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Simone Rueß

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Die ehemalige Stundentin Simone Rueß aus Stuttgart stellt in der INTERFACE appartement / galerie aus.
 
Wohnatelier 1524, Paris, 6. November 2012, 21×29,7cm


Pressetext: Die Vorstellung, laut der die Behausung unsere Persönlichkeit widerspiegelt, ist weit verbreitet. Die Dekoration unserer Wohnzimmer, Bücher und Souvenirs auf den Regalen verraten viel über unsere Vorlieben. Rueß denkt, dass unsere Art Räume zu benutzen Spuren, hinterlässt. Das von dem Architekten Yona Friedeman unterstützte Konzept, laut dem sich keine Form ohne den Menschen fassen lässt, ist auch Rueß’ Auffassung von Raum. Konkreter oder abstrakter Raum ist für Simone Rueß ein empfindlicher Kosmos. 

Ihre Arbeit erinnert an Anthropologie- und Soziologiestudien, ihre künstlerische Vorgehensweise an Empirismus. Der Körper im Raum ist das Medium, mit dem sie mit Hilfe von Zeichnungen von ihrer Wohnung experimentiert. Die Linien beschreiben ihre Bewegungen, sie überlappen einander und sind an sich kaum mehr lesbar. In dem Video «Pfanne» wurden die Bewegungen der Warschauer Spaziergänger aufgenommen. Jede Linie hat eine Farbe und repräsentiert einen Spaziergänger. Die zunehmend sich verdichtenden Linien bilden die unbewusste Struktur der Raumnutzung ab. Rueß’ Kernaussage ist, dass der Lebensraum im Unbewussten eine wesentliche Rolle spielt. Im Alltag gehen wir die gleichen Wege, ohne zu merken, was um uns herum abläuft. Wir sehen nur praktische Konstruktionen, während Simone Rueß es als Indikator der gesellschaftlichen Wertvorstellungen versteht. Allgemein ist Raum ihr Arbeitsthema, im Gegensatz zu Henri Lefebvre spielen die Menschen die Hauptrolle in der Raumorganisation, und stehen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit.

www.urbik.org
 
Wohnatelier 1524, Paris, n°1, 2012, 21×29,7 cm


Wohnatelier 1524, Paris, 2012, 21×29,7cm

INTERFACE appartement / galerie

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