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»Untersuchung zu falsch gesetzten Interpunktionszeichen«

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Die Diplomarbeit von Claudia Guretzki entstand während des Sommersemesters 2007 an der Hochschule in Darmstadt am Fachbereich Gestaltung. Die Diplomantin führte eine Untersuchung in Bezug auf falsch gesetzte Interpunktionszeichen durch. Hierbei fiel ihr sehr stark auf, wie oft Fehlsetzungen in allen zugänglichen Medienbereichen zu finden sind. Dabei kommen folgende Setzfehler am häufigsten vor:

Der Apostroph wird oft entweder als 6 oder Zollzeichen gesetzt. Richtig wäre jedoch die Form einer hochgestellten 9. Der Bindestrich wird als Gedankenstrich gesetzt; die Auslassungspunkte werden direkt an das Wort gestellt, obwohl sie einen Wortzwischenraum benötigen. Dies ist nur ein Auszug ihrer Ergebnisse.

Aber warum kommen diese Fehler so häufig vor? Claudias Umfrage ergab, dass Unwissenheit und Gleichgültigkeit die Ursache dieser Setzfehler sind.

Deshalb wird nun von der »Forschungseinheit für Interpunktionszeichen«, welche die Interpunktionszeichen der deutschen Sprache erforscht, eine Gebrauchsinformation für Satzzeichen herausgegeben, die helfen soll, gerade bei dem Setzen von Alltagstypografie Fehler zu vermeiden.

Der Forschungsbericht ist die Grundlage zur Herausgabe dieser Gebrauchsinformation.
Er gibt alle Informationen wieder, die die Diplomantin in der Untersuchungsphase gesammelt hat. Angefangen bei der orthografischen Geschichte der Zeichen, der Etymologie, der Orthografie, den Forschungsergebnissen des Fragebogen und der Untersuchung der grafischen Umwelt, gefolgt von einer Zukunftsprognose zur Entwicklung der Interpunktionszeichen.

Die Gebrauchsinformation setzt sich aus folgenden drei Teilen zusammen: den orthografischen Regeln, den orthotypografischen Regeln und den mikrotypografischen Grundlagen des jeweiligen Zeichens. Die Gebrauchsinformation besteht aus einem Faltplakat, das in 14 Abschnitte unterteilt und doppelseitig bedruckt ist. Die eine Seite befasst sich mit den allgemeinen Regeln der Satzzeichen, die andere mit den mikrotypografischen Feinheiten.

Mit der Verbreitung dieser Gebrauchsinformation erhofft sich Claudia Guretzki eine Verbesserung der Alltagstypografie.




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