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Facing Pages 2012

Eindrücke aus Arnheim

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Facing Pages, Magazin-Konferenz, Ausstellung und Treffpunkt für alle, die Magazine lieben, fand dieses Wochenende in Arnheim (NL) statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Joost van der Steen, William van Giessen und Tania Koning.

Facing Pages ist eine ganz besondere Konferenz, denn viele Besucher haben selbst schon ein Magazin gestaltet oder produziert sei es das kleine Fanzine mit 5 Exemplaren oder die Publikumszeitschrift mit 200.000. Die Bandbreite war recht groß, wobei der Schwerpunkt auf Independent Publishing und der damit verbundenen Liebe zum Außergewöhnlichen lag (wie auch der Untertitel der Konferenz vermuten ließ).

Die Vorträge fanden am Freitag und Samstag statt. Diese bestanden aus Magazinpräsentationen, Live-Interviews und Reviews sowie den klassischen Referaten natürlich rund um das Thema Magazin. Besonders gut haben mir persönlich die Vorträge von Simon Esterson (Eye Magazine), Jeremy Leslie (MagCulture) und Laura Meseguer gefallen, die in die Geschichte von Magazingestaltung eingetaucht sind und Parallelen zur Gegenwart gezogen haben.

Neben den Vorträgen luden zwei Ausstellungen zum Entdecken, Staunen, Stöbern, Blättern und sogar Kopieren ein: In Charlotte Cheethams (Manystuff) Text Library ging es ausdrücklich um die Artikel, den Text im Magazin. Und da man zum Lesen Zeit benötigt, war es ausdrücklich erwünscht, den bereit gestellten Kopierer zu nutzen, um sich aus den ausgewählten Magazinen einen eigenen Reader zusammenzustellen. Die Hauptausstellung umfasste über 100 internationale Independent Magazine, die über eine Art Crowdsourcing-System eingeladen wurden. Dort war auch ein kleiner Cube vom Nico Magazin zu finden.

Der Athenaeum Bookstore (Amsterdam, NL) bot als temporärer Magazin-Shop eine Vielzahl von seltenen und experimentellen Magazinen während Facing Pages zum Kauf an.

Facing Pages fand zum zweiten Mal in Arnheim statt. Gegründet wurde die Konferenz 2010 als OK Festvial mit dem Ziel, im 2-jährigen Rhythmus statt zu finden. Facing Pages hat sich bereits sehr gut entwickelt, ist internationaler geworden und trägt einen großen Teil dazu bei, Magazinkultur erlebbar zu machen.

Für all diejenigen, die nicht vor Ort sein konnten, nachfolgend ein paar Bilder vom Festival.

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