Featured Font

Classic Grotesque Medium

Die Classic Grotesque von Rod McDonald: eine traditionelle Schrift in modernem Gewand

Als Update der 1926 erschienenen Monotype Grotesque verbindet die Classic Grotesque von Rod McDonald traditionelles Schriftdesign mit moderner Schrifttechnik. Mit ihren vielen interessanten Details kann die Classic Grotesque sowohl im Print- als auch im Web-Design überzeugen.

Die wachsende Popularität von Groteskschriften führt Anfang des 20. Jahrhunderts zu zahlreichen Neuveröffentlichungen. Da die Satzmaschinen untereinander nicht kompatibel sind, alle Hersteller aber aktuelle Schriften anbieten wollen, erscheinen viele Familien, die sich auf den ersten Blick stark ähneln, in den Details aber eigene Wege gehen. Unter den ersten für den maschinellen Bleisatz geschnittenen Schriften ist auch die Monotype Grotesque®. Obwohl die von Frank Hinman Pierpont entworfene und 1926 veröffentlichte Monotype Grotesque später auch digital vorliegt, erreicht sie nie die Bekanntheit anderer Groteskschriften dieser Epoche. Allerdings ist der Designer Rod McDonald von der Monotype Grotesque überzeugt und bekommt schließlich 2008 das „Go-Ahead“ von Monotype, um diesen „verborgenen Schatz“ mit einem Update aufzuwerten.

Der vier Jahre währende Designprozess ist zwar immer wieder durch Kundenprojekte unterbrochen, aber im Rückblick gibt McDonald zu, dass er keine Vorstellung davon hatte, wie fordernd und aufwändig die Gestaltung der Classic Grotesque™ werden würde. Vor allem das Finden des richtigen Ansatzes kostet ihn viel Zeit. In seinen ersten Entwürfen versucht er die Monotype Groteske weiterzuentwickeln, kommt dabei aber der Arial® sehr nahe, die ebenfalls einige ihrer Wurzeln in der Monotype Groteske hat. Erst als McDonald noch einen Schritt weiter zurück geht und die Venus™ von der Bauerschen Schriftgießerei und Ideal Groteske von der H. Berthold AG in seine Überlegungen mit einbezieht, sieht er sich auf dem richtigen Weg. Beide Schriften hatten damals als Inspirationsquelle für die Monotype Groteske gedient.

Ihr Name ist Programm und die Classic Grotesque zeigt alle Merkmale der frühen Groteskschriften des 20. Jahrhunderts: der leicht konstruierte Charakter gibt den Buchstaben eine formale Ausstrahlung. Variationen in der Strichstärke werden nur selten und sehr zurückhaltend eingesetzt und die Punkte über i, j und den Umlauten, sowie in den Satzzeichen sind als Rechtecke ausgeführt. Interessanterweise sind es bei der Classic Grotesque vor allem einige Versalien, die vorsichtig vom formalen Muster abweichen und der Schrift damit etwas Leben einhauchen. So weisen „E“, „F“ und „L“ abgeschrägte Linienenden in den horizontalen Balken auf. Einen ganz besonderen Flair verleiht des abgeschrägte Ende im Bogen dem „J“, und der leicht gewellte Balken im „Qv sorgt für zusätzliche Dynamik. Gestaltungsspielraum entsteht durch einige über OpenType-Feature zu erreichende Buchstabenalternativen, wie ein geschlossenes „a“, ein doppeläugiges „g“ und ein „e“ dessen Querstrich leicht von der Horizontalen abweicht.

Der Zeichenausbau der Classic Grotesque lässt keine Wünsche offen und Ligaturen, Brüche, Mediäval- und Versalziffern für Tabellen- und proportionalen Satz, sowie Kapitälchen rüsten die Schrift für praktisch jedes Einsatzgebiet. Und im Pro-Ausbau verfügt die Classic Grotesque nicht nur über die Zeichen der westeuropäischen, sondern auch über die der meisten zentraleuropäischen und viele der osteuropäischen Sprachen.

Positiv auf die Einsatzmöglichkeiten der Classic Grotesque wirkt sich auch der große Ausbau mit sieben Strichstärken aus. Das Spektrum reicht dabei von der dünnen Light bis zur superfetten Extrabold. Alle Schnitte verfügen über eine echte Italic, die nicht nur etwas schmaler gestaltet ist, sondern auch geänderte Buchstabenformen enthält. So wechselt zum Beispiel das „a“ in die geschlossene Form, das „f“ bekommt eine halbe Unterlänge und das „e“ eine runde Form.

Ihre neutrale Anmutung und die gute Ausstattung eröffnen der Classic Grotesque praktisch alle Anwendungsbereiche. McDonald hat seine neue Schrift in der Entwurfsphase sowohl in Büchern als auch in der Werbung eingesetzt. Er freut sich aber auf Anwendungsbeispiele, an die er bisher nicht gedacht hat. Und auch für Ihre Print- oder Web-Projekte ist die Classic Grotesque mit ihrem neutralen und zurückhaltenden aber dennoch individuellen Charakter der ideale Partner.

 

Designer: Rod McDonald
Year: 2012
Foundry: Linotype 
Buy here

Teste selbst! Einfach unten in den Text klicken und loslegen

Die

Classic Grotesque

von Rod McDonald:

eine traditionelle Schrift in

modernem GewandAls Update der 1926

erschienenen Monotype Grotesque verbindet die Classic

Grotesque von Rod McDonald traditionelles Schriftdesign mit

moderner Schrifttechnik. Mit ihren vielen interessanten Details kann

die Classic Grotesque sowohl im Print- als auch im

Web-Design überzeugen.Die wachsende Popularität von Groteskschriften führt Anfang des 20.

Jahrhunderts zu zahlreichen Neuveröffentlichungen. Da die Satzmaschinen untereinander nicht kompatibel sind,

alle Hersteller aber aktuelle Schriften anbieten wollen, erscheinen viele Familien, die sich

auf den ersten Blick stark ähneln, in den Details aber eigene Wege gehen.

Unter den ersten für den maschinellen Bleisatz geschnittenen Schriften ist auch die Monotype Grotesque®.

Obwohl die von Frank Hinman Pierpont entworfene und 1926 veröffentlichte Monotype Grotesque später auch digital

vorliegt, erreicht sie nie die Bekanntheit anderer Groteskschriften dieser Epoche. Allerdings ist der Designer Rod McDonald

von der Monotype Grotesque überzeugt und bekommt schließlich 2008 das „Go-Ahead“ von Monotype, um diesen „verborgenen Schatz“

mit einem Update aufzuwerten.Der vier Jahre währende Designprozess ist zwar immer wieder durch Kundenprojekte unterbrochen, aber im Rückblick

gibt McDonald zu, dass er keine Vorstellung davon hatte, wie fordernd und aufwändig die Gestaltung der Classic Grotesque™ werden

würde. Vor allem das Finden des richtigen Ansatzes kostet ihn viel Zeit. In seinen ersten Entwürfen versucht er die Monotype

Groteske weiterzuentwickeln, kommt dabei aber der Arial® sehr nahe, die ebenfalls einige ihrer Wurzeln in der Monotype Groteske hat. Erst als

McDonald noch einen Schritt weiter zurück geht und die Venus™ von der Bauerschen Schriftgießerei und Ideal Groteske von der H. Berthold AG

in seine Überlegungen mit einbezieht, sieht er sich auf dem richtigen Weg. Beide Schriften hatten damals als Inspirationsquelle für die Monotype Groteske gedient.Ihr

Name ist Programm und die Classic Grotesque zeigt alle Merkmale der frühen Groteskschriften des 20. Jahrhunderts: der leicht konstruierte Charakter gibt den Buchstaben eine

formale Ausstrahlung. Variationen in der Strichstärke werden nur selten und sehr zurückhaltend eingesetzt und die Punkte über i, j und den Umlauten, sowie in den

Satzzeichen sind als Rechtecke ausgeführt. Interessanterweise sind es bei der Classic Grotesque vor allem einige Versalien, die vorsichtig vom formalen Muster abweichen und der Schrift damit

etwas Leben einhauchen. So weisen „E“, „F“ und „L“ abgeschrägte Linienenden in den horizontalen Balken auf. Einen ganz besonderen Flair verleiht des abgeschrägte Ende im Bogen dem

„J“, und der leicht gewellte Balken im „Qv sorgt für zusätzliche Dynamik. Gestaltungsspielraum entsteht durch einige über OpenType-Feature zu erreichende Buchstabenalternativen, wie ein geschlossenes „a“, ein doppeläugiges „g“

und ein „e“ dessen Querstrich leicht von der Horizontalen abweicht.Der Zeichenausbau der Classic Grotesque lässt keine Wünsche offen und Ligaturen, Brüche, Mediäval- und Versalziffern für Tabellen- und proportionalen Satz,

sowie Kapitälchen rüsten die Schrift für praktisch jedes Einsatzgebiet. Und im Pro-Ausbau verfügt die Classic Grotesque nicht nur über die Zeichen der westeuropäischen, sondern auch über die der meisten zentraleuropäischen

und viele der osteuropäischen Sprachen.Positiv auf die Einsatzmöglichkeiten der Classic Grotesque wirkt sich auch der große Ausbau mit sieben Strichstärken aus. Das Spektrum reicht dabei von der dünnen Light bis zur

superfetten Extrabold. Alle Schnitte verfügen über eine echte Italic, die nicht nur etwas schmaler gestaltet ist, sondern auch geänderte Buchstabenformen enthält. So wechselt zum Beispiel das „a“ in die geschlossene Form, das

„f“ bekommt eine halbe Unterlänge und das „e“ eine runde Form.Ihre neutrale Anmutung und die gute Ausstattung eröffnen der Classic Grotesque praktisch alle Anwendungsbereiche. McDonald hat seine neue Schrift in der Entwurfsphase sowohl

in Büchern als auch in der Werbung eingesetzt. Er freut sich aber auf Anwendungsbeispiele, an die er bisher nicht gedacht hat. Und auch für Ihre Print- oder Web-Projekte ist die Classic Grotesque mit ihrem

neutralen und zurückhaltenden aber dennoch individuellen Charakter der ideale Partner.