»Na Schätzeken, kennse mich noch?«

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Das Thema Demenz erhitzt immer mehr die Gemüter. Auf der Suche nach Antworten, nach Hilfe werden wir mit Empfehlungen, Analysen und medizinischem »Kauderwelsch« überhäuft. Man schlage ein beliebiges Lehrbuch auf, in den meisten ist die Rede von dem, was scheinbar nicht bleibt, sondern verschwindet, das Erinnerungsvermögen, das Gedächtnis, das logische Denken, das rationale Abwägen und Schlussfolgern. Auch die Persönlichkeit des Menschen, dass, was ihn einmal ausmachte, entschwindet zu unserem Entsetzen.
Meine Frage. Wenn das so ist, was bleibt dann noch? Ein Hilfloses, unverständlich vor sich hin brabbelndes etwas, welches zu keinem sinnvollen Handeln mehr fähig ist?
Meine Erfahrungen sahen anders aus, und so entschied ich mich diesem ernsten, medizinischem Thema auf meine Art zu widmen.
Meine Erfahrungen und Erlebnisse so zu verarbeiten, dass es keine Angst macht, sondern Mut.
Wer nicht genauer hinschaut, zuhört und versucht zu verstehen, wird vieles nicht erkennen können.
Ihm wird verborgen bleiben, über welches Potenzial Menschen mit Demenz verfügen, sich ausdrücken und kommunizieren,
Sinnvolles tun und Wohlbefinden erleben. Er wird den Menschen mit Demenz überhaupt nicht erkennen können, sondern nur den Demenzkranken.

»Na Schätzeken, kennse mich noch?« soll Mut machen, den Menschen mit seiner Veränderung wahr- und anzunehmen.
Ihre Persönlichkeit und Einzigartigkeit soll die Seiten mit Leben füllen.

Carolin Seel
Dipl. Designerin

carolinseel@gmx.de

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