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82 days diary – NEW YORK

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Gestalterische, illustrative und audiovisuelle Umsetzung von mitgehörten Gesprächen aus New York City. Will nicht jeder wissen worüber am Nachbartisch gerade gesprochen wird? Lauschen wir nicht alle, wenn es bei den Nachbarn kracht? Sind wir nicht alle interessiert daran, worüber andere unter vier Ohren tuscheln? Ehedramen, Tratsch und Klatsch oder tiefgehende Gespräche.

Wir haben eine Stadt gefunden, in der es mächtig was auf die Ohren gibt – NEW YORK CITY. New York City war das perfekte Pflaster für unseren Lauschangriff. Menschenmassen, Massen von Reizen und Eindrücken und an jeder Ecke die unfassbarsten Storys.

Wir haben gelauscht, beobachtet, gesammelt und die mitgehörten Eindrücke gestalterisch visualisiert. Das Gehörte besteht nicht nur aus Wortfetzen und Gesprächsfragmenten sondern auch aus den verschiedensten Geräuschen, die sich zu einem riesigen „Lärm-Chaos“ vereinigen.

Hauptteil der Arbeit ist ein gestaltetes Buch, das aus zwei Reisetagebüchern zusammengesetzt ist. Sozusagen ein „Zwillingsbuch“. Jedes Buch ist visuell völlig eigenständig. Darüber hinaus gibt es Elemente in denen sie sich treffen und Inhalte die sich gegenseitig ergänzen.

Zusätzlich zum Buch gibt es noch eine Musik CD. Dadurch wird das Print- Medium um eine weitere Ebene – die akustische – ergänzt, um den Lärm und die Emotionen des Erlebten noch sinnlicher erfahrbar zu machen. So geben die Geräusch- und Klangfragmente zusammen mit den visualisierten Impressionen nicht einfach nur Erlebtes wieder, sondern regen darüber hinaus jeden Einzelnen zu einer Fülle von individuellen Deutungsmöglichkeiten an.

Das Erlebnis New York City entspringt der eigenen Phantasie.

Interview mit Katja und Viktoriamarie

Slanted: Gib uns bitte ein paar Informationen ¸über Dich (und/oder die Firma, für die Du arbeitest).

Katja: Ich habe im Februar 08 mein Kommuniationsdesign-Studium an der Hochschule Nürnberg abgeschlossen. Ich arbeite als Art Director in einer coolen Werbeagentur in Nürnberg. Darüber hinaus arbeite ich freiberuflich für versch. Magazine. Ich mag schönes Design und freu mich, wenn ich in kleinen Krims-Kramsläden solches entdecke.

Viktoriamarie: Ich habe im Februar 08 mein Kommuniationsdesign-Studium an der Hochschule Nürnberg abgeschlossen. Ich arbeite als freiberufliche Illustratorin und Grafikerin für verschiedene Magazine und Agenturen.

Slanted: Was ist Deine Grafikdesign Richtung? Wie würdest Du Deinen Stil bezeichnen? Wo liegen Deine Stärken?

Katja: Meine Stärken liegen klar in der Konzeption und Organisation. Meinen Stil würde ich ganz schlicht und klar beschreiben. Ich mag Linien. Linien und klare Formen. Darüber hinaus zeichne ich sehr gerne und sehr viel mit der Hand. Aber nur mit Feinliner, meist schwarz. Natürlich wieder liniar, aber sehr speziell und detailreich.

Viktoriamarie: Während meines Studiums haben sich die Illustration, Typographie und der graphische Bereich als meine Schwerpunkte herauskristallisiert. Meine Stärken liegen liegen ganz klar in der Konzeption und Ideenfindung. Es ist ein großer Anreiz für mich Konzepte zu entwickeln, Ideen auszuarbeiten und das Wesentliche in den Vordergrund zu stellen.

Slanted: Wo arbeitest Du am liebsten?

Katja: In der Sonne 😉

Viktoriamarie:Das Gute am freien Arbeiten ist für mich, dass man eben nicht an einen Ort gebunden ist.

Slanted: Was inspiriert Dich?

Katja: Eigentlich alles. Mein ganzer Alltag ist eine einzige Inspiration für mich.
Ich schau mir natürlich viel an, wie z.B.Museen, Ausstellungen, Grafikbücher, aber auch Flohmärkte sind toll, man entdeckt dort sehr viel beim stöbern. Und natürlich reise ich sehr gern und viel. Am liebsten nach Amsterdam, Berlin, Going am Wilden Kaiser und jetzt auch New York. Oft aber reicht es schon, wenn ich mich nur mit meinen Freunden unterhalte… da kommt viel inspiratives dabei heraus. Man sollte einfach immer und überall open minded sein.

Viktoriamarie: Magazine, Menschen, Musik, Internet, Großstädte ­ alles was lebt gibt
guten Input

Slanted: Welche Bedeutung hat für Dich Design?

Katja: Design ist einfach immer da für mich und gar nicht mehr weg zudenken.

Viktoriamarie: Mein Anspruch an gutes Design ist das Wesentliche ansprechend
und verständlich zu kommunizieren. Dabei finde ich es auch sehr wichtig immer open minded zu bleiben und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Dies gelingt natürlich am allerbesten in einem guten Team.

Slanted: Kannst Du uns eine kleine Beschreibung Deiner Arbeit geben?

Katja: Wir wollten was „großes“ machen, was uns Spaß macht, aber was auch Wirkung hat und Leute fasziniert. Wir haben nicht nur ein tolles Zwillingsbuch geschaffen, sondern darüber hinaus auch Musik dazu produziert (die Musik gibt’s auch bei uns zu kaufen 😉 ), das Buch interaktiv zum Anschauen am Computer, Möbel gestaltet und eine tolle riesengroße Plakatwand geschaffen. Also ein komplettes Ausstellungskonzept.

Slanted: Warum hast Du diese Arbeit gemacht? Wie bist Du auf die Idee gekommen? Was steckt dahinter?

Katja: Viktoria und ich sind im Cafe gehockt und haben uns an den Gesprächen der Leute belustigt. Und dann kam eins zum anderen. Wir haben uns eine Idee zusammen gesponnen und da wir beide nochmal ins Ausland wollten sind wir dann in NY gelandet…Die Idee und Aufgabe hat uns sehr viel Spaß gemacht und hat vorallem Potential. Denn wir alle lieben Klatsch und Tratsch. Die einzelnen Elemente, wie z.B. die Musik sind dann so nach und nach entstanden…

Slanted: Was möchtest Du mit Deiner Arbeit erreichen/aussagen?

Katja: (zur Diplomarbeit) Man kann aus allem etwas tolles machen, man muss nur eine Idee verfolgen und Spaß daran haben. Erreichen würde ich gerne damit, dass das Buch eines Tages im Designshop/Buchhandlung zu kaufen ist und Preise gewinnt.

Slanted: Arbeitest Du eher darauf los oder gibt es lange Konzeptionsphasen?

Katja: Es kommt drauf an. Oft hat man eine spontane Idee die man verfolgt und es passt alles. Aber bei dieser Arbeit war die Dimension anders und hatte deshalb eine lange Konzeptionsphase. Allein schon weil wir zwei unterschiedliche Menschen und Stile unter einen Hut bringen mussten und ja für 3 Monate nach New York geflogen sind. Aber immer wenn wir dachten jetzt haben wir an alles gedacht, tauchte ein neues Problem auf….. Aber wir haben natürlich alles gemeistert!!

Slanted: Wie lange hast Du an Deinem Werk gearbeitet?

Katja: Rein Grafisch 2 Monate + 3 Monate New York Material sammeln, und davor nochmal ein wenig Zeit zum Organisieren.

Slanted: Wer hat Dich betreut und wie hast Du davon profitiert?

Katja: Prof. Alexandra Kardinar und Prof. Peter Krüll von der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Alexandra hat es geschafft Talente aus mir herraus zu kitzeln, von denen ich gar nichts gewusst hab. Ihr Feedback war immer sehr inspirativ. Aber auch die Arbeit mit Peter hat mir viel gebracht.

Slanted: Hast Du Deine Arbeit handgemacht (gedruckt, veredelt etc.)?

Katja: Basis sind Finelinerzeichnungen, die ich dann eingescannt hab und am Computer nachbearbeitet, etc. Natürlich wurde die beiden Bücher professionell gedruckt. Wir hatten ein tolle Druckerei, die uns sehr gut beraten hat.
Es wurde mit einem Digitaldrucker eine UV-Lack Veredelung auf allen schwarzen Flächen simuliert. Ausserdem gibt es in der Arbeit vielen tollen Schnick Schnack, wie Japanische Bindung, Ausklappbare Seiten…. Aber am tollsten ist die Bindung und der Einband. Zwei Bücher sind aneinander gebunden worden, so dass sie wie Siamesische Zwillinge zusammen hängen. Der Einband ist eine 3-D Blubberblasenfolie, bei der einem die Augen übergehen.

Slanted: Hast Du Vorbilder? Was interessiert Dich an dieser/n Person/en? Welche Arbeiten gefallen Dir?

Katja: Oh mann, es gibt so viele Leute die ich toll finde und deren Stil, spontan würde ich sagen, Andy Warhol.

Slanted: Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Katja: Spaß an der Arbeit, tolle Ideen, schönes Design und natürlich reich und berühmt werden… 😉

Kontaktieren könnt Ihr die Zwei unter

Katja Schindlbeck
Diplom Designer
www.katjaschindlbeck.com
0173/3856026
[email protected]

Viktoria-Marie Schiffler
Diplom Designer
www.viktoriamarie.de
[email protected]
+49 151 | 19675164

Vielen Dank für das Interview und hier noch ein paar Fotos von der Arbeit:










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