Auseinandersetzung mit Franz Kafkas Roman „Der Prozess“

in

Diplomarbeit // Grafik-Design // 2010
FH - Dortmund.

Installation // Holz, Rigibs, Leinwand, Acryl, Ölkreide, 30 quadratmeter
Buch // Hardcover, Leinen, 245 mm x 340 mm
Video // 3.35 min

Ausgegangen von Franz Kafkas Roman „Der Prozess“ werden
für dieses Projekt die Gefühle von Enge und Zweifel benutzt.
Im Mittelpunkt steht hierbei das Gefühl des an sich selbst
zweifelns, die Angst, etwas unrechtes getan zu haben, ohne
es zu wissen. Ein Schuldgefühl im höheren Sinne, fast religiös,
wie die Erbsünde, die die Menschheit von Adam geerbt hat.

Uns bedrücken nicht die Gesetze die wir genau kennen, bei
Kafka sind wir einem ausgeliefert, welches wir nicht begreifen.
– So können wir auch unschuldig schuldig werden.
Diese Ungewissheit gegenüber dem Gesetz führt zu innerem
Kampf und Aufl ehnung, andererseits zu einer Lähmung, die
Vollkommen vereinnahmt. Auch wenn es vorübergehend so
scheint, am Ende gibt es keinen Ausweg.

Es gibt nur einen vorgegebenen Weg durch das Gesetz. Er führt
hier durch fünf Räume. Die Hilfe von Dritten erscheint zunächst
als Bestätigung und Ausweg, dies alles nur scheinbar; die
vermeindlichen Lösungen führen in die Irre, erweisen sich nur
als Zeitverschwendung.

www.kiddark.me

Gast

stark

Julia

Schöne Arbeit. Mir gefällt die naive Typo sehr gut. Hast du das selbst geschrieben? Passt sehr gut zum Thema, finde ich.

jan puck

Danke, danke für die Komplimente. Ja die Typo ist von Hand geschrieben. Das Buch sollte somit auch eine Erweiterung zur Installation werden und nicht nur ein erklärender Katalog.

XYZ

Sorry aber das ist die pure Kopie von Basquiat!

Alexander Leu

@xyz: Aha, na wenn das so ist, dann kann ich auch mit David Carson, Se7en Intro ( http://www.dailymotion.com/video/x83btc_seven-open-title_creation ) und dem CD der Ruhrtrinnale von Strichpunkt kommen... Ich könnte tausend weitere Projekte nennen, dem das visuell nahekommt.

Das ist Blödsinn! Das sind Einflüsse und keine Kopie. Das ist ein Unterschied.

Ich möcht mal ein Projekt von dir sehen, das nicht von irgendwas beeinflusst wurde oder nicht irgendejamnd schonmal gemacht hat. Design ist niemals neu sondern eine Evolution. Und keiner kann sich Einflüssen entziehen.

@Jan Puck: Ich hab mir deine Projekte auf deiner Website angesehen. Bleib so wie du bist. Man kann dich zwar mit konkreten Einflüssen aus den 90ern in Verbindung bringen. Aber ich finde es gut, dass du dazu stehst und nicht wie die meisten anderen auf einem aktuellen Mainstreameinfluss reiten. Zumal: Stil ist eh nicht alles. Gibt wichtigeres. Trotzdem Keep up the good work!

XYZ

@Alexander Leu:
In dem Moment in der ich eine Arbeit sehe und mich das nach 0,2 Sekunden an ein ganzes Werk eines bestimmten Künstlers erinnert das zu 90% Deckunsgleich ist bis auf den Inhalt, verliert die Arbeit für mich eigentlich so ziemlich jeden Reiz. Das ist keine Beeinflussung mehr hier. Das ist sich ganz bewusst eine Technik und einen Stil angeeignet der das ganze Wer eines anderen ausmacht.

S.B.

Ich stimme XYZ halbwegs zu. Ich habe nach Betrachtung der spannenden Arbeit vergeblich nach einer Erwähnung Basquiats im Einleitungstext gesucht. Ein einzelnes Blatt relativiert sich, aber bei einem so multiplem Werk lässt sich der Einfluss nicht ganz negieren. Trotzdem visuell sehr spannend und wohltuend fürs Auge!!! Es fehlt nur noch eine kleine Prise "Du". Viel Erfolg!

Gast

Ja und selbst wenn es aussieht wie Basquiat.
Es ist doch schön, wenn Werke und Stile weiterentwicklet werden.
Basquiat hat noch kein Buch über Kakas Prozess gemacht.

Schaut mal das hier an:
http://www.everythingisaremix.info/

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