Ausbrechen in Lachen. Ein ernster Blick auf unser komisches Verhalten.
Diplomarbeit von Anna Gebhardt (Grafik- und Kommunikationsdesign FH Bielefeld)
JEDER tut es. Und am liebsten tun wir es zusammen mit anderen. Wir reißen den Mund auf, zeigen Zähne
und stoßen unartikulierte Laute aus. Wir lachen. Aber mal ernsthaft betrachtet — warum tun wir das?
Dieses Verhalten ist so gewöhnlich und alltäglich, dass es auf den ersten Blick offenbar nicht der Rede Wert ist. Auch die Erklärung aus physiologischer Sicht scheint banal — demnach ist das Lachen nicht mehr als ein stoßartiges Atemgeräusch.
Und doch mutet Lachen seltsam und absurd an, wenn man das gesamte Erscheinungsbild eines herzhaft lachenden Menschen betrachtet: die Gesichtszüge entgleisen, die erzeugten Laute klingen animalisch und der gesamte Körper verliert durch unkontrollierte Bewegungen seine Fassung.
In diesem Buch wird das Lachen als physiologischer Vorgang basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen erklärt.
Die zentrale Fragestellung — Warum lachen Menschen? — wird darin beantwortet.
Dem Gestaltungskonzept des Buches liegt die Inkongruenztheorie zugrunde. Sie besagt, dass das Lachen in der Regel
von einer unerwarteten logischen Unstimmigkeit ausgelöst wird.
Durch die Gestaltung im klassischen Stil unter Einhaltung typografischer Regeln großer Typografen wie Tschichold,
Morison und Hochuli wirkt das Buch trocken und ernst.
Doch dieser strenge klassische Rahmen wird immer wieder mehr oder weniger subtil von Inkongruenzen in Form von typografischen oder satztechnischen ›Fehlern‹ bzw. Eingriffen ins Buch, beispielsweise in Form eines Lochs, durchbrochen.
Somit verliert die Textkolumne, wie ein Mensch, der in Lachen ausbricht, ihre Fassung.
Technische Parameter
Format: 12,5 x 20 cm, Fadenheftung, Leineneinband mit Prägung,
Papier: Igepa Design Offset 100g/m², Schrift: Sabon Next
Betreuende Professoren
Prof. Dr. Anna Zika und Prof. Dirk Fütterer
Anna Gebhardt
www.annagebhardt.de










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