WE HAVE SOME GLIMPSE OF HOPE

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Prosfygika ist der größte, besetze Gebäudekomplex Griechenlands. Die acht dreigeschossigen Bauten stehen unweit vom Zentrum Athens und sind ein Unterschlupf für viele Menschen geworden, die sich am Rande der Gesell­schaft befinden. Die Krise, die Griechenland seit 2010 erfasst hat, zeigt sich hier schon deutlich länger. Der Staat wollte alle 180 Wohnungen aufkaufen. Doch dieses Vorhaben scheiterte 2001, weil nicht alle Bewohner verkaufen wollten. Statt des geplanten Abriss der Häuser wurden die leerstehenden Wohnungen ab 2003 massiv besetzt. Die Okkupation ist in erster Linie eine direkte Maßnahme gegen Obdachlosigkeit, welche in Griechenland im Zuge der Krise ein sehr präsentes Problem geworden ist.

Das viele Flüchtlinge heute ausgerechnet hier leben, macht aus dem Wohnkomplex einen Ort, an dem sich die Geschichte kreuzt: »Prosfygika« bedeutet Flüchtlinge. Die Häuser wurden in den frühen 1930er Jahren errichtet und sollten einem Teil der 1,5 Millionen vertriebenen griechisch-orthodoxen Bürger Kleinasiens Zuflucht bieten, die infolge des griechisch-türkischen Kriegs von 1919 bis 1922 vertrieben wurden. Die meisten Aktivisten, die hier leben, entscheiden sich bewusst gegen die Gesellschaft: Sie wollen mit der Besetzung ihre politischen Ziele verwirklichen und das Projekt selbst bestimmt organisieren. Die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben scheint zumindest in diesem Miniatur Model nicht zu erlöschen.

WE HAVE SOME GLIMPSE OF HOPE 
Prosfygika – A Social Experiment

Gestaltung: Johannes Fiola
Veröffentlichung: 2016
Umfang: 92 Seiten
Format: 17 x 24 cm
Specials: Recyclepapier und kopierte Typo
Preis: 10,- Euro 

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