacher

… Sharif, du hast echt komische lesegewohnheiten: FAZ und jungle world, ich muß schon sagen. unter designtechnischen aspekten kann ich dir noch die motz und den scheinschlag aus berlin empfehlen. mein vater liest übrigens auch die FAZ – ich glaube er identifiziert sich sehr mit den inhalten, ähem, die zeitung ist ja eher konservativ eingestellt.

Gast

»Die Sonntags-FAZ kann ich nicht lesen.« Dieser Kommentar spricht für sich selbst. Ich lese nur die Sonntagsausgabe, und das schon seit Jahren. Die eigene Sonntagsredaktion macht Sachen die in der normalen Ausgabe wohl nicht erlaubt sind, vom Design will ich erst gar nicht reden.

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