764

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Eine unsichbare Linie zieht sich durch unsere Gesellschaft. Die Armutsgrenze. Sie teilt wirtschaftlich und finanziell unabhängige Menschen von solchen, die auf Unterstützung und Hilfe angewiesen sind um ihr Leben zu bestreiten. 

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist diese Grenze in eine Richtung schnell überschritten, zurückzukehren auf die sichere, unabhängige Seite ist schwierig und schaffen nur wenige. 

Die Ursache für Armut ist vielfältig. Eine längere Krankheit, Kündigung im Beruf, plötzlich notwendiger Pflegedienst in der Familie, fehlende Alterssicherung, mangelnde Unterstützung durch die Familie und vieles mehr kann schnell dazuführen, dass man nicht mehr in der Lage ist über das notwendige Geld für den Lebensunterhalt zu verfügen.

Dieser Umstand bringt viele betroffene Menschen dazu sich zu isolieren oder nach Aussen einen Schein zu wahren, der nicht ihrer Realität entspricht.

In Deutschland ist jeder Sechste von Armut bedroht oder lebt bereits unter der Armutsgrenze, die der Staat auf 764 Euro festgelegt hat. Wer weniger als 764 Euro monatlich zur Verfügung hat gilt als arm.

Die Portraits der Serie „764“ zeigen Menschen, die jenseits der Armutsgrenze leben. Sie sind im öffentlichen Raum, im Alltag fotografiert, wo sie uns begegnen, ohne dass man sie sofort als arm erkennt. 

Die gezeigten Portrait schaffen ein Bewußtsein für die Allgegenwart und Normalität der Armut. Es gibt anscheinend nicht zwingend visuelle Signale, die uns die Menschen hinter dieser Grenze erkennen lassen. 

Die Fotos zeigen Menschen mit individuellen Geschichten, jede anders, jede eigen. Was die portraitierten Menschen, Junge wie Alte, Frauen und Männer, aus unterschiedlichen Kulturen und Bereichen unserer Gesellschaft verbindet ist: sie leben von weniger als 764 Euro im Monat.

 

Das Projekt entstand im Sommersemester 2012 an der FH Aachen, betreut von Prof. Lorenz Gaiser.

 

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