12. Feb 2008 1647

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Magazin des Fachbereichs Design der Fachhochschule Aachen

Im Februar 2008 erschien die 17. Ausgabe mit dem Titel »Schütze, was gut ist!«.
Was also finden wir gut? Wie finden wir etwas wirklich Gutes? Was tut uns gut und – tun wir Gutes? Wie können wir Gutes schützen? Ist all das, was geschützt wird, tatsächlich gut? Und wer schützt uns vor dem, was nicht gut ist?

Es gibt bislang keine DIN-Norm, in der nachzulesen wäre, was gut ist und was nicht. »Gut sein« fällt nicht in den Definitionsbereich des Deutschen Instituts für Normung. Dass Normen ein Grundgerüst des Lebens sind und man die Grundregeln kennen sollte, um sie kreativ zu brechen, berichtet Prof. Werner Gaede in unserem Interview über das »Abweichen von der Norm« als gerade schützenswertes Prinzip. Damit ist er in dieser Ausgabe der BOXHORN genau richtig. Ebenso wie Prof. Dr. Sabine Fabo, die für einen »Artenschutz des Unvollkommenen« plädiert.

Wir berichten über jene, die uns schützen wollen – ob vor geschmackloser Werbung oder der Verrohung der deutschen Sprache – und erklären, wie wir mit Hilfe des deutschen Markenrechtes selbst schützen können, was wir geschaffen haben.

Art-Direktor Mario Lombardo stellt uns beim Gespräch sein neuestes Werk vor – die Liebling – und wir zeigen Euch Dinge, die ihren Besitzern so lieb und teuer sind, dass sie sie seit Jahren aufbewahren und schützen.

Nicht nur gut reden, sondern auch Gutes tun heißt unsere Devise. Die BOXHORN berichtet über die Hilfsorganisation amigos de los niños, die von ehemaligen Aachener Design-Studenten ins Leben gerufen wurde und seit zehn Jahren Kindern in Mexico eine Ausbildung ermöglicht.

Schützen, was gut ist – und das auf allen Ebenen – war unser erklärtes Ziel. Selbstverständlich auch was die Produktionskosten dieser Ausgabe angeht. Bewusst wurde auf Recycling-Papier gedruckt – wo es uns möglich war, zweifarbig. Ebenso die Entscheidung, keine neuen Schriften zu erwerben, sondern auf bereits vorhandene zurückzugreifen und selbst neue Headline-Fonts zu erarbeiten.

Während wir damit beschäftigt waren, herauszufinden, was schützenswert ist, entstand ein Magazin über das, was die Attraktivität des Lebens ausmacht.

Das mittlerweile etablierte und angesehene Projekt ermöglicht der Redaktion – unter der Schirmherrschaft von Prof. Dipl.-Des. Klaus Mohr – ein komplett eigenverantwortliches Arbeiten. Drei bis fünf Studierende der Visuellen Kommunikation übernehmen Planung, Organisation, Redaktion, Gestaltung, Marketing, Finanzierung und Vertrieb des Magazins.

Bereits1998 erschien die Nullnummer im Rahmen einer Diplomarbeit. Somit gehört die BOXHORN zu den ältesten Hochschul-Magazinen Deutschlands und feiert Mitte dieses Jahres ihr 10-jähriges Jubiläum.

Klickt man sich durch die Galerie der bislang erschienen Ausgaben unter www.boxhorn-magazin.de, fällt sofort auf, dass jede Ausgabe sowohl inhaltlich als auch formal einzigartig und unverwechselbar ist – denn die BOXHORN darf in jedem Semester neu erfunden werden.

Bisher erschienenen: ›Aachen‹, ›Color‹, ›Gänsehaut‹, ›Vorwärts/Rückwärts‹, ›Grauzonen‹, ›Licht.echt‹, ›Freistil‹, ›GeRausch‹, ›Verbales und Designgeständnisse‹, ›Inflation‹, ›Sehsturz‹, ›Schaulust‹, ›Herzrasen‹, ›…und raus bist du‹ und ›Mustergültig‹. (Pressetext)

Auch die 17te Ausgabe des Boxhorn-Magazins steht seinen Vorgängern in nichts nach. Wieder einmal haben es die Studenten geschafft, ein völlig frisches Magazin auf die Beine zu stellen. Ob die Ähnlichkeit des Designs mit dem Design Mario Lombardos, der in der Ausgabe ein Interview gibt, Absicht war oder nicht – man weiß es nicht, ist aber auch egal! Besonderes Gimmick ist die Titelfarbe zum Abrubbeln...bisher habe ich allerdings keine versteckten Botschaften gefunden, aber vielleicht ist sie auch nur zum "Schutz".

Fest steht: Inhaltlich gehaltvoll aber nicht vollgestopft, ein schönes Gleichgewicht von Weißraum, Text und Bild. Die gute alte Times New Roman findet hier ein neues Zuhause neben einer von der Redaktion selbst entworfenen Headline-Schrift. Auf Seitenzahlen im eigentlichen Sinne von kleinen Zahlen am Rande wird komplett verzichtet – man schreibt die Zahlen aus und setzt sie nur dort ein, wo man es für nötig empfindet. Sauberes Ergebnis!

Auch über vergangene Ausgaben wurde hier bereits berichtet. Zu beziehen über die Webseite www.boxhorn-magazin.de








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12. Februar 2008 - 18:21 – Julia | Kommentare (8)

Kommentare

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Oh, sieht wirklich schnuggelig aus. Bestellung ist schon raus! ;)

12. Februar 2008 - 21:49 – Grace° (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

SIEHT SEHR VIELVERPSRECHEND AUS

13. Februar 2008 - 13:37 – Horst (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

"Besonderes Gimmick ist die Titelfarbe zum Abrubbeln...bisher habe ich allerdings keine versteckten Botschaften gefunden, aber vielleicht ist sie auch nur zum "Schutz"."

Das Magazin kommt weitesgehen unversehrt. Wird sie vom Leser nicht ausreichend geschützt oder gar misshandelt, geht die Information auf dem Cover verloren. Also, schützt was gut ist!

Vielen Dank für das schnelle "Posten".

13. Februar 2008 - 14:00 – BOXHORN-Redaktion (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

hmm das mit dem cover ist ne witzige idee.. gab ja schon öfter rubbelcovers zum selber was einritzen, aber andersrum, dass die schrift verschwindet wenn man nicht aufpasst, das ist mal was neues. gut.

13. Februar 2008 - 17:20 – Denise

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Dieses Gimmick findet sich allerdings schon auf dem Titel des 11. Jahrbuchs des Kölner Fachbereichs Design (KISD)aus dem Jahre 2002.

7. März 2008 - 18:50 – Gast (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Ja super! Hat etwa der Kölner Fachbereich ein Anrecht darauf ausschließlich Rubbelfarbe zu verwenden. Hatte es auch etwas mit dem Thema zu tun wie in der Ausgabe der BOXHORN? Wahrschenlich nicht. Also nur Effekthascherei. Mann, mann. Wenn ich mich recht erinnern kann, wurden schon oft Kreise oder Rechteckige Elemente im Grafischen Bereich verwendet. Mhhh, ich sollte die alle mal darauf hinweisen dass so etwas natürlich nicht geht.......

19. März 2008 - 2:52 – Gast (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Es hatte etwas mit dem Thema zu tun.
Allerdings war die damalige Absicht die des »Freirubbelns« und nicht die altväterliche und konservatie Variante des »WAHREN & BEHALTENS«.
Klingt ein wenig nach »Ich gab Silber für Eisen«.

Besonders originell sind die Aachener damit eben nicht.
Zumindest nicht so originell, dass man damit derartig hausieren sollte.

Alles Gesagte wurde bereits gesagt, halt nur noch nicht von jedem.
Karl Valentin

27. März 2008 - 2:15 – Gast (nicht überprüft)

BOXHORN Nr. 17 – schütze, was gut ist!

Nachgetragen sei natürlich die Frage:
Warum heißt das Ding eigentlich Boxhorn?
Haben sich die Studierenden in Aachen über 17 Ausgaben hinweg von ihren Dozenten in eben jenes hineinjagen lassen.
Ist der Titel des Magazins nur dem Standort des Fachbereichs zu schulden (Boxgraben – wer ausserhalb Hollands versteht bitte diese unglaublich subtile Anspielung?) und sollte dies auch wiederum eine Attestierung Aachener Originalität sein (Boxgraben/Bockshorn). Mann, Mann! Kommunikation ist eben nicht nur Gimmick, Printen-, Pxel- und Typogeschubse!

Die Anmutung der Probeseiten:
Ein wenig TWEN und leider noch weniger FLECKHAUS und natürlich das übliche »Ulmer Weißraumgeschwafel« und dat Janze 40 Jahre zu spät. Na Super!

Vom Museum der Eltern zum Museum der Dozenten ist es eben nur ein kleiner Schritt.

Bitte rubbeln Sie sich frei!

28. März 2008 - 0:02 – Gast (nicht überprüft)

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