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ADC Festival 2019: Rückblick und Bronze + Silber für Slanted!

30% Rabatt auf Slanted Magazin Tokyo und Dubai

Autor: Eva Lotta Landskron

Am vergangenen Wochenende waren wir beim ADC Festival 2019 in Hamburg, wo dieses Jahr wieder ein umfangreiches Programm bestehend aus Vorträgen, Ausstellung, Award-Verleihung und After-Party stattgefunden hat. Wir freuen uns riesig, dass das Slanted Magazin Tokyo (Silber) und das Slanted Magazin Dubai (Bronze) in der Kategorie Editorial neben so außergewöhnlichen anderen Arbeiten ausgezeichnet wurden und wir zwei der begehrten Nägel entgegen nehmen durften. Zur Feier des Tages geben wir euch 30% Rabatt auf die Gewinnermagazine Tokyo und Dubai in unserem Shop. Einfach in den Warenkorb legen und den Rabattcode ADC2019 anwenden (gültig bis 31.05.2019)!

Ein kleiner Rückblick: Allgemeiner Konsens der Sprechenden war ein Hoch auf die Kreativität als wichtiges Medium der Massen. Ob Jonathan Meese, der in der totalen Anarchie die Kunst als Staatsform ausgerufen hat, oder Prof. Roland Lambrette, der die Kommunikation als wichtigstes Bindemittel zwischen uns Menschen, die Qualität der Gestaltung als Wirkmacht der Kommunikation und die Gestalter als Co-Produzenten betitelte, deren Honorar niemals als Schweigegeld gesehen werden solle. Wichtiger sei das »Was«, nicht das »Wie«. Hinaus aus der Sicherheit des Opiums des schönen Scheins. Wir sollen Verantwortung für unsere Inhalte übernehmen, denn wir stehen in der Verantwortung vor den Menschen, die wir erreichen. Eindrucksvoll zeigte das auch Prof. Dr.-Ing. h.c. Volkwin Marg, der als Architekt für unter anderem Stadien Fachmann darin ist, für die Massen zu inszenieren. Er zeigte einen Film, der lautstark die Bilder von Menschenmassen mit Vogelschwärmen verknüpfte, um dann den Bogen zu aufsteigenden Flugzeugflotten zu schlagen. Ein Stadion – Vögel – Flugzeuge. Auch der Film selbst war mit der Intention inszeniert, uns Zuschauende emotional zu ergreifen.

Das eigentliche Motto des ADCs dieses Jahr war »Creative Intelligence – Wie Ideen entstehen«. Und so wurde neben der Auswirkung vom kreativen Tun auch darüber gesprochen, wie das eigene kreative Schaffen begünstigt werden kann. Dr. Caroline di Bernardi Luft zeigte als Dozentin an der School of Biological & Chemical Sciences, Queen Mary University of London, die wissenschaftliche Perspektive auf Kreativität und erklärte, wieso Geistesblitze so aus dem Nichts heraus kommen und wieso wir in der Prokrastination oft die Ideen finden, nach denen wir im Stress so lange suchen. Kurz zusammengefasst: Unser Gehirn lernt nach bestimmten Mustern zu arbeiten. Wenn das Areal, dass eben diese angelernten Rituale anwendet ruht (beispielsweise am Abend) kann unser Geist freier arbeiten, unbeeinflusst von Erfahrungen und angelernten Denkweisen. Eine Frage war auch, in wieweit KI und Technik das kreative Wirken ersetzen können. Einig war man sich glücklicherweise, dass für die Kreativität noch immer der Mensch nötig ist. Ein Computer kann zwar malen: Das Gemälde Edmond de Belamy, welches von einer KI geschaffen wurde, wurde für mehr als 400.000 US-Dollar beim Auktionshaus Christies in New York an einen Unbekannten versteigert. Den Algorithmus, der dem Computer dies ermöglichte schufen dennoch die Menschen um Pierre Fautrel vom Obvious Kollektiv.

Auch die Ausstellung im Museum für Arbeit in Hamburg ist einen Besuch wert. Neben den Arbeiten der Profis zeigen die Arbeiten der Junioren, welche Qualität junge Gestaltung in Deutschland hat – dies lässt darauf hoffen, dass auch in Zukunft viele goldene Nägel verteilt werden können. Nach einer in silbernem und goldenem Konfetti glänzenden Awardshow, bei der natürlich auch die Arbeiten und Nägel dazu beitrugen, die Zuschauenden zu beeindrucken, ging es dann in die Nacht. Der Musiker Ren sorgte neben dem DJ-Team Dragos&Ash für den richtigen Klang des Finales eines gelungenen Kongresses auf Kampnagel. Die durchdacht kuratierte Fülle der Vorträge schufen einen Rahmen, der den Austausch untereinander begünstigte.

Wir freuen uns auf das ADC Festival 2020!
adc.de