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Adobe Creative Residency: So klappt’s mit der Bewerbung

6 Tipps für die erfolgreiche Bewerbung

Autor: Julia Kahl

Die Anmeldefrist für die bereits vorgestellte Adobe Creative Residency rückt immer näher. Noch bis 7. Februar habt ihr die Chance darauf, 1 Jahr lang an eurem Traumprojekt zu arbeiten, dabei um die Welt zu reisen – und für das Ganze auch noch Geld zu bekommen. Was sich fast zu schön anhört, um wahr zu sein, könnte für euch schon bald Realität werden. Damit eure Bewerbung für die Adobe Creative Residency Chancen hat, verraten wir euch ein paar Tricks und Kniffe und klären die häufigsten Fragen. Viel Glück!

Die besten Voraussetzungen …

Prinzipiell kann sich jeder bewerben. Trotzdem gibt es ein paar Eckdaten, die stimmen sollten. Bestens geeignet seid ihr, wenn…

  • … ihr einen dauerhaften Wohnsitz in Deutschland, Großbritannien, den USA oder Kanada habt (ein Umzug für die Dauer des Aufenthaltes in eines dieser Länder berechtigt nicht zur Qualifikation)
  • … ihr volljährig seid und eine Arbeitserlaubnis in eurem Land habt
  • … ihr Englisch in Wort und Schrift fließend beherrscht (keine Angst, niemand erwartet hier perfektes Englisch, aber ihr sollt schließlich um die Welt reisen, Vorträge halten und Interviews geben)
  • … ihr die Bewerbung auf Englisch einreicht

Sonst noch was?

Was macht in den Augen Adobes eine gute Bewerbung aus und welches sind die häufigsten Fragen, die Bewerber stellen? Wir haben für euch nachgefragt:

1. Wie viel Erfahrung muss ich mitbringen? Muss ich eine Ausbildung absolviert haben?
»Hauptsächlich suchen wir nach Kreativen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Aber auch, wenn du bisher noch gar nicht in einem kreativen Beruf gearbeitet hast, oder dich einfach in eine neue Richtung entwickeln möchtest, bist du bestens geeignet. Klar, ein bisschen solltest du dich schon auskennen. Ob du dir dein Wissen und Können in einer Ausbildung, Schulung oder völlig autodidaktisch angeeignet hast, ist dabei aber erst mal egal.«

2. Wie muss die Bewerbung aufgebaut sein und wie sollte sie aussehen?
»Überrasche uns! Mach dir bewusst, dass wir um die 3.000 Bewerbungen bekommen. Das heißt, du musst aus der Menge herausstechen – und uns in kürzester Zeit überzeugen. Halte dein PDF deshalb am besten kurz und knackig, ohne dabei jedoch wichtige Punkte zu vergessen: Wer bist du, wo willst du hin, was ist dein Projekt? Das sind die Kernaussagen. Dann gibt es aber hier noch eine ganze Liste an wichtigen Fragen, auf die du ebenfalls aussagekräftig eingehen solltest. Übrigens: Bei der Auflistung der Projektkosten geht es uns vor allem darum zu sehen, ob du dein Projekt durchdacht hast und Kosten kalkulieren kannst. Das muss gar nicht super genau sein, nur eine grobe Einschätzung: Wie viel Geld würdest du für eine Ausstellung, eine Buchproduktion, oder was auch immer du vorhast, benötigen?«

3. Wo findet die Creative Residency statt? Muss ich dafür umziehen?
»Nein. Du wohnst und arbeitest in deinem Heimatort, denn wir möchten vor allem nachhaltig in die lokale Kreativszene investieren. Trotzdem werdet ihr viel von der Welt zu sehen bekommen: Creative Residents besuchen einmal im Quartal die Adobe-Niederlassung in San Francisco und verbringen bis zu 25  % ihrer Zeit mit Reisen zu Konferenzen wie Creative Jams, Adobe MAX oder 99U. Gemeinsam mit dem Koordinator des Programms entscheiden die Residents, welche Reisen den größten Nutzen für ihr Projekt haben. Die Reisen verteilen sich über das gesamte Residency-Jahr.«

4. Wie sieht der zeitliche Aufwand aus? Und können Creative Residents während ihrer Teilnahme am Programm auch für andere Kunden arbeiten?
»Vorsicht: Falls du während des Residency-Jahrs (Mai 2019–April 2020) bereits einen Job hast, ein langer Urlaub geplant ist oder du sonstige zeitintensive Verpflichtungen hast, bist du leider ungeeignet. Als Studierende(r) kommst du als Bewerber nur dann in Frage, wenn du bis Ende Mai sämtliche Kurse und Prüfungen abgeschlossen hast. Wir möchten, dass sich unsere Creative Residents ganz auf sein Projekt und seine langfristigen Ziele konzentrieren kann. Natürlich gibt es jedoch immer Sonderfälle und Ausnahmeregelungen.«

5. Wer erhält die Rechte an meinen entstandenen Arbeiten? Wie sieht es aus mit der Lizenzierung?
»Teilnehmer bleiben Eigentümer aller Arbeiten, die sie während des Creative Residency-Programms erstellen. Sie erteilen Adobe jedoch die Erlaubnis, die während des Programms erstellten Arbeiten für Promotion-Zwecke, bei Veranstaltungen und für andere Anlässe zu verwenden. Adobe stellt dabei jedoch stets gemeinsam mit dem Creative Resident sicher, dass die Integrität der Arbeiten erhalten bleibt.«

6. Ist das eine Art Ausbildung? Und wie sieht es mit dem Gehalt aus?
»Naja, irgendwie schon: Du hast ein Jahr Zeit, an deiner Karriere zu basteln, neue Werkzeuge zu erlernen und bekommst von uns, neben allen möglichen Ressourcen und Werkzeugen, auch Mentoren an die Hand. Und das Beste: Dafür musst du nichts zahlen, sondern bekommst sogar ein volles Gehalt entsprechend deiner Qualifikationen und deinem geographischen Standort – plus Krankenversicherung. Sämtliche Reise- und Projektkosten übernehmen wir natürlich auch.«

Das i-Tüpfelchen: Noch mehr Inspiration für eure Bewerbung

  • Es lohnt sich auch auf jeden Fall, sich das Video mit der Residency-Absolventin Anna Daviscourt anzuschauen, in dem sie 5 Tipps für die perfekte Bewerbung gibt
  • Als Paradebeispiel für eine frische und ausgefallene Bewerbung, die im Gedächtnis bleibt, haben wir hier auch noch das Bewerbungsvideo von Aaron Bernstein für dich, der im vergangenen Jahr mit Stop-Motion-Animation, Audio und Fotografie sein Projektkonzept vorgestellt hat
  • Und zu guter Letzt findest du sicher auch noch Inspiration in den Behance-Portfolios der ehemaligen Creative Residents Jessica Bellamy, Aundre Larrow und Rosa Kammermeier

Na dann kann es ja losgehen, oder? Hier geht’s direkt zur Bewerbung!