Kanji Graphy / Typographische Begegnung zwischen Japan und dem Westen

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In ihrem neuen Buch »Kanji Graphy« widmet sich Mariko Takagi dem japanischen Schriftsystem. Darin wird im ersten Teil die Geschichte und Systematik des hybriden Schriftsystems erklärt und im zweiten gezeigt, wie japanische Grafikdesigner sich die Vielschichtigkeit der Schrift zunutze machen um visuell zu kommunizieren. 

Das japanische Schriftsystem wurde bereits vor mehr als 125 Jahren von Basil Hall Chamberlain als »das komplizierteste Schriftsystem das sich je auf diesem Planeten entwickelte« beschrieben. Roland Barthes widmete seinen Bestseller »Das Reich der Zeichen« der japanischen Kultur und dem japanischen Schriftsystem. Kaum ein anderes asiatisches Schriftsystem erfuhr so viel Aufmerksamkeit aus dem Westen. Die Aufmerksamkeit äußerte sich mal in Form der Bewunderung aber viel häufiger noch als Empfinden einer unüberwindbaren Barriere. 

Einzigartig ist das Schriftsystem, da es sich aus vier Schriften zu einem hybriden System zusammensetzt. Die Schriften stammen aus drei verschiedenen Herkunftskulturen und repräsentieren drei verschiedene linguistische Systeme. Im ersten Kapitel von Kanji Graphy erklärt Mariko Takagi das japanische Schriftsystem unter Einbeziehung von zahlreichen grafischen Darstellungen und überwindet dabei sprachliche Barrieren. Auf dieser Grundlage aufbauend stellt Takagi im zweiten Kapitel dar, wie das hybride Schriftsystem in der japanischen Typographie diverse visuelle Formen annehmen kann. Dabei wird klar, dass die Komplexität des Schriftsystem, den Gestaltern eine große Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten gibt um Ideen kunstvoll grafisch zu kodieren. 

Kanji Graphy

Gestaltung: Mariko Takagi
Autorin: Mariko Takagi
Verlag: form+zweck Verlag
Veröffentlichung: 2016
Umfang: 328 Seiten
Format: 160 x 240 mm
Sprache: Deutsch
Ausführung: japanische Bindung mit Pappdeckel und Schutzumschlag
Preis: 49,- Euro

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