Was in Japan unter dem Begriff Karoshi gefürchtet ist, wird bei uns immer mehr zur Realität. Nachtschichten, Überstunden, Überarbeitung und daraus resultierende körperliche und psychische Belastungen, sind akute und tiefgreifende Probleme unserer Gesellschaft.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Fragestellung, inwiefern Stressfaktoren einen Einfluss auf den Designprozess haben. Mit Hilfe von Selbstexperimenten wurde diese Fragestellung näher untersucht. Durch eine kontinuierliche Überwachung mittels Stresssensoren, EKG-Messgeräten, einer Überwachungskamera und ständig ausgelösten Screenshots, Fotografien und Fragebögen wurde die Versuchsperson überwacht und analysiert.
Die Analyse zeigt, dass die untersuchten Faktoren keine positive Wirkung auf den Designprozess haben, das Designergebnis nicht signifikant besser ist als unter Normalbedingungen. Ausgehend von der Analyse entstand ein Manifest mit dem Titel Slow Design, welches die Leistungsorientierung unserer Gesellschaft kritisiert.
Slow Design ist naiv, eigen und einzigartig.
Masterthesis, Zürcher Hochschule der Künste, 2012
In Zusammenarbeit mit dem Departement Informationstechnologie
und Elektrotechnik der ETH Zürich.












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