Zwiebelfisch-Magazin für Gestaltung der Freien Hochschule für Grafik-Design & Bildende Kunst Freiburg ist ein Semesterprojekt des Studiengangs Editorial Design unter Leitung von Wolfgang Blüggel. Gerade ist die 7. Ausgabe erschienen.
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in Design, Verschiedenes






stefan_
also ich habe mir jetzt schon einige ausgaben angesehen und ich muss sagen: nicht eine hatte in meinen augen etwas her gemacht. ästhetisch gesehen sehr beliebig. als wolle man möglichst viel ausprobieren. zudem sind die illustrationen selten gelungen. hmm.
darius
Gab es die ersten Ausgaben nicht umsonst?
An die damaligen erinner ich mich auch... fand diese leider auch nicht gerade so beeindruckend.
Es gibt leider nur sehr sehr wenig gute Online Mags... :(
Poldi
Das Ding ist - wie auch die vorherigen Ausgaben - salopp gesprochen "pottenhässlich". Da der Lehrende auch im Slanted-Magazin seinen Auftritt hatte und dieser ähnlich unansehnlich war, schätze ich, dass W.B. den Studierenden seine Art der Gestaltung auf's Auge drückt.
Großartig auch, dass das Titelbild für die neue Ausgabe - welche 2009 erscheint - bereits in der aktuellen Ausgabe präsentiert wird. Welch eine Freiheit für Studenten...
stefan_
wollte mit meinem anfangsbeitrag nicht gleich mit der tür ins haus fallen...aber unter gesagt unterschreib ich deine meinung. eine zumutung dieses magazin.
Gast
ist ja sehr nett, dass hier über äußeres gesprochen wird. eine empfehlung - nicht nur die titelseite anschauen, sondern alle ausgaben. hinzu bitte die materie erfassen und nicht unterstellungen verbreiten. als stammtisch-diskussion sehr gelungen. kompetenz??? nachdenken, dann losschreiben.
student der fhf (mitwirkender)
Poldi
Zwiebelfisch - Magazin für Gestaltung ... da darf das Heft auch nach der Gestaltung beurteilt werden. Ich habe das Magazin übrigens vorliegen gehabt, ebenso wie die Ausgabe 4 und 6 (Probelesen vor eventuellem Kauf, dank Bibliothek) und bewerte daher nicht nur das Cover, lieber Mitwirkender.
Aber vielleicht versteh ich ja auch das grundsätzliche Konzept des Mags nicht. Ist der Zwiebelfisch kein Studentenmagazin? Ist W.B. der Herausgeber und lässt sich bei seiner Gestaltung von Studenten unterstützen. Soll die Gestaltung immer gleichbleiben? Ist die Zwiebelfisch-Optik bewusst unmodern? Lieber Mitwirkender, hilf und beantworte die Fragen, dann bleiben auch Spekulationen aus ... ein Prost auf den Stammtisch
stefan_
dann hier mal ein tipp von mir: beiträge genau lesen.
ich schrieb schließlich, dass ich mir nun schon mehrere ausgaben genau zur brust genommen hatte. das urteil bleibt. danke.
Gast
Finde auch, dass das "Magazin" nichts magaziniges an sich hat … Da ist ja gar kein roter Faden im Sinne eines Corporate Designs zu sehen. Entschuldigt bitte, aber für mich hat das eher Schülerzeitungsniveau.
Wolfgang
Bad News are Good News: Vielen Dank für die Kommentare, auch wenn diese kritisch ausfallen. ich melde mich erst jetzt, da ich ein paar Tage in Urlaub war.
Zunächst: Der ZWIEBELFISCH ist ein Studentenmagazin, gestaltet von Studenten im Rahmen von meinem Kursangebot Editorial Design. Ich habe dafür einen kleinen Lehrauftrag von 3 Stunden in der Woche und gebe jeweils ein Thema vor. In diesem Fall das Thema »Raubkopie«. Grundlage dazu war die Publikation »No Copy«. Hier beschreiben die Ex-Hacker Jan Krömer und Evrim Sen die Welt der digitalen Raubkopie.
Die Studenten haben nun selbst die Möglichkeit, diese oder weitere Texte und Beiträge zu beschaffen oder zu bearbeiten. Parallel dazu werden viele Magazine betrachtet und diskutiert. Schließlich wird ein passendes Magazinraster entwickelt, welches von der Studentenredaktion verwendet wird. Ich gebe als Dozent Anregungen und Kritik, aber ich entscheide nicht, die Studenten machen selbst und ich sehe mich als Diskussionspartner - nicht als Dirigent.
Außerdem muss die ZWIEBELFISCH-Redaktion sich selbst um die Finanzierung jeder Ausgabe kümmern. Die Freiburger Hochschule hatte nur die erste Ausgabe im Jahr 2002 bezahlt.
So entsteht im Zeitraum von einem Jahr eine ZWIEBELFISCH-Ausgabe unter Mitwirkung von etwa 20 bis 30 Studenten. Einzeln, oder in kleinen Gruppen, werden nun auf Grundlage eines Rastersystems Magazinstrecken gestaltet, abgestimmt und zusammengestellt.
Das Ergebnis ist unterschiedlich. Aber es ist ein praxisorientiertes Projekt, welches sogar öffentlich diskutiert werden kann.
Hier die aktuelle Pressemeldung aus alberta unimagazin / 1 – 2008:
NO COPY - Wüster und wilder war der ZWIEBELFISCH noch nie. Kein Wunder. Die soeben erschienene Ausgabe des Magazins für Gestaltung, das von Studierenden der Freien Hochschule produziert wird, widmet sich diesmal Hackern, Open Source-Tüftlern, Appropration Artists und anderen Kämpfern gegen die Inbesitznahme der Wirklichkeit durch Urheberrecht und Unterhaltungsindustrie. Das Ergebnis: ein kritisches High-End-Fanzine der Extraklasse.
www.zwiebelfisch-magazin.de
Wolfgang
Hallo Poldi,
das Cover für die kommende Ausgabe »ZWIEBELFISCH Branded Pop« wurde von der neuen Studentengruppe gestaltet, welche diese Ausgabe produzieren werden. Ich betreue derzeit immer zwei parallel laufende ZWIEBELFISCH-Teams ...
Mich würde interessieren warum Du die Ausgabe »No Copy« pottenhässlich findest? Willst Du damit sagen, gutes (Magazin-)Design muss schön sein?
Danke für Deine Antwort,
Wolfgang
Gast
endlich entfacht sich die diskussion die schon längst hätte stattfinden sollen!
nur 6 ausgaben zu spät! herzlichen glückwunsch
Studierender
Ich melde mich mal als Mitstudent in einem der höheren Semester. Ich studiere an der FHF und hatte auch die Möglichkeit, am Editorial-Kurs teilzunehmen. Ich kenne die meisten Zwiebelfisch-Ausgaben und deren Gestaltung von Cover zu Cover und ich muss leider leider der negativen Kritik zustimmen.
Das Magazin ist ziemlich willkürlich gestaltet, insgesamt relativ uneinheitlich und selten visuell ansprechend. der Designgeschmack des Dozenten fließt – und das habe ich auch von anderen Mitwirkenden gehört – nicht unerheblich in das fertige Design ein. Manchmal habe ich das Gefühl, dass Gestalter wie David Carson, Wolfgang Weingart oder zu einem gewissen Grad die Ästhetik von Neville Brody emuliert werden sollen, was aber nicht zu funktionieren scheint. Die gestalterischen Grundwerte werden auf Kosten des optischen Anspruchs komplett über Bord geworfen und es entsteht der Eindruck "je wilder desto besser". Mit gutem Editorial Design hat das meiner Meinung nach wenig zu tun.
Was man dem Dozenten hoch anrechnen muss ist, dass man bei ihm vorbildlich lernt, zu präsentieren und mal die Regeln zu biegen und über Bord zu werfen. Leider sind offensichtlich nur wenige Studenten in der Lage, mit dieser Freiheit umgehen zu können. Schade eigentlich.
Es tut mir also leid, sagen zu müssen, dass ich mich für dieses Produkt unserer Hochschule schäme.
Gast
es sind wohl nun viele fragen beantwortet.
jedoch noch kurz von mir (ich habe nicht unbedingt die zeit für "geschmacks"gespräche).
ich gebe euch recht. für drei ausgaben (darunter die letzten zwei) kann ich ebenfalls kein lob verteilen. immer noch - vier ausgaben sind zu wenig, um über magazin als ganzes zu urteilen. die leg. ausgabe war z. b. bereits in kurzer zeit vergriffen.
zwiebelfisch lebt bereits seit 7 ausgaben, erzielt kein profit und wird weder von der schule noch von sponsoren finanziell unterstützt. was könnt ihr vorweisen? an welchen projekten machen sie mit?
liebe teilnehmer, komma mannheim ist ähnliches projekt (wird euch gefallen) - sind da alleinig studenten beteiligt? hmmm
ich wünsche viel erfolg in eurem tun!
mitwirkender
Der Rösler
Wow, was ist den hier für ein Tribunal im Gang?
Ich habe selbst hin und wieder eine Illu zum Zwiebelfisch beigesteuert und habe großen Respekt davor so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Das ist ein Studentenmagazin, nicht vergessen!!
Gast
jetzt muss ich mich auch mal zu wort melden.
ich bin eine ehemalige studentin von wolfgang und
habe beim zwiebelfisch 3 mitgearbeitet.
an wolfgang und an den zwiebelfisch lass ich nichts rankommen.
wolfgang ist einer der besten dozenten die ich je hatte.
er gestaltet seinen kurs so, das die studenten ihre eigenen
ideen umsetzen. jeder student kann sich richtig ausprobieren.
hinterfragen und sich verbessern. er gibt anregungen, knüpft kontakte,
gibt sie weiter. engagiert sich auch ausserhalb des projektes.
es macht spass sich mit ihm auszutauschen und zu diskutieren.
das magazin ist ein tolles projekt und muss sich meiner meinung
nach an keine richtlinien halten. das ist ja auch das spannende.
das logo als teil des cd's ist völlig ausreichend. diese gestaltungsfreiheit
sollte auch voll ausgenutzt werden, da man diese im arbeitsleben
nicht mehr so hat.
@stefan und poldi
wenns euch nicht gefällt dann schaut es euch einfach nicht an.
aber hier so darüber herzuziehen finde ich das aller letzte.
erst mal besser machen! und das wird schwer!
der zwiebelfisch hat genug andere leser!
mein fazit: liebe zwiebelfischler macht weiter so!!!
Gast
Na trotzdem; Die Titelseite dieser "No Copy"-Ausgabe kann wirklich nicht behaupten, etwas mit Gestaltung zu tun zu haben.
Gast
Liebe Leute!
Ich finde es toll dass es Formate wie das Zwiebelfisch gibt.
Die obigen Kritikpunkte finde ich etwas flach und nicht zu Ende gedacht.
Als Guest-contributor fühle ich mich in dem Heft sehr wohl und bin begeistert wie professionell der Haufen Studenten das ganze Projekt umgesetz hat.
In diesem Falle ist konstruktives Feedback angesagt und meines Sehrachtens auch erwartet. Es ist ein Projekt Magazin. Das bitte nicht vergessen.
Ich wünsche dem Zwiebelfisch weiterhin viel Spass, Freiheit und Probiererei und bin gerne wieder Mal dabei wenn es passt!
Mit lieben Grüssen von Berlin nach Freiburg,
euer Jan von Holleben
Gast
Na dann schau dir mal die Titelseiten von der Page oder von der Novum an, die sind auch nicht immer besser ........... dann mach doch mal einen Gegenvorschlag für das Cover........... :) was wir mal wissen was wahres Design ist...
calin
hallo,
es wird immer wieder gesagt, dass zwiebelfisch ein stundentenmagazin sei.
liebe mitwirkende: es gibt auch tolle studentenmagazine (die ebenfalls im eigenregie organisiert, entworfen, finanziert usw. werden). siehe boxhorn, quer, echtzeit, komma und viele andere.
damit lässt sich nicht alles begründen.
calin
lastrammbock
Peter
Na ueber Geschmack laesst sich ja bekanntlich streiten. Selber hab ich beim Zwiebelfisch nicht mitgearbeitet, aber ich studiere an der FHF. Ich persoenlich finde ihn jetzt auch nicht wunderschoen, aber sein Ziel erreicht er glaub ich ganz gut. Die Artikel (die meistens einen zeitlichen Bezug haben) kommunizieren was in ihnen steht. Es ist natuerlich bei einem ganzen Heft voller Artikel zum gleichen Thema nicht einfach jeden anders und auch noch gut aussehen zu lassen und es sind nu mal nicht alle Studenten gestalterische Meister, dann wuerden sie nicht studieren. Dazu ist das Thema ein rebellisches und nicht grade einfach. Das Design hat also schon seine Berechtigung.
Was die Einheitlichkeit angeht geb ich aber meinen Vorpostern Recht. Ein Raster ist da manchmal schwer zu erkennen. Ein paar mehr einheitliche Elemente waeren sicher wuenschenswert. Es gibt bestimmt Wege alles mehr aus einem Guss aussehen zu lassen. Auch den Kommentar mit Car5on kann ich nachvollziehen aber ich denk mal dass sich die Studis einfach nicht immer alle so anstrengen wie sie koennten. ;)
Fuer das mangelnde Budget und den unterschiedlichen Stand der Studenten finde ich ihn trotzdem ziemlich gut, auch wenns aufwaendigere Designmagazine von anderen Hochschulen gibt, die aber bestimmt mehr Geld dafuer haben mit Materialien, Stanzungen und Sonderdrucktechniken zu arbeiten. Das darf man nicht vergessen.
Wolfgang
Hallo Calin,
Deine Informationen stimmen nicht ganz. Echtzeit wird hauptsächlich von ehemaligen Studenten gemacht, die Hochschule Potsdam ist als Institution praktisch nicht mehr beteiligt.
Bei den anderen Hochschulmagazinen sind jeweils mehrere Professoren engagiert und die Hochschule bezahlt die Produktionen komplett. Der ZWIEBELFISCH ist - soweit mir bekannt - das einzige Hochschulmagazin welches durch das Engagement der Studenten (und von mir) selbst finanziert wird. Und das ist keine einfache Aufgabe.
Noch etwas: Vielleicht solltest Du mal die Magazine lesen, welche Du so locker aufzählst. Hier gibt es große Unterschiede. BOXHORN und KOMMA zeigen einfach spannende individuelle Semesterarbeiten - KOMMA macht das wirklich klasse! Aber noch bevor die Arbeit am Magazin beginnt, liegt schon optimales Designmaterial vor ...
Im Unterschied dazu hat der ZWIEBELFISCH ein Thema und die Studenten müssen sich zuerst einmal einlesen bevor die Gestaltung beginnen kann.
Aber Du hast Recht - mit dem Stichwort »Hochschulmagazin« kann gute oder schlechte Gestaltung nicht begründet werden.
Anna
Als Redaktionsmitglied des komma-Magazins aus Mannheim ein kleiner Nachtrag:
Unsere Redaktion setzt sich aus 9 Studenten unterschiedlichster Semester zusammen, kein Professor oder Dozent ist an der Gestaltung, den Texten und der Produktion beteiligt.
Und wir finanzieren uns zum größten Teil selbst durch Anzeigenakquise, die ebenfalls von einem Student der Redaktion durchgeführt wird.
lars
an alle gäste. wäre schön, wenn ihr euch registriert. danke.
Gast
ich glaube dass hier die finanzielle seite mit der gestalterischen vermischt wird. ich sehe keinen widerspruch darin anspruchsvolle gestaltung abzuliefern auch mit einem kleinem budget. ich kenne publikationen die mit einfachsten mitteln gemacht werden, viel simpler wie der zwiebelfisch, die aber inhaltlich und gestalterisch ideenreicher und anspruchsvoller sind. zu einem gastbeitrag etwas weiter oben kann ich nur sagen dass ich hier keinen einzigen einfluss von Weingart sehe da es so gut wie kein gestaltungsraster gibt (und auch keine akzidenz grotesk), sondern jeder einfach mal auf die tube drück und schaut was rauskommt. an sich finde ich das eine legitime art und weise zu arbeiten, jedoch erwarte ich einfach mehr gestalterische haltung und inhalt von einem hochschulmagazin!
calin
hallo wolfgang,
echtzeit wird meines wissens von studenten gemacht.
das quer-magazin (bei der mimikri-ausgabe, die bei slanted auch vorgestellt wurde, habe ich selbst als redaktionsmitglied mitgewirkt) aus trier hat ebenfalls ein thema und wird von studenten gemacht und von prof. hogan betreut. die studenten organisieren aber alles, die schule bezahlt nichts mehr, und es werden auch keine (oder kaum) studentenarbeiten vorgestellt.
da sich die redaktion alle 6 monate (=1 semester) abwechselt, ist diese auch unterschiedlich groß; es kommt also vor, dass 3 leute das ganze magazin auf die beine stellen, inklusive thema, layout, artikelschreiben, promo, finanzierung, produktion (bei der mimikri-ausgabe wurde das heft von uns geleimt, die stoffcover wurden von uns gebügelt, genäht, bedruckt usw.), gimmicks, verkauf...
für die veredelung muss man kein riesenbudget haben, es kommt natürlich darauf an, was man machen möchte, aber etwas engagement und leidenschaft reicht meistens auch. damit will ich aber nicht unterstellen, dass die "zwiebelfisch"-redaktion das nicht hat, man muss nur versuchen, aus seinen möglichkeiten das beste daraus machen. viele arten von veredelungen, die genial aussehen, kann man auch selber machen.
grüße,
Michelangelo Mochi
Als Student der an der 8. Ausgabe arbeitet habe ich etwas zu sagen...
1. Der Zwiebelfisch ist in unserer Schule nicht so gut gesehen und daher bekommen wir keine Unterstützung. Es ist vielleicht mehr so, dass wir Schwierigkeiten bekommen, unseren Weg durch zu ziehen.
2. Wir haben nicht mal das Geld um mit Farbe zu drucken. Sonderfarbe, Lack, stanzen und prägen kommen in der Regel, für uns nicht in Frage. Meine Frage an komma aus Mannheim... wie macht ihr das??? Könnte es vielleicht dran liegen das Freiburg ein "Dorf" ist?
3. Wenn auf 7 (oder besser 8 oder noch besser 9) Ausgaben mit dem gleichen CD ("Finde auch, dass das "Magazin" nichts magaziniges an sich hat … Da ist ja gar kein roter Faden im Sinne eines Corporate Designs zu sehen") gearbeitet würde fände ich das klasse.
Bei uns arbeitet an jeder Ausgabe eine neue Gruppe; es wäre stink langweilig an einem Magazin zu arbeiten, das sich an vorgegebene Richtlinien halten soll. Gott sei dank arbeiten wir frei und müssen uns noch nicht um Marketing oder CD kümmern (C.I. ist bei uns ein anderes Fach und hat mit Editorial Design überhaupt nichts zu tun). Wir sind ZF und nicht Form, Page, oder Ähnliches. Wir müssen nichts damit verdienen.
4. "Poldi : Großartig auch, dass das Titelbild für die neue Ausgabe - welche 2009 erscheint - bereits in der aktuellen Ausgabe präsentiert wird. Welch eine Freiheit für Studenten..."
Die Cover Seite von 2009 ist von mir. Wir haben etwa 40 Coverseiten gestaltet und dann endlich , nach 2 Monate Diskussion haben wir eine Entscheidung getroffen (die Cover Seite wird sogar eine bisschen anders sein).
Was soll daran verkehrt sein??? Das verstehe ich nicht.
5. ich finde auch, dass es Ausgaben gibt, die mir besser als andere gefallen (Zwiebelfisch Nr. 2 ist mein Favorit) aber anstatt so blöde und unkonstruktive Kritik abzuliefern, wünsche ich mir entweder Vorschläge zur Verbesserung oder etwas womit ich etwas anfangen kann. (z.B. "das ist scheiße" ist keine Kritik | "das ist scheiße aus dem Grund und sollte so gemacht werden" finde ich ein Austausch zwischen gestallter und das wünsche ich mir ein lebenslang)
6. Mein Deutsch ist scheiße, aber eure italienisch ist bestimmt nicht besser
Michelangelo Mochi FHF | VI Semester – Zwiebelfisch Nr.8 Branded Pop
p.s. "lars : an alle gäste. wäre schön, wenn ihr euch registriert. danke." Finde ich verdammt richtig. Es ist extrem feige von euch als "anonym" zu kritisieren.
Poldi
Hallo Poldi,
das Cover für die kommende Ausgabe »ZWIEBELFISCH Branded Pop« wurde von der neuen Studentengruppe gestaltet, welche diese Ausgabe produzieren werden. Ich betreue derzeit immer zwei parallel laufende ZWIEBELFISCH-Teams ...
Mich würde interessieren warum Du die Ausgabe »No Copy« pottenhässlich findest? Willst Du damit sagen, gutes (Magazin-)Design muss schön sein?
Danke für Deine Antwort,
Wolfgang
Hi Wolfgang,
danke erstmal für den Einblick hinter die Kulissen der Zwiebelfisch und für die Aufklärung bezüglich des Covers. Für mich ist es seltsam, vor der Arbeit an einem Magazin schon das Cover zu gestalten, da man ja nicht wissen kann, wohin der Weg geht. Das wirkt auf mich, wie ein vorgegebener Pfad. Gerade bei Studenten finde ich dies etwas schade. Aber da du ja selbst von Kritikern der Zwiebelfisch als guter Dozent gelobt wirst (siehe "Studierender"), wirst du deine Gründe haben - daher maße ich mir keinen weiteren Kommentar diesbezüglich an.
Warum finde ich die Ausgabe "pottenhässlich"? Ich mag Magazine, die eine klare, einheitliche Sprache haben. Dies bezieht sich nicht auf ein besonders strenges Raster, sondern vielmehr auf Stilelemente, gezeigte Arbeiten, einen roten Faden. Dies vermisse ich bei der aktuellen Ausgabe extrem. Besonders die Illustrationen wirken auf mich teilweise sehr leblos und lieblos. Auch die von euch gewählten Stilelemente (hier insbesondere die Display-Schriften)
sind für mich schlecht und zu wirr eingesetzt. Des Weiteren wirken sie auf mich wenig zeitgemäß (nein, man muß nicht jeden Trend mitmachen - ja, man kann dennoch modern arbeiten).
Gutes Magazin-Design muß nicht zwangsläufig schön sein (wenn man "schön" mit "dekorativ" oder "brav" gleichsetzt), aber einen gewissen ästhetischen Anspruch muß es bei mir erfüllen.
Allgemein denke ich (bezieht sich auf viele Kommentare hier), ist es nicht sinnvoll mit dem Argument "Studentenmagazin" zu hantieren. Gerade dies sollte ein Prädikat für mutige, innovative Arbeiten sein und nicht zu Mitleid anregen ("Ja Leute, ist aber doch ein Studenten-Magazin..."). Auch sollten hier nicht zu viele Namen in einen Pott geworfen werden, da für jedes Magazin die Situation anders aussieht und jedes Magazin ein anderes Konzept verfolgt.
Übrigens (dies gilt der namenlosen, ehemaligen ZF#3-Redakteurin, s.o.), alles nur meine Meinung, jeder darf eine andere haben - aber wenn man etwas veröffentlicht, muss man sich der öffentlichen Meinung stellen, kenne ich aus eigener Erfahrung.
Frieden
Poldi
Sebastian
Ich finde den Zwiebelfisch gelungen und kann mich sehr gut erinnern, wie wir in unserer Ausbildung (Grafikfachklasse, Schule für Gestaltung Basel) eine Zeitung begleitend zum Diplom-Abschluss gemacht haben. Das war bei den (zum Glück) sehr unterschiedlichen Charakteren und Talenten sehr schwierig, vor allem was das Thema einheitlicher Look&Feel/Raster/Stilelemente betrifft.
Ich denke es ist kaum machbar und wird auch sehr schnell langweilig werden, wenn das Layout für alle streng vorgegeben ist. Vielleicht sollte dann jeder Student besser ein eigenes Magazin machen, was allerdings nicht realistisch ist. Aber ein Magazin mit einem klaren Stil, in dem sich alle Grafik-Studenten der FHF sehen/erkennen können, scheint mir nicht machbar. Insofern stellt der Zwiebelfisch die Realität dar: viele unterschiedliche junge Gestalterpersönlichkeiten stellen ein Magazin mit unterschiedlichen Aufassungen, Beiträgen und Qualitäten zusammen – was soll da bitte ein einheitliche Layout-, Raster- und Stilelemente bewirken? Das alle Artikel gleich aussehen?
Ich sehe es ganz genauso, wie Jan weiter oben gesagt hat: es ist ein Projekt-Magazin, jedes kann/soll anders aussehen, ja sogar unterschiedliche Aufassungen von Layout in einem Magazin vereinigen – warum nicht? Von einem Studentenmagazin erwarte ich das sogar.
Ich wünsche dem Zwiebelfisch weiterhin viel Spass und Erfolg!
Sebastian Lange
qu-int.com | mynamewasgod.com
Gast
was geht denn hier ab ...
ich würde all den kritikern raten, sich nach ihrem diplom und drei, vier jahren berufserfahrung, sich an eine fachhochschule zu begeben, um dort studenten zu unterrichten und es besser zu machen.
kann sein, dass einem die gestaltung des "zwiebelfisch" nicht als gelungen erscheint, aber das, was die studenten dabei lernen, ist erste bundesliga. ich hätte mir in meiner studienzeit auch lehrer gewünscht, die solch ein projekt mit uns durchziehen. hut ab vor der energie, die wolfgang blüggel, als lehrer / coach, schon seit jahren in dieses projekt legt.
sind wir doch mal ehrlich: es gibt nicht viele dozenten, die so umfangreiche projekte mit ihren studenten auf die beine stellen, dafür sorgen, dass diese auch finanziert sind, und dann noch mit ihren studenten auf die typo nach berlin fahren, um ihnen noch weiter impulse zu vermitteln. es macht also wenig sinn, auf so einen dozenten verbal einzuknüppeln.
also macht nur weiter so, dann müssen wir uns nicht wundern, wenn dozenten nur noch das machen, was sie laut studienplan anbieten müssen - dienst nach vorschrift - und dir passiert nichts.
jörg herz, vorstand coma ag
dozent an der macromedia münchen
a former fish
konzept und geldmangel sind nicht die faktoren, die dem magazin zu dieser, mitunter haarsträubenden, unansehnlichkeit verhelfen. das soll nicht heissen, dass das magazin grundsätzlich schlecht ist. es ist ein tolles projekt, das den lernenden einiges mit auf den weg gibt. wenn man will und kann, kann man in den 2 semestern einiges lernen.
was jedoch die qualität des magazins nach unten zieht, ist das selbstüberschätzende, talentlose oder grundlagenmangelnde, stile schwach kopierende, einfältige "grafik design", das einige der studierenden semester für semester präsentieren.
hier muss der dozent einfach mal nicht kumpel, sondern dozent sein, und denen, die scheissdreck...entschuldigung...schwächere arbeiten abliefern den kopf waschen. gute ansätze sind keine guten arbeiten. freies gestalten darf keine deckung für mangelnde grafische und typografische fähigkeiten sein. mit "wilden, freien, freakigen, steet-art-esken" kopien richtiger street-art- oder illustriationskünstler wird man in diesem beruf nicht weit kommen.
richtige street-art und illustrationskünstler sind richtige street-art und illustrationskünstler, weil sie ein talent haben. schwache arbeiten in diesem genre als "eigenen stil" oder als "ihr versteht meine kunst/mein talent nur nicht" zu proklamieren hebt die schwäche der arbeit nicht auf.
wenn jemand mist abliefert, dem soll durch kritik auch klargemacht werden, dass es mist ist, und nicht durch krampfhaftes suchen der positiven aspekte des mistes, versuchen den studierenden bei guter laune halten.
wer die editorial-kurse besucht hat, weiss wovon ich spreche.
wer nicht weiss, wovon ich spreche, oder sich gar angegriffen fühlt, sollte sich offen und ehrlich selbst die frage stellen, ob er/sie in diesem berufsfeld richtig ist.
a former fish
Dietrich Schön
Bravo! Schon das Front-Cover ist gelungen. Eine klare Absage an überflüssigen Schnick-Schnack. Auch sonst ist ein Hang zu mehr Klarheit zu erkennen, im Gegensatz zu vorherigen Ausgaben, wo noch vieles überladen wirkte. Und nicht zuletzt das Thema: top-aktuell und brisant.
Ich finde das Ganze gelungen. Natürlich kann man alles immer noch besser machen, aber immerhin ist es ein Magazin von Studentinnen und Studenten - noch in der Ausbildung und mit einem Fuß schon in der Alltagspraxis. Besser geht es nicht!
Das einzige was mich stört ist die Werbung, aber das geht aus finanziellen Gründen wohl nicht anders.
Dietrich Schön
Bildhauer, fhf-Dozent und Betreuer des ZWIEBELFISCH-Projekts
»Original-Offsetlithografie«.
frapan1976
Als ebenfalls ehemaliger Student der FHF und auch Teilnehmer des ZF Ausgabe 4, möchte nur kurz loswerden, dass ich den großteil an polemischer Kritik hier schlichtweg nicht ernst nehmen kann. Aussagen wie "Pottenhässlich" kann man einfach nicht ernst nehmen. Wer etwas von Design versteht, der sollte auch in der Lage sein, seine Kritik in Worte zu fassen, so dass jeder am Ende weiß, warum etwas "pottenhässlich" ist.
Sicherlich gibt es gute und schlechte Ausgaben des Zwiebelfischs (Ausgabe 1 & 2 sind meine Favoriten) - und ich denke das gilt quasi für jede Zeitschrift ähnlichen Stils. Die Lodown beispielsweise ist auch nicht jedes Mal der Wahnsinn... und dennoch wird sie nciht mit jeder Ausgabe aufs Neue verrissen...
Ich für meine Teil habe sehr viel aus den zwei Semesters Editorial Design für mich mitnehmen können und es war verdammt geil, einfach mal machen zu können, worauf man Lust hat. Mal ehrlich: Wann darf man das im Berufsleben noch? Und wann durfte man das während des Studiums mal gestalterisch die S** raus lassen?
Vielleicht ist es auch schlichtweg Kunst, was da entstanden ist?! Und Kunst kann man zwar bewerten, aber im Grunde genommen gilt: Gefällt oder gefällt nicht!
Zum Dozenten möchte ich sagen das er sicherlich etwas zu soft in seiner Kritik ist und das haben wir damals in unserem Semester auch angesprochen und offen diskutiert. Das hätte "A Former Fish" vielleicht auch machen sollen, als nun hier anonym über ihn her zu ziehen. Festhalten kann man jedenfalls, dass durch Wolfgang Dinge wie "Designhüttenwochenende", Fahrten nach Bascelona, Bozen, Berlin (Typo), Druckereibesuche, Profile Intermedia, etc. etc. etc. entstanden sind. Er engagiert sich neben seinem eigenen Designbüro dermaßen für Zwiebelfischlische Aktivitäten und Kontakteknüpfen - obwohl er von der Schulseite nicht gerade unterstützt wird in seinem Tun - welches eigentlich der Schule nur zu Gute kommt - davor ziehe ich meinen Hut! Mach weiter so Wolle :)
Der Frank
Ürigens: Es gibt da diverse große Namen die sich mit dem Zwiebelfisch haben ablichten lassen... Können die alle Irren?
http://www.zwiebelfisch-magazin.de/design1.html
http://www.zwiebelfisch-magazin.de/design2.html
frapan1976
Kleiner Nachtrag:
Bei meinen Bewerbungen für mein Praktikum damals hatte ich, wie auch viele meiner Kommilitonen, einen Zwiebelfisch im Gepäck. Den wollten die Agenturen gar nicht mehr hergeben!!
uli falk, diplom designer
jetzt macht mal halblang –
dafür, dass jedes heft von einer völlig neuen gruppe studierender komplett geplant und umgesetzt wird, hat sich sein niveau doch recht wacker gehalten und weiterentwickelt.
hier sitzt nicht immer die selbe ausgefuchste mann/frau-schaft hinter bildern und artikeln an ihren rechnern, sondern der fisch wird jedesmal neu gefangen, vom kopf her zubereitet und zwar mit allem drum und dran.
hier wird in aller öffentlichkeit professionell praxis gemacht.
man unterscheidet sich im procedere von anderen magazin-produktionen nur dadurch,
dass hier studierende, also unprofessionelle – ziemlich neugierig – am drücker sind.
dieses konzept ist nicht nur didaktisch und fachlich hervorragend, es zeichnet die lehre an dieser hochschule aus.
leider hat, das letztlich autonome projekt, einen ziemlich schweren stand und wird leider nicht entsprechend unterstützt und gewürdigt.
(eigenartiger weise – aus welchen gründen auch immer)
sicher sind nicht alle inhalte immer prickelnd und manchmal erscheint die gestaltung
ein wenig zu brav – letztlich spiegelt die fischsuppe immer geschmack, routine und experimentier-freudigkeit von koch und köchin – und da glücklicher weise offensichtlich alle köchelnden gestalterisch zu wort kommen, haben wir es mit einer entsprechenden vielfalt zu tun.
vielfalt vertreibt einfalt.
in die zwiebelfisch-suppe wird meist von denen gespuckt, die nicht kochen können, oder an geschmacksverlust leiden. auch nagender neid könnte die ursache sein (... aber sicher!)
letztlich ist das interesse am fischfang bei verlagen, design- und werbeagenturen doch recht gross und erleichtert zwiebelfischlern den schritt in die arbeitswelt!
und das nicht nur in der netten, oft bräsigen deutschen heimat, sondern auch im sommer,
wenn es nicht schneit.
dieses will ich gerne bestätigen.
uli falk
a former fish
@ frank
das soll hier jetzt bitte nicht auf gegenseitige gifteleien hinauslaufen. ist nicht meine absicht. sicher nur ein missverständnis.
wo habe ich bitte über wolfgang hergezogen? wenn es den anschein erweckt haben sollte, dann tut es mir leid. auch, dass ich vergessen hab das blüggel'sche, sehr geschätzte, engagement zu erwähnen, nehm ich auf meine kappe.
ich habe die kurse bei ihm gern besucht, viel mitgenommen (wie oben schon erwähnt) und eine gute zeit gehabt. kein böses wort weder über den menschen wolfgang blüggel, noch über den dozenten. er ist ein guter, engagierter dozent, dem es leider etwas an der bereitschaft zu harter kritik mangelt. man könnte auch sagen, er ist hin und wieder "zu nett". keine schlechte eigenschaft, aber eben mein hauptkritikpunkt. er weiss das auch.
die quellen, aus der der zwiebelfisch seinen qualitätsschwund bezieht, hab ich oben ausgiebig beschrieben.
Anna
Cool, Unser Prof. Friedrich der HS Mannheim ist auch unter den großen Namen, die sich mit dem Zwiebelfisch ablichten lassen "wollen".
Nur falsch geschrieben, leider.
Wolfgang
@ a former fish
In der Debatte lese ich, dass ich als Dozent (1) zuviel Gestaltung vorgebe - andererseits (2) zuwenig - und zudem (3) härtere Kritik üben sollte, damit der ZWIEBELFISCH besser wird ...
Da sich die ersten beiden Positionen aufheben, meine Frage zur dritten: Ist es möglich durch härtere Kritik zu einer besseren Gestaltung zu kommen?
Meine Erfahrung an der Hochschule ist, dass sich Studenten untereinander sehr offen, hart und sehr direkt kritisieren. Ich will an dieser Stelle auch Vermittler sein und erwarte, dass die beteiligten StudentInnen Verantwortung und Engagement für den ZWIEBELFISCH übernehmen.
Die aktuelle Ausgabe hat Schwächen - aber auch Stärken: Die Titelseite ist - angesichts der politischen Debatte - genau auf den Punkt gebracht. Ausserdem funktioniert sie sehr plakativ, auch als »Briefmarke« im Netz. Die Vektor-Illustrationen finde ich großartig. Zudem findet sich in der Ausgabe eine Original-Offsetlithografie. Das ist einmalig!
Und zuletzt: Ich diskutiere offen - warum lüftest Du nicht Deine Tarnkappe lieber »former fish«?
uli falk, diplom designer
a former fisch also
... riecht immer ein wenig vom kopf her.
»wenn jemand mist abliefert, dem soll durch kritik auch klargemacht werden,
dass es mist ist«
grüsse von uli
ps. tintenfisch ich kenn' dich!
Anouke
Über die aktuelle Ausgabe des ZF kann ich mich nicht äußern, da ich sie bislang nur auszugsweise online gesehen habe.
Da hier aber auch Grundsätzliches kritisiert wird (leider eher wenig bis gar nicht konstruktiv) möchte ich als ehemalige Studentin und Zwiebelfischlerin folgendes mitteilen:
Ich arbeitete an der 4. Ausgabe "Turmbau zu Babel" mit und empfand das Fach Editorial-Design als tolle Möglichkeit sich gestalterisch ein wenig auslassen zu können.
Das Thema "Raster" wurde damals auch bei uns schon diskutiert, mit dem Ergebnis, dass wir ausser ein paar wenigen "Rahmenbedingungen" auf unseren Seiten "austoben" durften, wie wir es für richtig hielten.
Es ist toll, dass Wolfgang mit seinem Fach Editorial-Design den Studenten der FHF diese Plattform bietet. Denn (wie auch schon hier erwähnt wurde) wann hat man später im Beruf nochmal SO eine Möglichkeit?!
Der hier schon so oft angesprochene rote Faden war auch bei uns der Titel der Ausgabe.
Grundsätzlich scheint man erwähnen zu müssen, auch in einem Magazin für Gestaltung nicht nur "Bilder angucken" zu betreiben, sondern die Artikel auch zu lesen – ich denke dass sich dann einigen Kritiker die Begründung von Stilrichtung und Gestaltungselementen offenbart. (Da beziehe ich mich aus eigener Erfahrung auf Ausgabe 4)
Wenn kritisiert wird, dann bitte konstruktiv - wie soll man sich denn sonst weiterentwickeln??
Falls es einige "Brüche" etc. gibt, sollte man ebenfalls bedenken, dass auch ein Zwiebelfisch "zensiert" wird und wie im normalen Alltag auch, die "Freigabe-Prozedur" (vielleicht sind ja auch "Nicht-Gestalter" Entscheider?!) durchlaufen muss...
Und dies ist dann doch die Stelle, an der ich finde, das Stichwort "Hochschulmagazin" ruhig nennen zu können (im Sinne von "Noch-nicht-Alltag") - eben mehr Kunst, kein Kommerz und Kunde.
Zum aktuellen Cover: erholsamer Weißraum ;o) Mir gefällt's. Ist plakativ, wird gesehen, passt zum Titel sowie aktuellen Themen der Presse.
Zu Wolfgang: Danke für das tolle Engagement für die Studierenden und die Weiterführung des Projekts!
Zur generellen Verteidigung des Magazins: Auch ich habe in den Agenturen nur positive Resonanz erhalten. Das gilt ebenso für die dazugehörigen Werbemaßnahmen.
Anne
Ben
Hallo an alle medialen "Huren" (und das sind die meisten)
ich bin ein ZFler und finde es toll mich mit vielen unterschiedlichen menschen (arbeiten)
auseinander setzen zu können. ich lerne alleine schon durch das kritisieren (pos/neg) von anderen arbeiten. der ZF ist eine ideale Plattform dafür.
die Gestaltungen unterscheiden sich nun mal. das macht meiner Meinung auch den ZF aus.
austoben!
Fuck of Business as usual!
Poldi
Gääähn...sonst noch einer, der bereits zehnmal genanntes zur Selbstbestätigung wiederholen möchte?
Gratulation zum Titel "Design-Deutschlands meistdiskutiertes (Nachwuchs)Magazin"
hest
Wann ist eine Publikation ein „richtiges“ Magazin?
Was darf und was muss ein „Magazin für Gestaltung“?
Zwiebelfisch ist für meine Augen zunächst relativ schnell als eine „monothematische“ Publikation zu erkennen: Jede Ausgabe widmet sich komplett einem Thema, ohne Rücksicht auf Standards, Dramaturgien und Rubriken, wie man sie von regelmässig erscheinenden Heften kennt. Das kann man ja durchaus so machen. Dafür spricht, dass Zwiebelfisch nur alle sechs Monate erscheint – ein vergleichsweise riesiger Abstand. Da hat man als Leser kaum eine Chance, sich an so etwas wie die „editoriale Möblierung“ des „Publikationsraumes“ zu gewöhnen oder gar darin zu Hause zu fühlen – weil sie zu selten wiederholt und gelernt werden kann, weil man sie zwischendrin schlicht vergisst.
Gleichwohl liessen sich auch in einer monothematischen und halbjährlich erscheinenden Publikation mehr gestalterische und redaktionelle „Leitplanken“ oder „Orientierungssysteme“ einziehen. Diese könnten allen Stammlesern durchaus positiv auffallen und dem ganzen Projekt eine höhere Stabilität geben. Dass damit hingegen irgendwelche gestalterischen Freiheiten für das redaktionelle Design beschnitten werden ist eine bekannte, für Studierende nicht untypische Angst – die aber völlig überflüssig ist. Selbst wenn es Vorgaben gibt, womit das Heft einsteigt – Editorial, Inhaltsverzeichnis, Glosse, Einstiegsgeschichte oder gleich der Aufmacher – wo die redaktionellen Höhepunkte gesetzt und wo die regelbrechenden Leckerbissen platziert werden; selbst wenn es klare, womöglich sogar typografische Vorgaben für die Rubriken- oder Kolumnentitel, die Seitenzahlen und andere Leitsysteme-Elemente gibt; selbst wenn man den Überschriften, den Vortexten oder auch den Abbindern (am Ende eines Textes) gewisse Proportionen zuweist oder sich für einen bestimmten Sprachstil als „Duktus“ entscheidet. All das ist ebenso Bestandteil der Disziplin „Editorial Design“, wie es weiträumige Entfaltungsmöglichkeiten gibt. Und das erst recht bei monothematischen Heften. Wer immer zuerst die Grenzen sieht, und die Möglichkeiten (vorschnell) ignoriert, der muss mehr an seinen eigenen Fähigkeiten arbeiten.
Wenn auf einer Publikation schlicht „Magazin für Gestaltung“ steht, dann ist mir als interessiertem Leser einer adressierten Zielgruppe egal, ob dahinter eine vollprofessionelle Entwicklungsredaktion von Großverlag X steht oder ein studentisches Projekt. Ich nehme ein solches Kommunikationsangebot so ernst, wie es sich selbst präsentiert und frage nicht, wie alt oder wie erfahren die Beteiligten sind. Wieso auch?
Es steht ja nicht „Studentisches Semesterprojekt eines Gestaltungsmagazins“ drauf, also sollen mich Aufmacherseiten ins Heft ziehen und die Überschriften in die Geschichten, sollen mich Layout und Abbildungen erfreuen, verblüffen oder verunsichern, sollen mich die Erzählungen fesseln, unterhalten oder anregen. Da gibt es nichts zu entschuldigen, schon gar nicht mit dem Hinweis auf „Studenten“. Was soll das?
Von einem „Magazin für Gestaltung“ erwarte ich ad hoc, dass es über Gestaltung schreibt, informiert, debattiert und präsentiert. Sein (journalistischer) Gegenstand ist Gestaltung, so wie es Fussball, Angeln oder Maschinenbau „Gegenstände“ sind. Fussballjournalisten spielen uns die Torszenen nicht vor, sie beschreiben oder kommentieren sie. Gewiss sollte ein Gestaltungsmagazin gut gestaltet sein. Doch wenn Editorial Designer ein „Magazin für Gestaltung“ machen, dann sind sie auch, nein, sind sie vor allem „Redakteure“. Wenn sie dann (reflexartig) zu viel auf die Form und den Auftritt achten und zu wenig auf die Themen und die „Erzähle“, dann laufen sie Gefahr, uns Leser zu vernachlässigen – und rennen ins offene Messer der Gestalter-Zunft. (Ist aber 'ne gute Übung ;-)
Warum ich das hier in die Diskussion einbringe: Ich bin Autor der kommenden Zwiebelfisch-Ausgabe und Herr Blüggel bat mich, etwas aus meiner Sicht beizutragen. Ich arbeite seit rund 25 Jahren als (Media-)Journalist, knapp die Hälfte davon als hauptberuflicher Redakteur und Chef-Redakteur von monatlich erscheinenden Fachmagazinen, unter anderem mehrere bei PAGE, screen MULTIMEDIA sowie weiteren Projekten, bei denen ich an der Konzeption und der Umsetzung des „Editorial Designs“ beteiligt war.
ninnek
hallo an alle -
ich war mitwirkende bei der 5. ZF ausgabe und möchte bestätigen was für eine lehrreiche erfahrung das für mich war. jeder professioneller gestlater weiss wie viel engagement, zeit, geduld und arbeit in so ein selbstverwaltetes magazin steck.
meine meinung nach, ist ein guter gestalter jemand der nicht nur gute designerische talente hat, aber auch die fähigkeit hat, andere menschen zu verstehen, konstruktive kritik nehmen und geben zu können, team fähigkeit und überzeugungskraft besitzt. und das sind alles sachen die man beim ZF-kurs mitnehmen konnte.
und der ZF kommt bei jedem vorstellungsgepräch gut an, weil die arbeit, die drinn steckt erkannt wird, und das alleine gibt ihn schon einen gossen wert.
ich hab die neue ausgabe noch nicht in der hand gehabt, aber ich bin mal gespannt ... ich wünsche dem ZF-team noch weiter gutes gelingen und spass am gestalten!
Bernie
Ich schlage vor, ich macht Euch euren eigenen Selbstbelobigungsblog auf. Und vergrabt den Link.
Gast
sers bernie,
hihi....der zynismus!!! toll machst du das. damit dich auch mal einer lobt. du armer kriegst bestimmt nich genug davon.
Bernie
Wenn Du das sagst; dann kannst Du mir ja noch eins hinterherschicken.
Mit Dank im voraus.
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